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20.05.2010 VHS-Fahrt nach Berlin

Berlin war –wieder- eine Reise wert

Einer der Höhepunkte der diesjährigen Fahrt der VHS Waldbronn nach Berlin war der Besuch im Bundeskanzleramt. Hier stellten sich die Waldbronner Teilnehmer vor der Wand zu einem Gruppenfoto, vor der die Pressekonferenzen im Bundeskanzleramt stattfinden


Zum zwölften Mal seit dem Jahr 2000 unternimmt die Volkshochschule Waldbronn jährlich mindestens eine Fahrt nach Berlin, die bisher immer unter dem Thema "Berlin-in Geschichte und Gegenwart" stand. Dazu hatte Reiseleiter Helmut Zahnleiter für seine Gruppe wieder ein abwechslungsreiches und interessantes Programm zusammengestellt, das auch in dunkle Kapitel der deutschen Geschichte leuchtete. Unterstützt wurde die Fahrt von Bundestagsabgeordnetem Axel E. Fischer, in dessen Berliner Büro Kerstin Hübner wie auch in den Vorjahren durch Terminvereinbarungen die Türen zum Bundeskanzleramt, zum Reichstag und in der Gedenkstätte Hohenschönhausen für die Waldbronner öffnete.

Im Gespräch mit MdB Axel E. Fischer

Berlin aus einer etwas anderen Perspektive erlebten die Teilnehmer gleich am ersten Tag bei einer abendlichen Brückenfahrt über Landwehrkanal und Spree. Kennenlernen des historischen Teils von Berlin mit Gendarmenmarkt, Schlossplatz und Nikolaiviertel waren weitere Höhepunkte. Natürlich gehörten auch der Potsdamer Platz und seine wechselvolle Geschichte im

Jährlich eines der Highlights im Programm
ist die Rundfahrt durch das historische
Potsdam mit dem Besuch
des Schlosses Sanssouci

vergangenen Jahrhundert zum Programm. Entlang dem ehemaligen Mauerverlauf ging es vorbei am Berliner Abgeordnetenhaus und der "Topografie des Terrors" auf dem Gelände der Zentrale von SS und Gestapo zum Checkpoint Charlie. Auch das Holocaust-Mahnmal, das an die während der Nazi-Diktatur ermordeten Juden erinnert, wurde besucht.
Tief in die deutsche Geschichte tauchten die Teilnehmer bei der Rundfahrt durch das historische Potsdam ein. Schloss Cecilienhof, wo der Potsdamer Vertrag ausgehandelt wurde und wo der Befehl zum Einsatz der ersten Atombombe gegeben wurde, die Reste der ehemals "verbotenen Stadt", das Hauptquartier des sowjetischen Geheimdienstes KGB, und dann natürlich Sanssouci mit der Grabliege Friedrichs des Großen, dem Neuen Palis und dem wunderschönen Schlosspark waren weitere Stationen in Potsdam.
Ein Höhepunkt besonderer Art war der Besuch im Bundeskanzleramt, das mit seiner gelungenen architektonischen Gestaltung im Inneren die Meisten überraschte und beeindruckte. Am Nachmittag ging es dann über das Besucherrestaurant im Paul-Löbe-Haus direkt in den Plenarsaal im Reichstagsgebäude. Nach einem informativen Vortrag stand ein interessantes Gespräch mit MdB Axel E. Fischer auf dem Programm, der von der Fraktionssitzung kommend topaktuelle Neuigkeiten mitgebracht hatte. Zum Abschluss genossen alle den beeindruckenden Blick über Berlin von der Reichstagskuppel aus.

Ein Besuch im Reichstag mit Besuch des Plenarsaals und der Kuppel war ebenfalls im Programm enthalten

Ein bedrückender Höhepunkt war der Besuch in der Gedenkstätte Hohenschönhausen. Sie befindet sich Auf dem Gelände der früheren zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit. Da große Teile der Gebäude und der Einrichtung fast unversehrt erhalten geblieben sind, vermittelt die Gedenkstätte ein sehr authentisches Bild des Haftregimes in der DDR. Wegen ihrer geographischen Lage in der Bundeshauptstadt gilt sie als wichtigster Erinnerungsort für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft in Deutschland. Geführt wurde die Gruppe der Volkshochschule von dem ehemaligen Häftling Karl-Heinz Richter, der authentisch, aber auch mehr als erschütternd über die Haftbedingungen in den Gefängnissen der DDR berichten konnte. Nachdenklich verließen alle die Gedenkstätte in dem Bewusstsein, dass die Täter nach wie vor in Freiheit leben und ihre Pensionen genießen können, während die Opfer oft nur unzureichend für das erlittene Unrecht, sowie die seelischen und körperlichen Verletzungen entschädigt wurden.

Bedrückend war die Atmosphäre in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Stasi in Berlin-Hohenschönhausen, durch die ein ehemaliger Häftling die Waldbronner Gruppe führte. Das Bild entstand vor der Führung im Innenhof

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