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18.04.2010 7. Waldbronner Musikpreis

Waldbronner Musikpreis ging nach Wiesbaden

Der 7. Waldbronner Musikpreis ging an das Akkordeon-Orchester Wiesbaden Dietmar Walther, für das Dirigentin Liane Weber den Preis von Bürgermeister Franz Masino (li.) entgegennahm, daneben die Vorstände von AccoMusica Thomas Lehmann und Uwe Müller


"Vier Orchester in der Höchststufe, das hatten wir noch nie", freute sich Uwe Müller vom ausrichtenden Verein AccoMusica über die Resonanz auf den 7. Waldbronner Musikpreis. Noch nie in den vorhergehenden Wettbewerben sei das musikalische Niveau so hoch gewesen wie in diesem Jahr. Das zeige allein die Tatsache, dass gleich vier Orchester in der "Höchststufe" gemeldet hatten.
Rund 500 Akkordeonisten, schwerpunktmäßig aus Baden-Württemberg, Südhessen und der Pfalz, hatten zu dem Wettbewerb gemeldet. Ausgeschrieben war er für Solisten, Duos, Ensembles und Orchester. Eine Besonderheit war in der Rubrik "Kammermusik" das Igor-Kuzmin-Trio in der Besetzung Akkordeon, Bass und Schlagzeug, das gleichzeitig auch die weiteste Anreise hatte, kamen die Musiker doch aus dem Landkreis Leer in Ostfriesland. Mit 47 Punkten und der Note "hervorragend" waren die Musiker sehr erfolgreich.

Preisverleihung für Solisten und Duos

In zwei Sälen liefen am Samstag und Sonntag die Wertungsspiele ab. Schwerstarbeit hatte dabei die Jury zu verrichten, die hochkarätig besetzt war. Ihr gehörten Harald Oeler, seit 2005 in der Förderung von "Yehudi Menuhin Live Music Now", Wolfgang Pfeffer aus Bruchsal, aus dessen Feder zahlreiche Akkordeon-Kompositionen stammen. Aus Freiburg reiste Volker Rausenberger an, Preisträger des internationalen Gaudeamuswettbewerbs für Neue Musik in Rotterdam und schließlich saß mit Hedy Stark-Fussnegger die geschäftsführende Vizepräsidentin des Deutschen Harmonika-Verbandes mit in der Jury. Nach Waldbronn gelockt hatte die Jurymitglieder Uwe Müller, dafür allerdings spielten dann seine Ensembles und Orchester "Außer Konkurrenz" im Wettbewerb mit.

Preise gab es für Ensembles und Orchester

Es ist für den verhältnismäßig kleinen Verein AccoMusica schon eine gewaltige Aufgabe, eine solche Veranstaltung zu organisieren. Es sind ja nicht nur die Räume in der Albert-Schweitzer-Schule zu richten, in denen Wertungsspiele stattfinden oder wo sich die Akkordeonisten für ihren Auftritt einspielen können, es war auch für die Verpflegung der auswärtigen Gäste zu sorgen. Auf 40 helfende Geister zwischen 6 und 60 Jahren bezifferte Uwe Müller die Zahl der Freiwilligen, die Solisten, Duos, Ensembles, aber die Orchester und Ensembles betreuten und versorgten.
So gab es denn bei der Preisverleihung, die vom Igor-Kuzmin-Trio umrahmt wurde, im Beisein des Waldbronner Bürgermeisters Lob von Hedy Stark-Fussnegger, die den Waldbronner Musikpreis eine "Super Sache" nannte, bei der Ausführende, Juroren und Zuhörer nur gewinnen konnten. Dabei übte sie Kritik, dass das Fach "Musik" bundesweit aus den Lehrplänen verschwinden solle. Der Wettbewerb sei inzwischen weit über Waldbronn und die Region hinaus bekannt und zeige Waldbronn als lebendige Gemeinde, lobte Bürgermeister Franz Masino.
Den Waldbronner Musikpreis verlieh danach Waldbronns Bürgermeister an das Akkordeon-Orchester Wiesbaden Dieter Walther unter der Leitung Liane Weber, das sich in der Höchststufe gegen drei Konkurrenten durchsetzen musste und als siebter Preisträger in die Geschichte dieses seit 1988 stattfindenden Wettbewerbs einging. Sie erhielten mit 46,3 Punkten und der Note "hervorragend" die beste Wertung ihrer Klasse und damit den Waldbronner Musikpreis. Tagesbestes Ensemble war das Akkordeon-Orchester Klemm aus Mannheim, punktgleich auf dem ersten Platz landeten bei den Duos Christine und Leo Herzog aus Pforzheim sowie Carsten Strohmaier und Michael Wunderli aus Mannheim. Tagesbester Solist wurde Thomas Schmelzle aus Enzklösterle.

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