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14.04.2010 Ausschuss für Umwelt und Technik


Stadtvillen vorgestellt
Keine Kinderkrippe im Ermlisgrund

Vier Stadtvillen werden in der Verlängerung des Rathausmarkts an der Talstraße entstehen

Platz für Mehrgenerationswohnen ist im Baugebiet "Rück" im Bebauungsplan vorgesehen. Entstehen sollen an der Talstraße vier Stadtvillen, für die Jürgen Hemberger vom Baurechtsamt jetzt im Ausschuss für Umwelt und Technik die Planung vorstellte. Entstehen sollen 44 Wohnungen, jeweils elf in zwei Villen, einmal 12 und einmal zehn Wohnungen. Pro Wohnung sei ein Stellplatz in der Tiefgarage vorgesehen. Wie Hemberger sagte, sei die Hälfte der Wohnungen bereits verkauft. Das Grundstück, so Hemberger weiter, sei ebenfalls schon an den Investor verkauft und notariell beurkundet. Auf Nachfrage aus dem Ausschuss sagte Hemberger, dass der Zahlungstermin der Baubeginn sei. Wenn die Arbeiten am Regenrückhaltebecken abgeschlossen sind, könne der Investor bereits mit dem Bau beginnen. Dies sei mit der Firma abgesprochen, die die Erschließung durchführt.

In einem Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zum Jugendtreff soll von einem privaten Investor eine Kinderkrippe eingerichtet werden. Im Bebauungsplan des Gewerbegebiets "Im Ermlisgrund", in dem das Gebäude liegt, sei ausdrücklich nur betriebliche Nutzung festgeschrieben. Um das Vorhaben realisieren zu können, sei eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans erforderlich.
Roswitha Bichler (CDU) sah keine Veranlassung, den Bebauungsplan zu ändern, da sich der Gemeinderat 1986 auch seine Gedanken über die Ausgestaltung gemacht habe. Die Festsetzungen im Bebauungsplan, ergänzte Joachim Lauterbach (CDU), waren stark vom Erwerb der Grundstücke beeinflusst. Man wollte zudem bewusst ein Gebiet am Ortseingang mit verträglichem Gewerbe. Grundsätzlich für Kinderkrippen sprach sich Gerhard Knobloch (Bündnis 90/Die Grünen) aus, aber nicht in einem Gewerbegebiet an einer stark befahrenen Straße. Für eine Kinderkrippe an dieser Stelle, zumal in unmittelbarer Nachbarschaft zum Jugendtreff, sprachen sich Jens Puchelt (SPD) und Ralf Störzbach (FW) ebenso wie Bürgermeister Franz Masino aus. Störzbach fügte noch hinzu, dass er mit "so alten Plänen seine Probleme" habe und man davon abweichen könne, wenn sich neue Entwicklungen ergeben. Die Debatte beschloss Klaus Bechtel (SPD) kurz und knapp an mit der Bemerkung: "Dort ist Gewerbegebiet und das soll es auch bleiben!" Für die Befreiung stimmten schließlich drei AUT-Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters, sechs votierten dagegen.

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