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13.04.2010 Wundervollste Stadt Deutschlands

Waldbronn ist "wundervollste Stadt Deutschlands"

Ulrike Loos von der Christoffel Blindenmission übergibt die Urkunde "Wundervollste Stadt Deutschlands" an Waldbronns Bürgermeister Franz Masino


Waldbronn ist die wundervollste Gemeinde Deutschlands. Dies belegt eine Urkunde der Christoffel-Blindenmission, die seit dieser Woche im Rathaus hängt. Überbracht wurde sie Bürgermeister Franz Masino dieser Tage von Ulrike Loos, der Pressereferentin der Christoffel Blindenmission (CBM). Zum zweiten Mal wurde von ihr die Auszeichnung "Wundervollste Stadt Deutschlands" verliehen. Mit der Urkunde war als Zeichen der Auszeichnung eine kleine Skulptur verbunden, die aus einem Skalpell bestand, mit dem mindestens einem blinden Menschen geholfen werden konnte.
Nach einer Auswertung der Christoffel Blindenmission war jeder Waldbronner bereit, mit 1,78 Euro das Leben von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern zu verbessern. Damit liegt Waldbronn, wie Ulrike Loos bei der Verleihung sagte, vor Mülsen und Schwarzenberg in Sachsen mit einem Pro-Kopf-Spendenaufkommen von 1,67 und 1,65 Euro. In Baden-Württemberg liegt Waldbronn vor Überlingen (1,48 Euro) und Calw (1,47 Euro). Ausgewertet wurden dazu alle Städte und Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern.
Ulrike Loos nutzte die Gelegenheit, die Christoffel Blindenmission vorzustellen. Sie sei eine international tätige Hilfsorganisation auf christlicher Grundlage. Gegründet wurde sie 1908 durch Pastor Ernst J. Christoffel, der nach seiner Ordination nach Malata in der Türkei reiste, um dort ein Heim für Blinde, Behindertem und Waisenkinder zu gründen.
Heute sei die Christoffel Blindenmission als inzwischen weltweites Werk in 105 Ländern tätig. Dabei sei vor allem in den armen Ländern die Verbindung zwischen Behinderung und Armut sehr stark. Die Christoffel Blindenmission sei als Fachorgan der Weltgesundheits-Organisation (WHO) anerkannt und sei bei der UN mit Beraterstatus vertreten. Zudem erhalte sie seit 1992 ununterbrochen das Spendensiegel.
Die Christoffel Blindenmission bilde Augenärzte aus, gründe Augenabteilungen und orthopädische Werkstätten, unterhalte Schulen für Behinderte und vergebe Kleinstkredite, um behinderten Menschen zu ermöglichen, sich eine Lebensgrundlage zu schaffen.
Ein Wunder sei, und das belegte Ulrike Loos mit einem kurzen, anrührenden Video, wenn ein blinder Mensch nach einer Operation am Grauen Star wieder sehen könne. Auch ein Kind, dem ein Hörgerät angepasst wurde und das erstmals seine eigene Stimme erlebt oder ein Körperbehinderter, der dank eines Rollstuhls sich wieder selbständig fortbewegen könne, erlebe das wie ein Wunder.
Die Christoffel Blindenmission wird sich aber auch auf ihre Weise noch zusätzlich in Waldbronn bedanken und möchte als Dankeschön im wundervollsten Ort Deutschlands einer Schule drei jeweils 45 Minuten dauernde kostenfreie Vorführungen ihres Erlebnismobils ermöglichen. Hierbei dürfen die Schülerinnen und Schüler einen "Blindenparcour" passieren und erfahren viel Wissenswertes übers Blindsein. Weiterhin soll dazu auch der blinde Olympiasieger der Paralympics im Marathonlauf zu Schüler-Interviews kommen. Als Termin ist bei der Anne-Frank-Schule Dienstag, 04. Mai 2010, von 9.30 - 12.30 Uhr auf dem Schulhof beim alten Schulhaus vorgesehen.
Dank gelte allen Waldbronner Bürgern, die durch ihre Spenden, oft seien es kleine Beträge, zum Teil gebe es auch Dauerspender, zu dem Ergebnis von 21.904,77 Euro in 2009 beigetragen haben. Waldbronns Bürgermeister Franz Masino freute sich über die Ehrung und versprach, dass die Urkunde einen Ehrenplatz im Rathaus erhalten werde. Das Video, das Menschen zeigt, denen durch den Einsatz der Christoffel Blindenmission geholfen werden konnte, endete mit dem Versprechen: "Auch wenn wir das Ende des Weges nie erreichen können, werden wir ihn weitergehen!" Um dieses Versprechen einzuhalten, sind weitere Spenden nötig, die auf das Spendenkonto der Christoffel Blindenmission Nr. 2020 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00) erbeten werden.

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