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07.04.2010 Baugebiet Neues Ortszentrum - Rück I

Winter erzwang neuen Bauzeitenplan

Bagger, Kanal- und Abwasserrohre beherrschen derzeit das Bild bei den Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet "Erweiterung Ortszentrum – Rück I" östlich vom Rathausmarkt


Waldbronns derzeit größte Baustelle ist die Erschließung des Baugebiets "Erweiterung Ortszentrum –Rück I" östlich vom Rathausmarkt. Nach der Winterpause herrscht dort jetzt wieder Hochbetrieb. Vier Bagger werkeln auf dem Gelände und die ausführende Gaggenauer Baufirma Lang ist durchweg mit 10 bis 15 Arbeitern vor Ort.
Insgesamt geht es um eine Fläche von 4,28 ha, die sich in 2,94 ha Bauplatzfläche, 0,56 ha öffentliches Grün und 0,74 ha Verkehrsflächen aufteilt. Die Erschließungskosten liegen bei 3,8 Mio. Euro, davon 2,4 Mio. reine Baukosten und 160.000 Euro Ausgleichsmaßnahmen.
Dabei entstehen neun Reihenhausbauplätze mit Familienförderung für junge Familien, 17 Grundstücke für freistehende Einfamilienhäuser und 24 Grundstücke für Doppelhaushälften. Auf zwei Grundstücken werden eine Pflegeeinrichtung, die in der Trägerschaft der Diakonie stehen wird, und Betreutes Wohnen realisiert. Auch Geschosswohnungsbau unter dem Stichwort "Mehrgenerationenwohnen" wird in das Gebiet integriert. Ein Grundstück an der Talstraße bietet Möglichkeiten für Handel und Dienstleistungen. Wie Reiner Lange vom Liegenschaftsamt der Gemeinde
sagte, waren die gemeindeeigenen Bauplätze schnell ausverkauft.

Gräben für Wasser, Abwasser, Gas, Strom, Telefon und Kabelfernsehen werden derzeit bei der Erschließung des Neubaugebiets "Erweiterung Ortszentrum – Rück I" gezogen

Nach der vom Winter erzwungenen Pause von rund sechs Wochen wird derzeit der Bauzeitenplan aktualisiert, wie Dipl. Ing. Rüdiger Kampa vom planenden Ingenieurbüro Leuze sagte. Dabei müssten die einzelnen Gewerke neu aufeinander abgestimmt werden. Die Baufirma habe die Verzögerungen so weit als möglich in Grenzen gehalten, teilweise wurde auch bei Frost gearbeitet, hob Kampa hervor. Zudem, so Polier Christian Schieck, bemühe man sich, durch längere Arbeitszeiten einen Teil der verlorenen Zeit wieder hereinzuholen.
Insgesamt hoffen die Verantwortlichen des Ingenieurbüros wie der Baufirma, dass die Arbeiten noch vor dem Wintereinbruch abgeschlossen werden können, wohl wissend, dass eine längere Schlechtwetterperiode während des Sommers alle Zeitpläne wieder über den Haufen werfen kann.
Man habe es hier mit extrem schwierigen Bodenverhältnissen zu tun, erklärte dazu Dipl. Ing. Mustafa Faour, Bauleiter der Firma Lang und ergänzte: "Nach zwei Tagen Regen bewegt sich hier kein Bagger mehr". Deshalb sind auch aufwändige Wasserhaltungssysteme erforderlich, die die gesamte Baustelle durchziehen.
Wie umfangreich die Arbeiten sind, zeigt sich an einigen Zahlen, die bei der Besprechung auf der Baustelle genannt wurden. Allein 3000 m Kanalrohre mit einem Durchmesser von 150 bis 700 mm einschließlich der Hausanschlüsse müssen im Boden verlegt werden. Dabei wird Schmutz- und Regenwasser getrennt in verschiedenen Rohren entsorgt. Wasser- und Gasleitungen durchziehen mit einer Länge von je 1200 m das Gebiet. Strom, Straßenbeleuchtung, Telefon und Fernsehkabel bringen es insgesamt auf 25 km. In den Boden verlegt werden muss auch die Freileitung, die jetzt noch über das Gebiet verläuft.

Gewaltige Ausmaße hat das 700 cbm fassende Regenrückhaltebecken, das entlang der Talstraße für das Neubaugebiet "Erweiterung Ortszentrum – Rück I" entsteht

Eine eigene Großbaustelle ist das Regenrückhaltebecken entlang der Talstraße. Es hat ein Fassungsvermögen von 700 cbm und seine Sohle liegt, bedingt durch das von Westen nach Osten ansteigende Gelände, zwischen 4 und 7 m unter der Erde.

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