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21.03.2010 Frühjahrskonzert MV Busenbach

Mit der "leichten Kavallerie"
in "80 Tagen um die Welt"

Mit einem abwechslungsreichen Programm wartete das Blasorchester des Musikverein "Edelweiß" Busenbach unter seinem Dirigenten Dietmar Schulze beim Frühjahrskonzert im Waldbronner Kurhaus auf

Unter das Motto "90 Jahre Musikverein "Edelweiß" Busenbach und 20 Jahre Dietmar Schulze" stellte Vorsitzender Fritz Müller das diesjährige Frühjahrskonzert, zu dem Musiker und Dirigent ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm zusammengestellt hatten, das von den Zuhörern mit lebhaftem Beifall honoriert wurde. Durch das Konzert führte Joachim Hirth. Vorsitzender Fritz Müller konnte unter den Zuhörern im Kurhaus auch Bürgermeister Franz Masino, die beiden Ehrenbürger Martin Altenbach und Helmut Völkle sowie Pfarrerin Bettina Roller begrüßen.

Zwei ehemalige und ein aktiver Vorsitzender wurden beim Musikverein "Edelweiß" Busenbach geehrt: Fritz Müller (Mitte) wurde für 50 Jahre aktives Musizieren mit der Großen Goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände ausgezeichnet, Wolfgang Reiser (li.) und Herbert Hügel wurden zu Ehrenvorsitzenden ernannt

Im Rahmen des Konzerts wurde Vorsitzender Fritz Müller mit der Großen Goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände ausgezeichnet. Er ist seit 50 Jahren als Posaunist im Blasorchester aktiv, wie Jürgen Kunzmann, Vorsitzender des Blasmusikbezirks Albtal, bei der Übergabe der Ehrung betonte. Mit Herbert Hügel und Wolfgang Reiser ernannte der Verein zwei ehemalige Vorsitzende zu Ehrenvorsitzenden. Beide haben sich nach ihrer Vorstandszeit bis zum heutigen Tag im Ältestenrat des Vereins äußerst aktiv eingebracht.

Das erste Exemplar des Festbuchs
übergab Jasmin Singer an 
Bürgermeister Franz Masino

Im Konzert konnten Dirigent und Orchester die ganze Bandbreite ihres Könnens entfalten und zeigen, dass intensiv geprobt worden war. Rhythmisch geprägtes und dynamisch fein abgestuftes, temperamentvolles Musizieren bei einer hohen Transparenz der Stimmführung waren herausragende Merkmale. Im Rahmen des Konzerts hatten Aktive immer wieder Gelegenheit, solistisch hervorzutreten. Zu nennen sind hier Danny Mock mit mehreren Trompetensoli, Richard Reiser (Horn), Harald Reiser (Tenorhorn), Joachim Hirth (Oboe) und Agnes Pallmann (Flöte).
Im einleitenden, melodiösen Satz "Marsch" aus der "Second Suite in F" des Dänen Gustav Holst überzeugten bereits Orchester und Dirigent. Diesem Werk ließen die Busenbacher Musiker die ungarische Ouvertüre "Petöfi" von Josef Pécsi folgen, in einem Arrangement des aus Waldbronn stammenden Thorsten Reinau. Es schildert mit schönen, oft schwermütigen Melodien das Schicksal des Dichters Sandor Petöfi. Dirigent und Musiker kosteten dabei auch die Dramatik der Tondichtung voll aus. "In All Its Glory" des Amerikaners James Swearingen kontrastierten lebhafte Rhythmen mit romantischen Melodien.
In einer Bearbeitung von Will van der Beek folgte die Ouvertüre zur Operette "Leichte Kavallerie" von Franz von Suppé. Dietmar Schulze interpretierte diese Musik mit all ihrem mitreißenden Schwung und auch die notwendigen Temposteigerungen ging das Orchester ohne Probleme mit. Wiener Melodien, die meisten davon aus den Neujahrskonzerten bekannt, hatten Bob Gay und Marcel Peeters in moderner "Verpackung" zusammengestellt.

Das Saxofon-Quartett mit (v.li.) Hildegard Trautmann, Norbert Becker, Horst Lehmann und Dietmar Schulze spielte ein Medley unter dem Titel "When I Get Older"

Dass die Busenbacher Musiker auch "grooven" können bewiesen sie nach der Pause mit "The Groove Makers" von Peter Schaars. Variationen durch verschiedene Rhythmen und durch fast alle Register zu dem bekannten "Amazing Grace" hatte der Japaner Takahashi Hoshide geschaffen und Musikern auch Gelegenheit zu solistischen Aufgaben gegeben.
Für das Saxofon-Quartett des Musikvereins "Edelweiß" mit Hilde Trautmann, Norbert Becker, Horst Lehmann und Dietmar Schulze hatte Samuel Derchitz, dahinter verbirgt sich Dietmar Schulze selbst, unter dem Thema "When I Get Older" bekannte Melodien zusammengestellt, die schwungvoll interpretiert wurden. Danach ging es in einer Tondichtung des Österreichers Otto M. Schwarz "In 80 Tagen um die Welt". Landestypische Melodien bis hin zum Trompeten von Elefanten und dem Klang von Big-Ben kennzeichneten die einzelnen Stationen der Reise. Ebenfalls von Dietmar Schulze stammte das Medley "Von Melodie zu Melodie" in der Ohrwürmer wie "Moulin Rouge" Jambalaya" oder "Schöner unbekannter Mann" vertreten waren. Mit zwei Zugaben, darunter einem Medley aus Udo-Jürgens "Ich war noch niemals in New York" gesungen von Dietmar Schulze und dirigiert von Joachim Hirth, verabschiedeten sich die Musiker von ihrem Publikum.

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