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21.03.2010 60 Jahre Kolpingsfamilie Busenbach

"Ein gutes Miteinander löst Konflikte!"

In der Busenbacher Pfarrkirche St. Katharina hielt Diözesanpräses Wolf Dieter Geißler einen Festgottesdienst zum 60. Geburtstag der Kolpingsfamilie Busenbach


"Gemeinsam in die Zukunft" ist das Motto der Kolpingsfamilie Busenbach, unter dem jetzt auch der 60. Geburtstag gefeiert wurde. Nach einem Festgottesdienst mit den Fahnenabordnungen befreundeter Kolpingsfamilien aus der Region und der Busenbacher Vereine fand ein Festakt statt, bei dem auch Gründungsmitglieder geehrt wurden.

Auszug der Fahnenabordnungen
nach dem Festottesdienst

Beim Gottesdienst stellte Diözesanpräses Wolf Dieter Geißler den "Schreinergesellen Max" aus der Zeit Kolpings in Bezug zum Heute. Kolpingsfamilien seien mehr als ein Verein, der Name "Familie" sei von Adolph Kolping bewusst gewählt. Kirchlichen Organisationen komme in der Zeit der Seelsorgeeinheiten immer größere Bedeutung zu. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst durch den Kirchenchor unter der Leitung von Monika Kessler. Den Festakt gestaltete mit seinen geistlichen Liedern das Duo Günter Bauer und Bernhard Mai mit.
Nach der Begrüßung der zahlreichern Gäste im Pfarrheim durch 2. Vorsitzende Waltraud Ochs hielt Landtagsabgeordneter Werner Raab die Festansprache, der mit einem Wort Adolph Kolpings begann, das heute so aktuell sei wie vor 150 Jahren: "Ohne Selbsthilfe der Betroffenen geht es nicht, ohne Hilfe vom Glauben und ohne staatliche Hilfen kann soziale Not nicht gemeistert werden!" Kolping habe früh geahnt, was an gesellschaftlichen Umbrüchen auch auf die Kirche zukomme. Lebensbedingungen brauchten Orientierung, Bildung und Führung. Kolping sei nicht gestern, sondern kompromisslos heute, er habe aufgegeben, aus dem Glauben Kraft zu schöpfen. "Eine Profit fordernde, geizige Welt schlittert in die Katastrophe", so Raab. Genau diese Haltung habe die weltweite Finanzkrise ermöglicht, die sich inzwischen zur Staatenkrise ausgeweitet habe. Der Gier und dem Geiz müsse Zeit, Zuwendung und Großherzigkeit entgegengesetzt werden.  Adolph Kolping habe erkannt, dass sich Probleme in der Familie und in einem guten Miteinander lösen lassen. Raab wies aber auch darauf hin, dass es Probleme nicht nur in der Dritten Welt und in Katastrophengebieten gebe, sondern auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft.

Beim Festakt (v.li.) Bruder Jean Pierre Muller, Missionsprokurator der Saleesianer, MdL Werner Raab, Michaela Masino, Bürgermeister Franz Masino, Diözesanpräses Wolf Dieter Geißler, Bezirkspräses Michsel Schreiber und Präses Pfarrer Bernd Peisker

Bürgermeister Franz Masino erinnerte daran, dass Kolping seine Lebensaufgabe im Wirken für und mit jungen Menschen sah. Auch die Kolpingsfamilie Busenbach habe sich in den zurückliegenden 60 Jahren zur Aufgabe gemacht, Menschen zu helfen. Ihr christlicher Auftrag sei heute so aktuell wie zur Zeit Kolpings. Die Grüße des Diözesanvorstands überbrachte Harald Wagner. Bei der Busenbacher Kolpingsfamilie fehlten nicht die Taten und ihre Arbeit trage reichlich Früchte. "Wenn es Kolping nicht gebe, wäre die Welt ärmer, sagte Bruder Jean Paul Muller, der Missionsprokurator der Salesianer. Er erinnerte an die katholische Soziallehrte, in der der Wert des Menschen und der Wert der Arbeit betont werden. Durch die weltweiten Hilfen der Kolpingsfamilie werde der Name "Busenbach" positiv in die Welt hinausgetragen. Für das Kolping-Bildungswerk gratulierte Dieter Abendschein und wies auf das Bewerbertraining hin, das gemeinsam mit Neunt- und Zehntklässlern der Albert-Schweitzer-Schule in Waldbronn durchgeführt wurde. Die Grüße des Bezirks überbrachte Bezirkspräses Michael Schreiber. Die Kolpingsfamilie Busenbach mache Angebote, die geprägt seien von der Nähe zu den Menschen und dem Glauben an Gott. Für die Arbeitsgemeinschaft Busenbacher Vereine sprach Martin Vogel. Die Glückwünsche der Nachbarkolpingsfamilie aus Reichenbach überbrachte Michael Hanel, der die Gründung der Busenbacher Kolpingsfamilie in den politischen Kontext der Zeit von 60 Jahren stellte. Damals wie heute hätten sich die Kolpingsfamilien den gesellschaftlichen Herausforderungen gestellt. Präses Pfarrer Bernd Peisker dankte für alles, was die Kolpingsfamilie in den 60 Jahren Gutes getan habe und fragte: "Was wäre eine Pfarrgemeinde ohne solche lebendigen Gruppen?"

Geehrt wurden Gründungsmitglieder der Kolpingsfamilie Busenbach: (v.li.) Rudi Anderer, Diözesanpräses Wolf Dieter Geißler, Helmut Bitsch, Meinrad Fang, Alfons Lauinger, Bernhard Fang und 2. Vorsitzende Waltraud Ochs

Das Leben der Busenbacher Kolpingsfamilie beschrieb Vorsitzender Manfred Peter. "Wir wollen und dürfen nicht resignierend Verfallsprozesse beschreiben und darin den Eindruck erwecken, die Welt abgeschrieben zu haben. Wir wollen leidenschaftlich und überzeugungsstark Kolpingsfamilie sein, vom Grund unserer Hoffnung sprechen, wandlungsfähig sein und dies mit unserem Einsatz in einer Atmosphäre der Freude und Offenheit beweisen.“ Wichtig sei die Begegnung mit jungen Familien in der Pfarrgemeinde. Mit einem vielarmigen Leuchter verglich Vorsitzender Manfred Peter die Kolpingsfamilie. Die starken Arme seien die Thesen im Leitbild des Kolpingwerkes, die unser heutiges Handeln prägen und bestimmen, und insbesondere die Menschen, die sich mit ihren Ideen und ihrer Tatkraft einsetzen zur Verwirklichung dieser Ziele. Die leuchtenden Kerzen seien die nach außen sichtbaren Werke.

Mehrere Mitglieder der Kolpingsfamilie wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Geehrt wurden im Rahmen des Festakts auch langjährige Mitglieder. Die Ehrennadel für 25 Jahre erhielten Edith Gartner, Waltraud Ochs, Martin Anderer, Martin Bauer, Dirk Peter, Jörg Peter und Alfred Reiser. Die Urkunde für 60-jährige Mitgliedschaft erhielten die Gründungsmitglieder Rudi Anderer, Josef Becker, Helmut Bitsch, Bernhard Fang, Meinrad Fang, Alfons Lauinger und Hanns-Adolf Rau. Mit dem gemeinsam gesungenen Kolpingslied endete der offizielle Teil des Festakts.

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