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22.01.2010 Ulrike Vogel las bei LiteraDur

Alltag in badischen Mundarthäpple verpackt

Ulrike Vogel bei der Lesung in der Buchhandlung LiteraDur im Rathausmarkt

Eng ging es in der Buchhandlung LiteraDur im Rathausmarkt zu. Mehr als 50 Gäste waren zur Lesung der Busenbacher Autorin Ulrike Vogel gekommen, die vielen bekannt ist durch ihre Satiren in den BNN und 2007 mit dem Mundartpreis des Arbeitskreises Heimatpflege ausgezeichnet wurde. Sie stellte an diesem Abend ihr Ende 2009 im Karlsruher Info-Verlag erschienenes Buch "Mir spare beim Schwätze“ vor.
Pointiert und sehr unterhaltsam erzählt sie in ihren "badischen Mundarthäpple“ von Alltagsgeschehnissen, in denen sich der Leser oder Zuhörer immer wieder selbst entdeckt. Da geht es in der Geschichte "Soßewei und Alpenveilchen“ um den Kauf von Wein und Blumen als Mitbringsel zu einer Einladung, um den Plan zur Gewichtsreduzierung in "Morge fange o“ oder in "Handyshopping“ um den Mann, der beim Einkauf von seiner Frau per Handy durch den Supermarkt dirigiert wird. Dabei beobachtet Ulrike Vogel ihre Umwelt genau und nimmt ihre Mitmenschen (und sich selbst) immer wieder auf die Schippe, ohne dabei jedoch bloß zu stellen.
Bei der Lesung zeigte die Autorin außerdem, dass sie nicht nur schreiben, sondern auch vorlesen kann. Mit trockenem Humor und sehr unaufgeregt (obgleich sie von sich selbst das Gegenteil behauptete) brachte sie ihre Geschichten vor.
Ergänzt wurde die Lesung durch Petra Sieb-Puchelt und Sven Puchelt, die mit diatonischem Akkordeon, Gitarre und Hackbrett zwischen den Texten Folkmusik aus Europa spielten. Dadurch hatten die Gäste Gelegenheit die Lachmuskeln zu entspannen und zur Abwechslung die Beinmuskulatur beim Mitwippen zu beschäftigen.
Nach zwei Stunden (inklusive zweier Zugaben) ging ein überaus unterhaltsamer und kurzweiliger Abend zu Ende und alle hoffen auf viele weitere Geschichten von Ulrike Vogel. Die Eintrittseinnahmen der Veranstaltung gingen übrigens kurzentschlossen an die Haiti-Erdbebenhilfe des "Bündnis Entwicklung Hilft“.

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