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10.01.2010 Neujahrsempfang 2010

Zu den Bildern des Rückblicks

Rückblick auf ein schönes Jahr

Beim Neujahrsempfang der Gemeinde schnitt Bürgermeister Franz Masino eine von den Waldbronner Selbständigen gestiftete Neujahrsbrezel an, hier assistiert von Dobels Bürgermeister Wolfgang Krieg und Michael Hild, dem Vorsitzenden des Jugendgemeinderats

Bürgermeister Franz Masino konnte zum Neujahrsempfang der Gemeinde zahlreiche Gäste begrüßen, die der Einladung ins Kurhaus gefolgt waren. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch das Orchester von AccoMusica. Die große Neujahrsbrezel hatten die Waldbronner Selbständigen gestiftet, deren Vorsitzender Franz Csernalabics Grußworte sprach.

Das Akkordeonensemble von AccoMusica umrahmte den Neujahrsempfang der Gemeinde im Kurhaus Waldbronn

Unter den Gästen konnte der Bürgermeister namentlich begrüßen: die Ehrenbürger, unseren Altbürgermeister Martin Altenbach und Helmut Völkle, die Nachbarbürgermeister Rudi Knodel aus Karlsbad, Norbert Mai aus Bad Herrenalb, Wolfgang Krieg aus Dobel und Willi Rutschmann aus Straubenhardt. Wegen Krankheit musste der dienstälteste Bürgermeister des Landkreises, Wolfgang Oechsle aus Remchingen sein Kommen absagen.
Ein Willkommen ging an die Gemeinderäte, Altgemeinderäte und an die außerparlamentarischen Mitglieder des Umweltbeirates sowie an den Jugendgemeinderat mit seinem Vorsitzenden Michael Hild. Für die Kirchen begrüßte der Bürgermeister Pfarrerin Bettina Roller und Pfarrer Franz Bastian.
Grüße gingen an die Freiwillige Feuerwehr, die Vertreter der Rettungsorganisationen, der Polizei und der örtlichen Vereine und an die Jagdpächter unserer Gemarkung, die zum ersten Mal Gast des Neujahrsempfangs einen nicht zu unterschätzenden Dienst für Wald und Flur erbringen. Von den Schulen waren die Rektoren Peter Hepperle und Rolf Nold gekommen.
Der Bürgermeister hieß weiter die Vertreter der Wirtschaft, die Vorstandschaft der Waldbronner Selbständigen, Kurt Rössler von der Sparkasse und Wolfram Trinks von der Volksbank. In diese Grußworte bezog der Bürgermeister alle bisher namentlich nicht genannten Gäste mit ein.
Der Bürgermeister führte bei seiner Neujahrsansprache aus:

Waldbronns Bürgermeister
Franz Masino bei seiner
Ansprache im Kurhaus

"Meine sehr geehrten Damen und Herren, verehrte Gäste unseres Neujahrsempfangs aus nah und fern, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Jugendliche!
Alles Gute, Glück und Gesundheit für das neue Jahr. Das wünsche ich Ihnen allen und ich darf Sie, auch im Namen des Gemeinderates, hier im Kurhaus Waldbronn recht herzlich begrüßen.
Wirtschaftskrise, Superwahljahr, Abwrackprämie, Schweinegrippe, Amoklauf in Winnenden, der KSC steigt ab, Edmund Becker wird als Trainer entlassen, Kollege Paul Metzger wird Präsident des KSC. Dass auch Staaten in Europa insolvent gehen können, ist eine neue Erkenntnis. Ministerpräsident Oettinger gibt seinen Abschied bekannt, geht nach Brüssel.
Das waren wohl Einige der wichtigsten Schlagzeilen des vergangenen Jahres. Aber neben all der großen Welt-, Bundes- und Landespolitik sowie den Großereignissen in Wirtschaft und der sogenannten High-Society, gab es bei uns in Waldbronn das ganz normale schöne Leben.
Es gab Höhen und Tiefen, neue Gesichter und viele schöne Begegnungen. Für meine Familie und mich war es ein aufregendes und erfolgreiches Jahr. Wie sagt Schopenhauer: "Der Wechsel allein ist das Beständige.“ Neben all den Wahlen, die das politische Waldbronn im vergangenen Jahr stark beherrschten, gab es auch das Waldbronn mit seinen vielen schönen Gesichtern."
Der Bürgermeister nahm seine Gäste danach mit auf eine Erinnerungsreise durch das Jahr 2009, die mit vielen Bildern die Geschehnisse des Jahres nochmals lebendig werden ließ. Diese Bilder auch hier auf der Waldbronn-Seite zu sehen. Der Bürgermeister fuhr dann fort:
"Ja, liebe Gäste, wie Sie sahen – und Sie sahen nur einen Ausschnitt – in Waldbronn war auch 2009, wie in all den Jahren, ganz schön was los.
Doch lassen Sie uns einen Blick auf das neue Jahr richten. Was wird es wohl bringen? Was können wir bewegen?
Im Moment hat uns der Winter, namentlich Tief "Daisy“, fest in seiner kalten Hand.
Wird die Konjunktur anspringen? Gibt es ein Wirtschaftswachstum? Wenn ich diese Frage an Sie stelle, werde ich wohl meist ein Achselzucken ernten. Eine Prognose zur wirtschaftlichen Entwicklung kommt derzeit wohl eher einem Kaffeesatzlesen gleich.
Auch wenn viele schon wieder das berühmte Licht am Ende des Tunnels sehen, ist Eines gewiss: "Schmalhans bleibt Küchenmeister“ und das wohl nicht nur für dieses Jahr!
Wir können trotzdem zuversichtlich nach vorne blicken. Auch 2010 wird sich Waldbronn weiterentwickeln. Größte Baumaßnahme für die Gemeinde sind die gerade begonnenen Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet "Im Rück“. Nach der Unterzeichnung des Rahmenvertrags für das Seniorenprojekt und dem Spatenstich haben wir damit begonnen, die 25 gemeindeeigenen Bauplätze zu bewerben. Heute, nur einige Wochen später, können wir Vollzug melden. Alle Bauplätze sind weg. Zeigt diese Tatsache doch einmal mehr, welch attraktiver Wohnort Waldbronn ist.
Weitere, große Investitionen wird es nicht geben. Wir müssen uns auf das Machbare, sprich Bezahlbare beschränken. Wenn selbst die Kernaufgaben einer Kommune mit unseren Steuereinnahmen nicht mehr auszugleichen sind, dann stimmt etwas nicht in unserem Land. Wir, die Kommunen, können weitere Mindereinnahmen definitiv nicht verkraften. Ich lehne allgemeine Steuerentlastungen nicht ab. Ich wüsste aber nicht, wie unsere äußerst angespannte Finanzlage eine weitere Schwächung der Einnahmebasis verkraften soll. Wir brauchen ein dauerhaft wirkendes Konzept, das es uns erlaubt, die gesetzlichen Aufgaben einer Kommune zu schultern. Das ist Aufgabe der Bundes- und Landespolitik. Derzeit besteht ein krasses Missverhältnis zwischen kommunalen Aufgaben und Ausgaben auf der einen Seite und den Einnahmen auf der anderen Seite.
Wir, Bürgermeister mit Verwaltung und der Gemeinderat, stellen sich der Krise. Gemeinsam werden wir das uns Mögliche erarbeiten und notwendige, wohl auch unpopuläre, Schritte einleiten. Aber das immer mit Maß und Ziel. Wir werden weiter daran arbeiten, Waldbronn wie gewohnt attraktiv zu erhalten. Dies ist aber, wie in all den Jahren, nicht nur die Aufgabe von Verwaltung und Rat. Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Es klappt auch in fast allen Bereichen ganz hervorragend, wie der Rückblick auf das Jahr 2009 gezeigt hat. Aber nichts ist so gut, als dass man es nicht noch verbessern könnte.
Erinnern Sie sich an das Bild vom Hatzenwiesensteg? Das ist nur eines von mehreren möglichen Beispielen bürgerschaftlichen Engagements im Bereich Grün- und Spielplatzpatenschaften. Diese Grünpatenschaften würden wir gerne steigern. Sie sollen nicht gleich den Kurpark mähen. Nein, es geht um kleinere Grünanlagen vor ihrer Haustür, einzelne Sträucher, Baumscheiben oder Spielplätze. Wir werden in den kommenden Amtsblättern mehrere Aufrufe starten. Gerade in einer Zeit der knappen Kassen wird die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger immer wichtiger. Ich weiß, dass wir uns da auf unsere Bürgerinnen und Bürger verlassen können.
Unsere Vereine werden uns wieder eine tolle Faschingszeit bereiten. Vereinsfeste und Jubiläen über das ganze Jahr, zu denen ich Sie schon heute alle herzlich einlade, werden den Kulturkalender Waldbronns wie immer bereichern. Die Damen und Herren von Rettungsdiensten und sozialen Einrichtungen werden wie gewohnt für unsere Sicherheit und Wohlergehen sorgen. Das Freizeitangebot, hauptsächlich getragen durch Ehrenamtliche in ca. 80 Vereinen, ist vielfältig wie fast nirgendwo. Nutzen Sie es. Im September werden wir wieder eine tolle Waldbronner Woche mit dem Kurparkfest erleben. Die Waldbronner Woche möchte ich vorrangig durch unsere Wirtschaft getragen sehen. Aktivitäten und Auftritte während des Kurparkfestes sollen von Waldbronnern geleistet werden. Das Potenzial dazu haben wir allemal in unserer Kommune. Es wird wie immer viele schöne Begegnungen bei uns geben. Der Veranstaltungskalender ist schon längst reich gefüllt. Dafür bedanke ich mich im Namen der Gemeinde schon jetzt bei allen Verantwortlichen und ihren Helfern.
Auch 2010 wird ein ereignisreiches Waldbronner Jahr.
Meine lieben Waldbronner Bürgerinnen und Bürger, sehr verehrte Gäste, es ist nun an der Zeit, ein herzliches Dankeschön zu sagen. Für die musikalische Umrahmung bedanke ich mich bei den Damen und Herren der AccoMusica mit ihrem Dirigenten, Herrn Uwe Müller. Die Vorbereitung dieses Neujahrsempfangs lag in Händen meiner Sekretärin Gertrud Rehfeld. Dafür, aber auch für ihre Arbeit in den ersten 8 Monaten meiner Amtszeit, einen ganz herzlichen Dank.
Danke an unseren Gärtnermeister Herbert Ochs für den Blumenschmuck, an den neuen Hausmeister, H. Gorenfloh, sowie an alle fleißigen Hände vor und hinter den Kulissen. Eine Veranstaltung der Gemeinde ohne die Hilfe von Willibald Masino - eigentlich undenkbar. Lieber Willibald, herzlichen Dank für Deine Mühe. Ich bedanke mich bei Ihnen, liebe Gäste, dass sie trotz der widrigen Straßenverhältnisse den Weg hierher gefunden haben.
Als Losung für das neue Jahr möchte ich einen wunderbaren Spruch verwenden, der wohl wie kein zweiter das bürgerschaftliche Engagement beschreibt: Es geht auch ohne mich, aber mit mir geht es besser!
In diesem Sinne, packen wir es gemeinsam an, alles Gute für 2010.

Franz Csernalabics (re.), der Vorsitzende der Waldbronner Selbständigen, beim Anschneiden der Neujahrsbrezel gemeinsam mit Bürgermeister Franz Masino

Die Wirtschaftskrise stellte Franz Csernalabics in den Mittelpunkt seines Grußworts. Unternehmen litten seit Jahren unter sinkenden Umsätzen. Die Waldbronner Selbständigen wollten das "Wir-Gefühls" stärken und deutlich machen, dass Waldbronn über ein hervorragendes Dienstleistungsangebot verfüge, das dann aber auch von allen genutzt werden solle. Csernalabics kündigte für dieses Jahr einen gemeinsamen offerta-Auftritt gemeinsam mit Karlsbad an. Erfreulich sei auch, dass mit Thomas Kunz und Ralf Störzbach gleich zwei WS-Mitglieder den Sprung in den Gemeinderat geschafft haben.
Nachdem Franz Csernalabics und Bürgermeister Franz Masino gemeinsam die Neujahrsbrezel angeschnitten und verteilt hatten, nahm der Neujahrsempfang seinen auch von der Vorjahren her bekannten Verlauf. Danach waren vor allem Gespräche und Begegnungen bei Sekt, Säften und Gebäck der Bäckerei Richard Nußbaumer angesagt. Erinnerungen wurden ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft, aber auch Termine abgesprochen oder Vorhaben für 2010 geplant.

Gespräche beim Neujahrsempfang

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