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 03 Forstwirtschaftsplan

Forstwirtschaftsplan verabschiedet

Zufrieden waren die Gemeinderäte mit dem von Forstamtsleiter Thomas Rupp und Revierförster Josef Mayer vorgestellten Forstwirtschaftsplan für das kommende Jahr, der auch einstimmig angenommen wurde. Es wird ein Einschlag von 2.000 Festmetern vorgeschlagen. Dabei sollen 14 Hektar jüngere Bestände mit rund 900 Festmetern durchforstet werden; 1.100 Festmeter werden bei Verjüngungshieben anfallen. Darüber hinaus sind zur Ergänzung der Kulturen die Pflanzung von rund 1.000 Bäumen und eine Jungbestandspflege auf 7 Hektar geplant. 2010, so Rupp,  werde aufgrund des noch unsicheren Holzmarktes ein Defizit in Höhe von 6.300 € erwartet.
Im Rückblick auf das Jahr 2009 führten die Forstleute aus, dass bis zum Jahresende entsprechend den Planvorgaben rund 1600 Festmeter eingeschlagen und verkauft sind. Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht wurden die Waldränder an der Straße Etzenrot – Neurod und am Ortseingang Busenbach (Ettlinger Straße / Kapellenweg) gepflegt. Leider wurden die Arbeiten erheblich durch illegale Grünabfall- und Holzlagerung behindert., Rupp sprach dabei von "wilder und illegaler Entsorgung von Grüngutabfällen" sowie "illegaler Holzlagerung". Das brachte einige Gemeinderäte gewaltig in Harnisch, von "Schmarotzertum auf Kosten der Allgemeinheit" sprach Prof. Dr. Kristian Kroschel (FW). Gegen diese Auswüchse müsse die Gemeinde konsequent vorgehen, lautete die Forderung aus dem Gemeinderat.
Zur Ergänzung der Naturverjüngungen wurden 1.450 junge Waldbäume gepflanzt und auf 2,5 ha Brom- und Himbeeren sowie Gras und Ginster zurückgeschnitten. Dank der für den Wald günstigen Witterung sind die Sturmflächenverjüngungen auch 2009 sehr gut gewachsen, sodass 15 Hektar  dieser Jungbestände gepflegt und 200 Kirschen auf Reichhöhe geastet werden konnten.
Im Mai verursachten - wie beim  Waldbegang schon vorgestellt -  Starkniederschläge erhebliche Wegschäden, die zwischenzeitlich alle beseitigt wurden. Im Bereich Odenbrunnen wurde das Herkulesstaudenvorkommen gerodet, um die Ausbreitung dieser gefährlichen Pflanze einzudämmen. Im Frühjahr 2009 wurde mit dem forstlichen Gutachten zum Abschussplan die Verbissbelastung im Gemeindewald überprüft. Die Wildschäden im Wald sind vertretbar, doch sollte in einem Jagdbogen durch intensiveren Abschuss der Verbiss der Mischbaumarten verringert werden.
Dank der Fördermittel des Landes und des engagierten Holzverkaufes konnten geringfügige Mehrerlöse erzielt werden. Da aber insbesondere der Wegbau und die Beseitigung der Wasserschäden erhebliche Mehrausgaben erforderten, wird sich das Defizit aus 2009 im Gemeindewald leider auf rund 14 500€ erhöhen.
2.000 Festmeter Einschlag seien zu viel, kritisierte Gerhard Knobloch (Bündnis90/Die Grünen). Ihm hielt der Forstamtsleiter entgegen, dass nicht über den Zuwachs eingeschlagen werde. Außerdem seien Einschläge auch durch notwendige Pflegemaßnahmen bedingt. Nach weiteren Einsparmöglichkeiten fragte Richard Linder (CDU), für die jedoch Revierförster Josef Mayer keinen Spielraum mehr sah. Der Waldbronner Wald sei auch weniger ein Wirtschafts- als ein Erholungswald, ergänzte Jens Puchelt (SPD).

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