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27.11.2009 Notinseln für Kinder

"Notinsel" als Fluchtpunkt für Kinder

Vorstandssprecher Wolfram Trinks, Jerome Braun von Hänsel+Gretel und Oliver Kraft von der Volksbank Ettlingen brachten gemeinsam den ersten Notinsel-Aufkleber an der Geschäftsstelle Waldbronn der Volksbank Ettlingen an

Die Stiftung "Hänsel+ Gretel" hat im Jahr 2002 das Projekt "Notinsel" ins Leben gerufen. Damit sollen Kindern Fluchtpunkte aufgezeigt werden, in denen sie bei Notsituationen Hilfe und Ansprechpartner finden. Einzelhandelsgeschäfte, Banken und Apotheken sollen als Notinseln vernetzt werden. Gekennzeichnet sind die beteiligten Geschäfte durch das Notinsel-Zeichen an der Eingangstüre.
Für ihr Geschäftsgebiet in Ettlingen, Waldbronn, Karlsbad, Marxzell, Bad Herrenalb und Malsch hat jetzt die Volksbank Ettlingen die Projektpatenschaft übernommen. Wie Vorstandssprecher Wolfram Trinks bei der Vorstellung sagte, übernimmt die Volksbank die Aufgabe, neue Notinseln zu gewinnen sowie in Kindergärten und Schulen über dieses Projekt zu informieren.
Kinder in Angst brauchen Schutz, so Trinks. Alle Geschäfte mit dem Notinsel-Zeichen bieten Kindern Zuflucht. Die beteiligten Geschäfte setzen darüber hinaus auch ein deutliches Zeichen für den Kinderschutz. Die Anlaufstellen haben eine wichtige Präventivfunktion und sind deshalb im Geschäftsgebiet der Volksbank flächendeckend geplant.
Die Gefahren für Kinder und Jugendliche sind vielfältig, erläuterte Jerome Braun, Geschäftsführer der Stiftung "Hänsel+Gretel". Dabei handelt es sich nicht immer um Straftaten wie Gewalt oder Pädophilie, viel häufiger dreht es sich um "kleine Wehwehchen" wie ein blutendes Knie, verlaufen oder Geldbeutel verloren. Hier sollen die Notinseln auch ganz praktisch helfen. Die Geschäfte sollen aber keinesfalls psychologische Beratung leisten, sondern eine Hilfskette in Gang setzen, damit im Notfall schnell und kompetent geholfen wird.
Solche Notinseln gibt es inzwischen in fast allen Bundesländern, mit steigender Tendenz. Allerdings sind Bedingungen daran geknüpft, "Notinsel" zu werden. Das Geschäft muss über Publikumsverkehr verfügen, ebenerdig liegen und für Kinder gut erreichbar sein. Im Laden soll das hilfesuchende Kind gleich einen Ansprechpartner antreffen, deshalb sollen die Läden auch immer mit mindestens zwei Mitarbeitern besetzt sein. Außerdem muss sich das Geschäft verpflichten, dass das Jugendamt oder der lokale Projektträger jederzeit das Geschäft auch unangemeldet aufsuchen können.
In den nächsten Wochen werden nun Mitarbeiter der Volksbank Ettlingen Einzelhändler aufsuchen und ihnen das Projekt vorstellen. Zentraler Ansprechpartner ist Oliver Kraft, der Leiter der Volksbank-Geschäftsstelle Ettlingen-Stadt. Anlaufstellen sind aber jetzt bereits die Geschäftsstellen der Volksbank Ettlingen, deren Mitarbeiter aktiv eingebunden sind. Die jeweiligen Geschäftsstellenleiter sind auch die ersten Ansprechpartner für Geschäftskunden in ihrem Bereich.

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