Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.425.408

Volltextsuche



 

22.11.2009 AccoMusica gefiel mit Silhouetten

Musik aus verschiedenen Stilepochen

Den Schlusspunkt beim Konzert von AccoMusica setzten alle drei Orchestergruppen mit "A new Beginning" von Hans-Günther Kölz

"Silhouetten" war das Konzert von AccoMusica überschrieben, das jetzt im Kurhaus Waldbronn stattfand. Thomas Lehmann begrüßte zu Beginn unter den Zuhörern auch Landtagsabgeordneten Werner Raab und Bürgermeister Franz Masino. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Uwe Müller.
Zu hören war ein abwechslungsreiches und interessantes Konzert mit Musik aus verschiedenen Stilepochen. Den Anfang machte die Ouvertüre zu der Oper "Der Kalif von Bagdad" des Franzosen Francois Adrian Boieldieu, die das Orchester von AccoMusica in ihrer ganzen Schönheit und Melodienvielfalt erklingen ließ.
Mit "Silhouetten", einer in den 90er Jahren entstandenen Komposition von Elisabeth Strieder-Szech, stellten die Reichenbach Akkordeonisten ein interessantes Stück vor. im ersten Satz "Tempo di marcia" tauchen die Themen wie schemenhaft wie ein Schattenbild auf, verschwinden wieder und werden durch andere Themen abgelöst. Das kurze, heiter gehaltene "Allegretto" leitet über zu einem eher Schwermütigen, getragenen Adagio, das am Ende leise verdämmert. In "Markant", dem letzten Satz, lösten sich Passagen des gesamten Orchesters mit eher solistisch geprägten Teilen ab. Lebhafter Beifall der Zuhörer dankte für die reife Interpretation. Den Schlusspunkt setzte das Orchester mit einem Tango von Astor Piazolla, der schon seit vielen Jahren bei keinem Konzert von AccoMusica fehlt. Diesmal hatten Dirigent und Musiker den "Novitango" ausgesucht. Mit der Rumba "Aquarelli Cubani" von Luciano Fancelli als Zugabe bedankten sich die Musikerinnen und Musiker für den Beifall.
Danach war dann das Jugendorchester von AccoMusica an der Reihe, das ebenfalls unter der Leitung von Uwe Müller steht, der die 16 jungen Akkordeonisten als "das beste Jugendorchester, das wir jemals hatten" ankündigte. Ihre Leistungen bestätigten danach diese Vorschusslorbeeren. Sie begannen mit dem Satz "Das tapfere Schneiderlein" aus der Märchen Sinfonietta von Rudolf Würthner. Das Stück ist nicht ganz einfach zu spielen, verlangt es doch, nach den Vorgaben des Komponisten, dass das Schneiderlein "mutig und lustig durch die Welt hüpfend" gespielt wird. Mit drei Sätzen aus "Tänzerische Musik für Akkordeonorchester" von Werner Richter gab das Jugendorchester einen Vorgeschmack auf 2010, wo sie mit diesem Stück beim Akkordeon-Festival in Innsbruck erfolgreich sein wollen. Auch hier verlangte die moderne Tonsprache Richters höchste Konzentration von Orchester und Dirigent. Mit dem James-Last-Hit "Happy Heart" beendete das Jugendorchester seinen offiziellen Teil. Die Zuhörer erklatschten sich mit lang anhaltendem Applaus eine Zugabe, die mit dem "Morango Reggae" von Tesse Telmann rhythmisch mitreißend ausfiel.
Den Schlusspunkt setzten die Orchester von AccoMusica und Akkordeon-Orchester Malsch gemeinsam. Sie begannen mit den sehr schön und stimmig gespielten Sätzen "Anitras Tanz", "Ases Tod" und "In der Halle des Bergkönigs" aus Edward Griegs Peer-Gynt-Suite Nr. 1. Die "Sinfonia alla barocco" des holländischen Komponisten Ted Huggens mit den Sätzen "Overture", Air" und "Finale" zeigte die Musiker erneut auf der Höhe ihres Könnens. Mit dem Tango "Years of Solitude" von Astor Piazolla beendeten die Musiker diesen Teil ihres Konzerts.
Zum Schluss versammelten sich Jugendorchester und die Orchester von AccoMusica und aus Malsch unter der Leitung von Uwe Müller zum gemeinsamen Spiel auf der Bühne. "A new Beginning" von Hans-Günther Kölz setzte den gelungenen Schluss unter ein insgesamt musikalisch hochstehendes und abwechslungsreiches Konzert. Als Zugabe erklang, jetzt aber von allen drei Orchestern gespielt, nochmals "Happy Heart" von James Last.

[<< Übersicht]