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11.10.2009 1. Waldbronner Energiespartage

Energiespartage waren gut besucht

In das Goldene Buch der Gemeinde trug sich im Beisein von Bürgermeister Franz Masino Dr. Franz Alt ein, der bei den Energiespartagen ein viel beachtetes Referat hielt

Um die Einsparung von Energiekosten ging es bei den Energiespartagen Waldbronn, die in dieser Form das erste Mal stattfanden. Unter dem Motto "Klimaschutz mit Eigennutz" hatten die Waldbronner Selbständigen eine informative Ausstellung zusammengestellt, an der sich insgesamt 17 Aussteller aus Waldbronn beteiligten, dazu kamen mit Volksbank und Sparkasse noch zwei regionale Geldinstitute, denn Energiesparmaßnahmen kosten zunächst einmal Geld. Mit vor Ort war mit Jürgen Gießler auch ein Finanzierungsexperte der KfW-Bank. Mit Bildern informierte Prof. Ingo Gabriel über energetische Modernisierungen, die auch zu einer Steigerung der Lebensqualität beitragen können.

Schirmherr der Veranstaltung war Landtagsabgeordneter Werner Raab, der aber wegen Krankheit von Werner Bistritz vertreten wurde. Bei der verheerenden Klimasituation, so Bistritz in Vertretung von Werner Raab, bestehe nur eine Chance, wenn in den Umweltschutz investiert werde, um langfristig den Energieverbauch zu senken. Auch Bürgermeister Franz Masino nannte es als ein Hauptanliegen, den Energiebrauch zu senken. Dazu könnten diese Energiespartage beitragen.

Neben der Ausstellung wurde auch in Vorträgen das Ziel "Umweltschutz durch Energieeinsparung" verdeutlicht. Dazu konnte Franz Alt gewonnen werden, der in einem gut besuchten Vortrag über das Thema "Die Sonne schickt uns keine Rechnung" informierte. Alt, der zwanzig Jahre lang das Magazin "Report“ moderierte, setzt sich seit vielen Jahren als Journalist und Publizist für die Nutzung erneuerbarer Energien ein und lebt diese Möglichkeit auch selbst vor. Seinem Publikum im Kurhaus Waldbronn verdeutlichte er den katastrophalen Zustand unseres Planeten. Aber bei aller Energieverschwendung, die wir uns leisten, sei es noch nicht zu spät. Ein sorgsamerer Umgang mit den letzten Reserven sei aber unbedingt nötig. Die weltweiten Ölvorräte werden in 30 Jahren und das Uran in 45-50 Jahren aufgebraucht sein. "Wir müssen die Energie anders organisieren, die Sonne kommt vom Chef persönlich und er schickt uns keine Rechnung. Nutzen wir sie!“ appellierte er an sein Publikum. Energie von der Sonne sei unerschöpflich. Der Klimawandel sei aufzuhalten, wenn wir jetzt beginnen unser Verhalten zu ändern. Wir hätten in den letzten 50 Jahren so viel Energiereserven verbraucht, das bald nichts mehr da sein wird. "Unsere Enkelkinder werden uns dafür hassen!", machte Alt die Verantwortung der jetzigen Generation drastisch deutlich. "Wir haben hervorragende Möglichkeiten die Sonnenenergie zu nutzen, wir tun es nur zu zögerlich", war das Resümee aus dem eindrucksvollen Vortrag.

In einem weiteren Vortrag kam Wolfgang Setzler, der Geschäftsführer des Dachverbands Wärmedämm-Verbundsysteme, zu dem Schluss, dass sich Investitionen in die energetische Sanierung lohnen. Heizsysteme stellte Dr. Martin Sawillion von der KEA auf den vergleichenden Prüfstand.
Konkret wurde es dann bei der Ausstellung. Dort mussten sich die Aussteller Fragen nach der Einsparung von Heizkosten ebenso stellen, wie der Frage vieler Besucher, welche Dämmung für welches Haus empfehlenswert ist. Auch Fotovoltaik und Solarthermie wurden immer wieder nachgefragt. Hier deckten die Aussteller ein breites Spektrum von Energiesparmöglichkeiten ab. Die Gespräche drehten sich dabei um Dämmung, Heizsysteme, Fensterbau und erneuerbare Energien. Vor allem Wärmepumpen, Erdwärme oder Pelletsöfen standen oft im Mittelpunkt der Gespräche. "Man muss etwas tun, aber es muss auch finanzierbar sein!", war eine oft gehörte Meinung.

Zufrieden mit der Publikumsresonanz waren durchweg auch die Aussteller. Ein positives Fazit zog Franz Csernalabics, der Organisator der Ausstellung: "Die Besucher zeigten durchweg großes Interesse und ich denke, es haben sich viele neue Kontakte angebahnt! Wir konnten aber auch zeigen, wie vielfältig und leistungsfähig gerade auf dem Gebiet der Energieeinsparung die Waldbronner Handwerksbetriebe sind." Nun hoffen die Aussteller, dass sich aus den Energiespartagen auch Aufträge entwickeln. In dieser Hinsicht waren die meisten Aussteller zuversichtlich.
Gerade hier kamen dann die Fördergelder ins Spiel. Und natürlich interessierte brennend, ob und welche Fördergelder es hier gibt. Auch darüber wurde bei diesen Energiespartagen ausführlich informiert. Vielen schwirrte ob der zahlreichen Fördermöglichkeiten fast der Kopf. "Bei dieser Vielzahl von Förderungen muss man erst einmal durchblicken!", stöhnte ein Besucher. Hier den Durchblick zu gewinnen, dazu waren bei den Waldbronner Energiespartagen auch die richtigen Fachleute vor Ort.

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