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11.01.2008 Neujahrsempfang 2008

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Ideen verändern die Welt

Zahlreiche Gästre waren zum Neujahrsempfang ins Kurhaus gekommen und bewunderten auch die Neujahrsbrezel

Zu einem kurzweiligen Neujahrsempfang hatte in diesem Jahr die Gemeinde Waldbronn eingeladen. Bürgermeister Harald Ehrler begrüßte die Gäste gemeinsam mit seiner Frau am Eingang zum Saal, wo die Gruppe "Sighed4", sie hat ihren Probenraum im Jugendtreff Waldbronn, die musikalische Begrüßung folgen ließ. Prächtig geschmückt war der Saal und von der Decke herab hing eine Metallplastik mit dem neuen Jahreslogo "Familien in Waldbronn – JA".

Simon Pierro lässt seine Assistentin schweben

Eröffnet wurde der Empfang durch Simon Pierro, der mit vielen neuen Tricks verblüffte und sich auch Waldbronns Bürgermeister als Assistenten verpflichtet hatte. Den musikalischen Part während des Neujahrsempfangs hatte in diesem Jahr das erste Orchester von AccoMusica übernommen, die mit drei Stücken den Abend musikalisch rundeten.

Das erste Orchester von AccoMusica umrahmte den Neujahrsempfang musikalisch

Lesen Sie im Folgenden die Ansprache des Bürgermeisters im Wortlaut, versehen auch mit den beim Empfang dazu gezeigten Bildern.

„Erfolg ist, Träume zu verwirklichen.“
‚Ideen verändern die Welt, wenn sie umgesetzt werden.“
„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“
Zum neuen Jahr begleiten uns immer wieder besondere Gedanken und wir haben gute Vorsätze. Hierzu sagte der französische Philosoph Blaise Pasqual: „Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden.“
Meine sehr geehrten Damen und Herren, verehrte Gäste des heutigen Neujahrsempfangs, liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, liebe Jugend,
alles Gute für das neue Jahr, Glück und Gesundheit. Seien Sie alle  herzlich Willkommen zum Neujahrsempfang der Gemeinde Waldbronn 2008.
Musikalisch begrüßt wurden Sie am Eingang von der Gruppe „Sighed 4“, eine Band mit jungen Musikern, die ihren Proberaum im Jugendtreff Waldbronn hat und vom Jugendtreff auch gefördert wird. Da der Jugendtreff in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag feiert, wollten wir Ihnen diese Nachwuchsband nicht vorenthalten. Auftritte im vergangenen Jahr gab es einige, so beim 12-Stunden-Schwimmen der DLRG oder beim Sommerfest der Typisierungsaktion für Leukämiekranke. Die 4 Künstler sind: Mischa Lorch am Schlagzeug, Tobias Becker am Bass, Daniel Wurst, Gitarre und Katharina Baldinus, Gesang.
Um diesen Empfang durchführen zu können, bedarf es vieler helfender Hände. Ein herzliches Dankeschön geht an meine Sekretärin Frau Rehfeld für alle Vorbereitungen und an das Helferteam heute Abend, an Willibald Masino, an Gärtnermeister Herbert Ochs für den schönen Blumenschmuck, an Hausmeister Hubert Becker und an Kunstschmied Ludwig Kunz für die Gestaltung der Kugel mit dem neuen Familienlogo in der Mitte des Saals.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Gäste,
im vergangenen Jahr haben sich viele in unserer Gemeinde für andere eingesetzt und Ihnen gilt traditionell auch die Einladung zum Neujahrsempfang. Der Einsatz im Ehrenamt in einer Gemeinde ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn  sich laut einer Umfrage des Allensbach-Instituts zum Jahreswechsel jeder 3. Deutsche ehrenamtlich engagiert. Die Motive sind: der Wunsch nach gesellschaftlicher Mitgestaltung, das Bedürfnis nach sozialen Kontakten, der Spaß am Mitmachen und die Begegnung mit sympathischen Menschen. Das alles können Sie im Internet bei
www.wikipedia.de  nachlesen. Wenn wir diese theoretischen Ansätze auf uns in Waldbronn übertragen, so können wir sagen, „Ja es stimmt.“ Genau diese Gründe sind es, weshalb sich Menschen für andere, auch in unserer Gemeinde, im Ehrenamt einsetzen.
Ein positives Beispiel in Waldbronn sind ganz sicher die Sternsinger, organisiert von den katholischen Pfarreien. Die Sternsingeraktion gab es zum 50. Mal in Deutschland, unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihr Wirken gewürdigt und gesagt: „Es ist schön, dass es in der heutigen Zeit noch Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche gibt, die etwas für andere tun und soziale Projekte in der Welt fördern und unterstützen.“ Genau das finde ich auch, daher danke ich den Pfarreien in Busenbach, Etzenrot und Reichenbach für das schon viele, viele Jahre stattfindende Drei-Königs-Singen an den Haustüren oder in den Häusern. Begrüßen Sie bitte mit einem kräftigen Applaus die Abordnungen der Sternsingeraktion 2007/2008!
Im Jahr 2007 haben sich vor allem die Projektgruppen aus unserem Leitbild „Waldbronn 2020 – wir gehen gemeinsam voran“ engagiert. Besonders die Kontaktbörse, das Servicenetzwerk „Leben im Alter zuhause“, die Aktion „Grünes Klassenzimmer“, Schul- und Umweltprojekte u. v. m.
Es freut mich sehr, wenn wir jetzt, einige Zeit nach der Verabschiedung des Leitbilds, diese aktiven Gruppen mit aktiven Menschen in Waldbronn haben. Ihnen allen sage ich im Namen der Gemeinschaft Dank und Anerkennung. Damit wäre die vielgepriesene Nachhaltigkeit des Gemeinde-Leitbilds bewiesen und auch vorgelebt.
„Was wäre eine Gemeinde ohne die Vereine?“, diese Frage stelle ich ganz bewusst heute beim Neujahrsempfang. Es stimmt! Was wären wir ohne unsere Vereine? Diese Vielfalt, die Angebote im Kinder,- Jugend,- und Erwachsenenbereich, die Kameradschaft und die Identifikation mit Gleichgesinnten, das zeichnet die Vereinsarbeit aus.
Daher danke ich ganz besonders für das Ehrenamt in den Vereinen, Vereinigungen, Organisationen, Kirchen  und Parteien. Dem Gemeinderat und seinen Ausschüssen danke ich für das mittlerweile wieder vorhandene konstruktive Miteinander! Der Jugendgemeinderat ist kreativ und vertritt die Interessen der Waldbronner Jugend, dieses Engagement freut mich ganz besonders. DANKE für den Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz und weiteren Rettungsorganisationen, besondere Anerkennung allen Akteuren der Hospizarbeit und in den Selbsthilfegruppen, den Aktiven in der Jugend,- und Altenarbeit sowie sozial engagierten Gruppierungen.
Dank gilt nicht nur den ehrenamtlich Tätigen, auch den Hauptamtlichen zum Wohle der Allgemeinheit sei gedankt: Den Kindergärten und Schulen, dem Jugendtreff, unseren Pfarrern, der Polizei, Sozialstation, unseren Ärzten, Apothekern und Therapeuten, der Kurklinik, der Gemeinde und Kurverwaltung mit allen Einrichtungen. Danken möchte ich auch allen Arbeitgebern und Steuerzahlern, die den Gewerbestandort Waldbronn hochhalten. Den Geschäftspartnern und Planern danke ich für ihre gute Arbeit, und  besonders den Sponsoren und Spendern sei für ihre finanzielle oder sächliche Unterstützung herzlich gedankt, also Firmen, der Sparkasse und der Volksbank Ettlingen, den Krankenkassen und Versicherungen.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es erfreulich, wenn dann doch noch Spenden für Projekte in der Gemeinde fließen, danke!
Ich freue mich, dass Vertreter der eben genannten Institutionen als Gäste zum Neujahrsempfang gekommen sind, ebenso wie die Träger der Bundesverdienstorden, der Landesehrennadel und der Wirtschaftsmedaille von Baden-Württemberg, der goldenen und silbernen Waldbronner Bürgermedaille, Gemeinderäte, Altgemeinderäte. Herzlich begrüße ich meinen Amtsvorgänger und Ehrenbürger Martin Altenbach mit seiner Frau Erna, Grüße überbringen darf ich von unseren Ehrenbürgern Ernst Kneis, Meinrad Lehmann und Julius Schmieger. Ein herzliches Willkommen auch an die Vertreter der Presse, Klaus-Dieter Müller von der BNN und Helmut Zahnleiter als Schreiber des Amtsblatts und Gestalter der Gemeinde-Homepage
www.waldbronn.de, die übrigens im vergangenen Jahr den 2.000.000 Nutzer verzeichnen konnte. Ihnen danke ich für die konstruktive Begleitung das ganze Jahr über und die gute und informative Pressearbeit.
Es freut mich sehr, dass Herr Pfarrer Josef Dorbath und Frau Pfarrerin Bettina Roller bei uns sind, ebenso die Schulleiter Carmen Eckert, Peter Hepperle und Rolf Nold. Einige Vertreter der heimischen Wirtschaft möchte ich auch namentlich begrüßen, die Herren Dr. Karl Spanner von der Fa. Polytec, Michael Taller von der Fa. Taller, Roger Graffeé von der Fa. Erwilux in Neurod, Richard Nußbaumer von der Bäckerei Nußbaumer, den Finanzvorstand der Regional AG der EnBW Hans-Georg Edlefsen, die Herren Bankvorstände, Direktor Hans Fütterer von der Sparkasse Ettlingen und  Direktor Wolfram Trinks von der Volksbank Ettlingen.
Wir freuen uns auch über Gäste von außerhalb: Aus Berlin begrüße ich die Abgeordneten des Deutschen Bundestags Axel E. Fischer und Jörg Tauss  in Waldbronn, schön, dass Sie heute bei uns sind.
Von der Bürgermeisterriege ist heute Rudi Knodel aus unserer angrenzenden Gemeinde Karlsbad anwesend. Er wurde 2007 für die 2. Amtszeit in Karlsbad wiedergewählt, was mich sehr gefreut hat. Zur Wiederwahl gratulieren wollte ich auch dem Nachbarkollegen Raimund Schuster, er ist mit dem GR in der Haushaltsklausur und kann daher heute nicht da sein.
Aus meinem Heimatort Grünwettersbach ist der frühere Bürgermeister und Ortsvorsteher Walter Rohrer unter den Gästen, lieber Walter, sei herzlich willkommen.
Von der Polizei heiße ich den Chef des Reviers Ettlingen Michael Werrnthaler herzlich willkommen, ebenso den Leiter des Polizeipostens Albtal Norbert Vogel mit seinen Kollegen. Wir freuen uns, dass sich die Polizei im ehemaligen Rathaus Reichenbach sichtlich wohl fühlt.
Wir begrüßen auch ehemalige Präsidenten, Direktoren und Amtsleiter von Behörden und Einrichtungen aus der ganzen Region, die in Waldbronn wohnen und sich hier in ihrer Heimatgemeinde einbringen.
Die feierliche musikalische Begleitung des Neujahresempfangs hat heute das 1. Orchester der AccoMusica Reichenbach übernommen. Die Leitung liegt in bewährter Weise bei Uwe Müller. Das Jahr 2007 war für AccoMusica nicht nur ereignisreich, es war auch erfolgreich. Im Frühjahr wurde der alle drei Jahre stattfindende „Waldbronner Musikpreis“ mit über 400 Teilnehmern durchgeführt. Parallel dazu liefen die Vorbereitungen für die Teilnahme am „International World Music Festival“ in Innsbruck, wo das 1. Orchester und das Jugendorchester mit herausragenden Platzierungen sehr erfolgreich war. Beim Landesentscheid des Deutschen Orchesterwettbewerbs sicherte sich das 1. Orchester durch eine erfolgreiche Teilnahme die Fahrkarte zum Bundeswettbewerb vom 30.04. – 04.05.2008 in Wuppertal. 99 Kinder und Jugendliche sind bei AccoMusica in den verschiedensten Gruppen, angefangen mit dem Musikgarten bis hin zum Jugendorchester, in Ausbildung und mit Spaß und Freude bei der Sache. Herzlichen Glückwunsch zu den großen Erfolgen und auch weiterhin wünschen wir allen aktiven Akkordeonisten viel Spaß und große Erfolge!
Wir hören jetzt das „Divertimento“ von Fritz Dobler, gespielt vom 1. Orchester. Zuerst den Marsch, dann das Intermezzo und zuletzt das Rondo. Bitte heben Sie sich Ihren tosenden Applaus zum Ende des gesamten Stückes auf.
Sehr verehrte, liebe Gäste,
lassen Sie uns nochmals das Jahr 2007 aus örtlicher Sicht betrachten. Ich beginne mit den Waldbronner Menschen 2007:

Hans Ruland

Bürgermeister Harald Ehrler gratuliert
Direktor Hans Ruland

Unser Klinikdirektor feierte 2007 seinen 80. Geburtstag. Ihm hat Waldbronn, genauer gesagt der Kurort Waldbronn, viel zu verdanken. Die Ruland-Kliniken in Waldbronn, Bad Herrenalb und auf dem Dobel sind ein fester Garant für die erfolgreiche Rehabilitation im nördlichen Schwarzwald. Mit nahezu 1000 Mitarbeitern in den drei Kliniken und zehntausenden Patienten in den über 30 Jahren hat Hans Ruland mit seinem Lebenswerk viel Gutes für die Menschen getan. Der Gemeinderat hat dieses Lebenswerk von Hans Ruland und seiner leider viel zu früh verstorbenen Frau Gisela mit der Widmung der „Gisela-und-Hans-Ruland-Straße“ und der Vergabe der Hausnummer 1 an die Kurklinik gewürdigt. Schön, lieber Herr Ruland, dass Sie uns, wie eigentlich immer, am Neujahrsempfang die Ehre geben.

Simon Pierro

Simon Pierro

„10 Jahre Simon Pierro“, das war der Aufmacher des Amtsblatts vom 11. Januar 2007. Und dort, wo seine Karriere als Zauberkünstler vor 10 Jahren begonnen hatte, da kehrte Simon Pierro wieder zurück: Zur Feier der Reichenbacher Brieftaubenzüchter. Mittlerweile hat er viele Titel und Auszeichnungen und er arbeitet zur Zeit an einer eigenen Show. Einen fantastischen und zauberhaften Einblick konnten wir vorhin erleben. Beim Regionaltag 2007 der Technologieregion Karlsruhe in Ettlingen war er als Moderator und Zauberkünstler tätig, er ist mittlerweile ein richtiger Profi geworden, und dabei immer noch sympathisch geblieben. Wir können uns auch  immer wieder über Simon Pierro im Ersten Deutschen Fernsehen ARD freuen, dort tritt er als Lockvogel bei Frank Elstners Show „Verstehen Sie Spaß“ auf. Wir wünschen Simon Pierro weiterhin viel Erfolg und Freude mit der Magie und beim Verzaubern der Menschen!

Ede Becker

Ede Becker trägt sich ins Goldene Buch
der Gemeinde Waldbronn ein, rechts
TSV-Vorsitzender Bernhard Becker 

Zu ihm brauchen wir wohl nicht viel zu sagen, sein Name steht für den Erfolg des aufgestiegenen und erfolgreichen Fußball-Erstligisten Karlsruher SC. Seine sympathische Art und sein besonnenes Wesen kommt an, alle mögen ihn und er ist ein großes Vorbild für die Jugend. Der TSV Reichenbach hat Ede Becker zum Ehrenmitglied ernannt und Waldbronn würdigte seinen Erfolg durch einen Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde. In einer Umfrage des Fußballmagazins „Kicker“ wurde er zum „Gewinner der Saison“ unter den Fußballlehrern gewählt. „Weiter so, liebe Ede Becker.“ Er kann heute nicht hier sein, da er bereits mit seiner Mannschaft in die Türkei ins Trainingslager geflogen ist.

Elke Wosik

Elke Wosik

Sämtliche Attribute von Ede Becker gelten auch für sie, die Tischtennisspielerin der Jahre 2006 und 2007: Elke Wosik. Sie hält die Damenmannschaft des TV Busenbach zusammen, sie ist der Garant, wenn´s mal brenzlig wird. Es bleibt weieterhin spannend in der 1. Bundesliga des Damen-Tischtennis, die Tabellenführung ist ein guter Ausgangspunkt für die weiteren Spiele. Auch das Erreichen des Halbfinales in der Champions League stimmt hoffnungsvoll. Wir dürfen uns auf die Olympischen Spiele in Peking in diesem Sommer freuen, wenn Elke Wosik dann im Nationaltrikot im Mutterland des Tischtennis an der Platte steht. Elke hat sich durch ihre Erfolge auf Platz 20 der bereinigten Weltrangliste gespielt und dadurch direkt für Olympia qualifiziert. Es wird dann ihre 5. Olympiateilnahme sein. Alles Gute weiterhin und viel Erfolg Elke Wosik und dem TV Busenbach.

Hildegard Betsche

Goldene Bürgermedaillen für (v.re.)
Dieter Rädle, Hildegard Betsche und
Theo Steppe

Sie ist ein Urgestein in der Hospizarbeit im Albtal, ja in ganz Baden-Württemberg. Seit Jahrzehnten engagiert sich Hildegard Betsche für den Hospizgedanken. 1984 initiierte sie die Flohmärktler St. Wendelin, sie hat unermüdlich das Feld der Hospizarbeit bestellt und so mehr als 300.000,- Euro erwirtschaftet. Wir denken gerne noch an den Abend mit Klaus Maria Brandauer hier im Kurhaus, der auf ihre persönlichen  Kontakte erst stattfand und sage und schreibe l € 11.5.000,- in die Kasse des Hospizes gebracht hat. Der Gemeinderat hat das außergewöhnliche Wirken von Hildegard Betsche mit der Verleihung der Goldenen Bürgermedaille gewürdigt.

Dieter Rädle

25 Jahre war er in der Führungsriege der Waldbronner Feuerwehr, davon 20 Jahre als Abteilungskommandant in Busenbach. Besonders die Kameradschaft unter den Feuerwehrangehörigen hat er immer vorgelebt und auch die Förderung der Jugendfeuerwehr lag und liegt ihm immer noch am Herzen. Dieter Rädle ist als Feuerwehrkamerad ein echtes Vorbild, sein Einsatz wurde mit der Goldenen Bürgermedaille belohnt.

Theo Steppe

Wenn einer wie er, 27 Jahre als 1. Vorstand einen Verein geführt hat, so treffen die am Beginn meiner Rede ausgeführten Motive für das Ehrenamt auf ihn 100 % ig zu: Theo Steppe hat beim TVB nicht nur den Profisport maßgeblich unterstützt, sein besonderes Augenmerk galt auch dem Breitensport, wie man an den vielen Abteilungen des Turnvereins Busenbach sehen kann. So war es für den Gemeinderat außer Frage, das langjährige und erfolgreiche Wirken von Theo Steppe beim TVB mit der Goldenen Bürgermedaille zu belohnen.

Pfarrer i.R. Herbert Kraft

Pfarrer Herbert Kraft (Mitte)

Ein 50-jähriges Jubiläum ist schon etwas Besonderes, ein Goldenes Priesterjubiläum etwas ganz Besonderes. Dieses konnte Herbert Kraft, Pfarrer in Ruhe, im vergangenen Jahr feiern. Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Gemeindefest würdigte die Kirchengemeinde St. Wendelin Reichenbach dieses besondere Jubiläum.




Mia Leinberger


Mit ihren 90 Jahren ist die Künstlerin und Malerin noch ganz schön frisch und geistig rege. Mia Leinberger hat ihre Jugend in Reichenbach verbracht und sie sagt auch immer gerne: „Ich bin eine Reichenbacherin.“  Das „Mia-Leinberger-Zimmer“ im Kulturtreff ist ihr gewidmet und genau dort fand auch ein kleiner Geburtstagsempfang mit treuen Wegbegleitern statt. Wir dürfen uns auf eine Ausstellung im Kurhaus in diesem Jahr freuen. Ihr Eintrag ins Goldene Buch  ist verewigt, ebenso wie ihre schönen Bilder, die in einigen Räumen der Gemeinde hängen und uns erfreuen.

Günter Weiler

Günter Weiler (li.)

Er hat sich im Jahr 2007 ganz besonders eingebracht, durch seine Gemäldeausstellung im Rathaus mit dem Verkauf der Bilder zugunsten der Musikschule Waldbronn und mit der „1. Waldbronner Kunstmeile.“ Über seine Ideen und vor allem auch die selbständige Realisierung habe ich mich besonders gefreut. Durch die Kunstmeile ist es gelungen, Gewerbetreibende bzw. Geschäfte im Rathausmarkt, in Reichenbach und in Neurod mit 18 Kunstausstellungen zu versehen und damit zu verbinden. Diese Kunstmeile war sicher erst der Beginn der Aktivitäten von Günter Weiler, der jetzt nach seinem Berufsleben im künstlerischen Leben weitere Akzente setzen wird. Es freut mich sehr, dass er und viele seiner Aussteller und Künstler heute hier sind.

Die genannten „Waldbronner Menschen 2007“ sind für uns Vorbild, daher gebührt ihnen Dank und öffentliche Anerkennung.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Gäste,
bei zahlreichen Veranstaltungen hatten die Waldbronner  Möglichkeiten sich zu treffen, und so komme ich jetzt zu den

Begegnungen 2007:

Und hier gab es im abgelaufenen Jahr wiederum viele Möglichkeiten und Anlässe. So bei den zahlreichen Veranstaltungen zu den Vereinsjubiläen:
100 Jahre OGV Busenbach, 100 Jahre TSV Etzenrot, 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Reichenbach mit Übergabe einer Tragkraftspritze durch den Badischen Gemeindeversicherungsverband, 70 Jahre Harmonikaring Busenbach, 60 Jahre VdK Busenbach, 50 Jahre DRK Etzenrot, 25 Jahre Frauenchor, Concordia, 25 Jahre Waldbronner Hexen, 20 Jahre Kulturtreff und 10 Jahre Proberäume der Concordia und Lyra Reichenbach bei der Albert-Schweitzer-Schule. 50 Jahre Albtal-Verkehrs-Gesellschaft AVG wurde ebenso gefeiert wie 10 Jahre Bürgerbüro im Rathaus.
Zum 19. Mal fand der Silvesterlauf, ausgerichtet von der Jedermann-Sportgruppe, statt, der Rentnerstammtisch vom TSV Reichenbach, der sich wöchentlich trifft, hat wiederum mit einer stattlichen Spende die Jugendarbeit des TSV unterstützt. Bei der Fastnacht sind wir mittlerweile auch spitze, ob Prunksitzungen, Frauenfastnacht, Rathaussturm oder Umzug mit Straßenfest am Fastnachtsdienstag. Es gab einen Aktionstag der Jugend vor dem Eistreff, Jugendgemeinderat, Jugendfeuerwehr, Jugend-Rot-Kreuz, die DLRG-Jugend und der Jugendtreff hatten dazu eingeladen. Das Anbaden im Freibad zur Eröffnung der Freibadsaison war ebenso eine Mordsgaudi wie das 20. Waldbronner Ferienprogramm der Gemeinde unter Mitwirkung der Vereine.
Aktionen für Spenden gab es auch einige: Das 12-Stunden-Schwimmen des DLRG war hier sicher ein Highlight mit riesiger Beteiligung, sage und schreibe 759,8 km wurden geschwommen, was einen Betrag von mehr als 3.000 Euro für das Kinderhospiz eingebracht hat. Bei der durchgeführten Typisierungsaktion für Leukämiekranke beteiligten sich mehr als 100 Waldbronner und das damit verbundene Sommerfest beim Milljöh erbrachte den stolzen Betrag von 7.342,99  Euro für die Deutsche Knochenmark Spenderdatei, kurz DKMS. Gespendet wurden auch 23 Sitzbänke von Privaten wie Vereinen, hier hat sich mal wieder gezeigt, dass miteinander viel mehr erreicht werden kann! „Eine Schinzel-Skulptur für Waldbronn“, das war der Aufruf für eine Spendenaktion für eine lebensgroße Bronzeskulptur des in Waldbronn lebenden Künstlers Prof. Erwin Schinzel. Den Spendern sei Dank und dem Künstler auch, der sich für eine Dauerleihgabe der Skulptur für die Albtherme entschließen konnte. Der Lions-Club Waldbronn hat wiederum die Musikschule, die Schulen und auch den Kinderhospizdienst finanziell unterstützt, auch hierfür ein Vergelt´s Gott!
Der BUND Gemeindeverband Karlsbad-Waldbronn konnte aus den Händen von Minister Hauk bei einem Empfang in Stuttgart den „Landes-Naturschutzpreis 2007“ entgegennehmen. Damit wurde das jahrzehntelange Wirken für den Kräutergarten in unserem Kurpark ausgezeichnet.
Die Selbständigen im Rathausmarkt haben mit einer neuen Idee voll ins Schwarze getroffen. „Late-Night-Shopping im Rathausmarkt“ war das Highlight im Rathausmarkt 2007, ein Erfolg war auch der gemeinsame verkaufsoffene Sonntag beider Werbegemeinschaften, denen ich auch für ihren Einsatz danke, ebenso der Vereinigung der Waldbronner Selbständigen für ihre Aktionen.

Auf der Leistungsschau in Ettlingen und auf der Offerta in der Neuen Messe in Karlsruhe präsentierte sich unsere Kurverwaltung. Besonders der 5. Messeauftritt auf der Offerta, verbunden mit dem Regionaltag Waldbronn, wurde durch einen starken Besucherandrang gewürdigt.
Mit der neu eröffneten Salzgrotte hat die Kurverwaltung einen wahren

Volltreffer gelandet, die Salzgrotte ist seit ihrer Eröffnung im letzten Herbst ständig ausgebucht und die Albtherme konnte mit knapp 250.000 Besuchern wieder an die guten Zahlen der Vorjahre anknüpfen.
Seinen Antrittsbesuch in Waldbronn verband der

neue Landrat des Landkreises Karlsruhe, Dr. Christoph Schnaudigel, mit einer Weinprobe im Kurhaus im Rahmen der Ausstellung Wein und Kunst. Wiederum war die badische Weinkönigin zu Gast, die in besonders charmanter und kompetenter Art und Weise den badischen Wein unter die Gäste brachte.
Ein Riesen Erfolg war zweifelsohne das „Waldbronner Familienjahr 2007“! Wurde ich zu Jahresbeginn noch von einigen Gemeinderäten wegen meiner „überraschenden“ Ankündigung kritisiert, so mussten sich diese im Laufe des Jahres eines Besseren belehren lassen. Ja, es hat ein Umdenken stattgefunden, auch im Gemeinderat. Mit der Einführung der Gebührenfreiheit für Zweitkinder in den kommunalen wie kirchlichen Kindergärten, dem Beitritt zum Tageselternverein Ettlingen, mit der Einrichtung einer Kindergrippe für Kinder ab einem Jahr und der Betreuung von 2-jährigen Kindern bis hin zur

Beim offenen Familientreff

Tagesgruppe setzen wir Maßstäbe. Mit ca. 50 kleineren und größeren Projekten und Aktionen, dem Offenen Familientreff im Cafe Zuhause und mit unserem Familienbüro im Rathaus sind wir auf einem guten Weg zur Familienfreundlichen Kommune! Familien haben Zukunft in Waldbronn und Familien erlangen ein  stärkeres Bewusstsein. Ob bei den Treffen der Neubürger, kinderreichen Familien oder Neugeborenen, das Familienwandern, die ausgebaute Kleinkinderbetreuung und jetzt endlich auch das Seniorenprojekt, vieles ist in Gang gekommen!  Und das Familienjahr 2007 zeigt seine deutliche Wirkung: Wir haben wieder mehr Kinder in Waldbronn! Deshalb heißt unser Motto beim Narrenempfang im Rathaus: „Und auf das Familienjahr, folgt jetzt die Kinderschar!“
101 Geburten in 2007, so viele wie schon lange nicht mehr. 2004 hatten wir genau so viele Geburten, 2005 dann noch 89 und 2006 gar nur noch 79! Da stimmen die 101 neuen Bewohner unserer Gemeinde hoffnungsvoll; DANKE liebe Eltern!
Der Zahl der Einwohner hat sich von 12.208 Ende 2006 auf 12.241 Einwohner zum 31.12.2007 erhöht. Das Familienjahr endete mit Ablauf des alten Jahres. Aus dem Familien- J a h r wird das Projekt „Familien  J A!“
Hier zitiere ich gerne Adolf Kolping mit dem Satz: “Das Erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das Letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das Kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie.“

Ehrungsabend der Gemeinde

Im letzten Jahr fand auch wieder ein Ehrungsabend der Gemeinde statt. Dort konnten wir das große Potential sehen, was alles in Waldbronn verborgen liegt. Erfolge im sportlichen Bereich wurden ebenso gewürdigt wie gesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement. Auch in diesem Jahr werden wir einen Ehrungsabend durchführen, genauso wie einen Blumenschmuckwettbewerb. Hier muss ich noch den OGV Busenbach erwähnen, der im Rahmen seines 100-jährigen Jubiläumsjahres sehr schöne Bepflanzungen in Busenbach, am Rathausmarkt und am Ortseingang angelegt und gepflegt hat. Das waren sichtbare Zeichen eines Vereinsjubiläums und viele Menschen haben sich darüber gefreut.
Mit einem Konzert des Jugendchors aus Japan haben wir unsere Weltoffenheit bewiesen, unsere Partnerschaften waren ebenso sehr aktiv: Mit einem Austausch der jugendlichen Eiskunstläufer und Eishockeyspieler mit Saint Gervais, dem Besuch aus
Monmouth und dem Fest mit
der Enthüllung des neuen Partnerschaftssteines auf dem Monmouthplatz, der Radtour von Saint Gervais zum Kurparkfest u.v.m.
Wir freuen uns schon auf das 40-jährige Jubiläum mit unserer Schwestergemeinde Esternay in der Champagne, einer Partnerschaft noch aus der Zeit der Gemeinde Etzenrot von 1968. Gegründet durch den damaligen Bürgermeister und heutigen Ehrenbürger Julius Schmieger, den ich ja vor kurzen besuchen durfte und der vielleicht auch an den Feierlichkeiten in Frankreich teilnimmt, und dem damaligen Pfarrer und Ehrenbürger Meinrad Lehmann. Die Vereine, die Feuerwehr und letztendlich auch die Gemeinde und das  Ehepaar Rainer und Florence Lange, gleichzeitig Präsident der Partnerschaft, sind lebhaftes und lebendiges Zeugnis einer gut funktionierenden Gemeindeverbindung. Übrigens werden wir wieder mit einer Radgruppe von 25 Männern und Frauen zu den Jubiläumsfeiern, nach Thüringen und Hoch-Savoyen, dieses Mal in die Champagne radeln. Darauf freue ich mich schon sehr und ich will bei dieser Gelegenheit auch die/meine Waldbronner Radfreunde hier beim Neujahrsempfang begrüßen.
Der Markt der Möglichkeiten in der Festhalle mit einer großen Beteiligung der Gruppen aus der Agenda 21, dem Leitbild und Familienjahr, ist ebenso erwähnenswert wie das Engagement der Eltern für die Einrichtung einer neuen Schulbücherei in der Albert-Schweitzer-Schule. Bei der Waldputzaktion des Schwarzwaldvereins waren so viele Teilnehmer wie noch nie. Die Adler Mannheim als amtierender Deutscher Meister im Eishockey eröffneten die 5. Saison im Eistreff. Die Zahl 5 steht symbolisch für die 5 neuen Defibrillatoren, die wir als Gemeinde angeschafft haben, um dem plötzlichen Herztod vorzubeugen. Danken möchte ich hier den DRK-Bereitschaften, die sich zur Wartung der Geräte und Einweisung der Mitarbeiter von der Gemeinde und Kurverwaltung bereit erklärt haben. Übrigens hängt auch hier im Kurhaus ein Defibrillator - haben Sie ihn im Foyer wahrgenommen?
Das Theater im Kulturtreff muss ich noch erwähnen. Die letzte Saison war immerhin die 10. unter der Regie des Hobby-Schauspielers Gerd Kiecherer, der sehr wohl eine Profikarriere als Schauspieler hätte einschlagen können. Dieses Theaterspiel ist hochklassig und sorgt immer für einen ausverkauften Kulturtreff.
Ausverkauft war auch das Konzert des Landkreis-

Projektchors in der Kirche St. Katharina und gleich an drei Abenden das Kurhaus mit der Aufführung des Musicals „MammaMia!“ durch die Concordia Reichenbach mit der Musikschule. Ein tolles Beispiel für gelebtes Miteinander!
An meinem Rückblick des abgelaufenen Jahres sehen Sie, sehr verehrte Gäste, dass die Begegnungen und das Treffen der Menschen untereinander bei uns hoch im Kurs stehen. Das wird auch 2008 so sein, der Veranstaltungskalender ist prall gefüllt. Hier darf ich besonders auf die Veranstaltungen unter dem Motto „40 Jahre Kurhaus Waldbronn“ hinweisen. Highlights wie ein Sommerfest mit den „Moonlights" und "Nightkings“, dem Simultan-Schachspiel des Schachweltmeisters und erfolgreichsten Schachspielers aller Zeiten Anatoli Karpow an 40 Tischen. Auch  Theater, Jazz, eine Ausstellung der Waldbronner Künstler und eine Zaubershow mit Simon Pierro und zauberhaften Menschen sind geplant, - lassen Sie sich also überraschen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
in meinem Jahresrückblick möchte ich kurz auf die Schwerpunkt-Maßnahmen der Gemeinde eingehen, unter der Überschrift

Projekte 2007:

Im Mittelpunkt unserer Beratungen stand sicherlich der Neubau des Kindergartens St. Elisabeth an der Albert-Schweitzer-Schule. Die neuen Räume für den Kindergarten und den Schülerhort werden jetzt am Sonntag feierlich eingeweiht, die Kinder samt Erzieherinnen sind bereits im Herbst eingezogen. Ganz persönlich freue ich mich darüber, dass dieses Thema damit ausgestanden ist und unsere Kleinsten wieder eine feste Bleibe haben. Der neuen Vertrag zur Trägerschaft der Katholischen Pfarrgemeinde wurde von Herrn Pfarrer Dorbath und mir bereits  unterzeichnet.
 Damit ist erneut besiegelt, was seit vielen Jahren in Reichenbach Tradition hat. Die Gemeinde und die Kirche sind Partner und betreiben gemeinsam einen Kindergarten.
Der Kanal Etzenroter Straße, also die Baustelle vor dem Kurhaus, hat für viel Wirbel gesorgt. „War es der Bodengutachter, haben wir richtig ausgeschrieben, hat das Ingenieurbüro an alles gedacht, ist der Fels wirklich so hart" - Fragen über Fragen. So mussten wir erhebliche Mehrkosten schlucken, um den 9 Meter tiefen und ca. 2 Meter im Durchmesser breiten Rohrgraben mit einer Tunnelbohrmaschine der Firma Herrenknecht durch den harten Buntsandstein zu graben. Dadurch werden die Anwohner und vor allem die Geschäfte und der Durchgangsverkehr von Verkehrsbehinderungen verschont. Immerhin werden dort ca. 360 Meter Tunnelbohrungen durchgeführt.
Im Kurhaus fand eine  Bürgerversammlung statt, vor allem das geplante Seniorenprojekt, bzw. das Gutachten mit den entsprechenden Aussagen zum Standort und möglichen Betrieb der Pflegeeinrichtung und Betreutes Wohnen interessierte die zahlreich anwesende Bevölkerung. Angedacht ist eine stationäre Pflegeeinrichtung mit maximal 45 Plätzen in drei Wohngruppen und 20 – 30 betreute Wohnungen.
Der Gemeinderat hat dieses Projekt mit einem Mehrheitsentscheidung in der letzten Sitzung im vergangenen Jahr am 19. Dezember beschlossen. Hierzu schrieb die BNN am 22.12.: „Nun ist es amtlich, gemeinderatsamtlich. In Waldbronn wird ein Seniorenprojekt Betreutes Wohnen und Pflege auf den Weg gebracht. Südlich vom Rathausmarkt, auf einer Teilfläche „Im Rück“ soll ein Seniorenzentrum hinkommen. Der Weg dorthin wurde im Verlauf der letzten Gemeinderatssitzung geebnet- und zwar mit den Stimmen der CDU- und SPD-Fraktionen. Eine deutliche Mehrheit für den Standort „Im Rück“ fand sich letztlich erst dadurch, dass die Verwaltung, allen voran Bürgermeister Harald Ehrler, ihre Planvorgaben im wahrsten Sinne des Wortes „reduzierten“. Und im Amtsblatt vom 10. Januar ist zu lesen: „ Zur Entscheidung stand mit der Realisierung eines Seniorenprojekts jetzt einer der kommunalen Dauerbrenner in Waldbronn an. Der Gemeinderat stimmte schließlich mit 15 Stimmen bei 4 Nein dem Standort „Rück“ mit großer Mehrheit zu. „Damit kann unser Seniorenprojekt auf den Weg gehen“, stellte Bürgermeister Harald Ehrler sichtlich erleichtert und dankbar fest.“ Zitat Ende.
Ja, das stimmt, liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, ich bin erleichtert und dankbar und freue mich jetzt auf die Vorbereitungen und Realisierung dieses für unsere Gemeinde wichtigen Projektes.
Der Gemeinderat hat damit eine Entscheidung
* für das Seniorenprojekt,
* für den Standort Rück,
* für eine Umlegung von ca. 4,1 Hektar,
* für die älteren Waldbronner Bürgerinnen und Bürger, aber auch
* für die Bauwilligen aus Reichenbach und damit auch
* für junge Familien getroffen.
Das, meine sehr verehrte Damen und Herren, ist auch ein „Mehrgenerationenprojekt!“
Das neu aufgestellte und frisch sanierte Denkmal prägt jetzt die Reichenbacher Ortsmitte. Auch hier gab es eine Mehrheitsentscheidung des Gemeinderates, die bei vielen Mitbürgern auf ein positives Echo gestoßen ist. Die gelungene Einweihung am Volkstrauertag und vor allem die große Beteiligung der Bevölkerung sprechen für sich!
Die genannten und gezeigten Projekte und Begegnungen 2007 zeigen die große Vielfalt unserer Gemeinde, danke Steffen Diebold und Helmut Zahnleiter für die Diashow.
Richten wir nun den Blick nach vorne, auf die
Projekte 2008:
Das genannte Seniorenprojekt mit der geplanten Umlegung und späteren Erschließung und Bebauung wird uns dieses Jahr und sicher auch 2009 und 2010 fordern. Angedacht ist zunächst die Finanzierung über eine Bürgergesellschaft. Hierzu gab der Gemeinderat mit der Bereitstellung einer Einlage von 100.000 Euro beim Beschluss des Haushalts 2008 sozusagen den Startschuss. Jetzt sind die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, sich an diesem von ihnen gewünschten Projekt finanziell zu beteiligen. In Kürze werden wir zu weiteren Informationsveranstaltungen einladen.
Die größte Maßnahme 2008 für 1,4 Mio. Euro  ist die Sanierung Hellenstraße. Kanal-Hausanschlüsse, eine neue Wasserleitung und ein kompletter Ausbau der Straße zu einer Wohnstraße mit 1,50 m breiten Gehwegen und Baumquartieren sowie Parkflächen stehen an.
Die Turnhallendächer und das Dach der Festhalle werden zusammen für immerhin mehr als einer Million Euro saniert. Um wenigstens einen Teil der Investitionen wieder zurück zu bekommen, planen wir auf allen Dächern jeweils eine Photovoltaik-Anlage. Waldbronn setzt damit den eingeschlagenen Weg zur Solarkommune  fort.
Für die Freiwillige Feuerwehr Abteilung Busenbach kann ein neues Löschfahrzeug bestellt werden.
Die Kanalsanierungen werden in Etzenrot weitergeführt, dort sind Maßnahmen für 800.000,- Euro, aufgeteilt auf zwei Jahre, vorgesehen.
Der Kurhausvorplatz soll ansprechend umgestaltet werden, um ein Entreé in den Kurort Waldbronn, als „Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb“ zu schaffen. Nach Abschluss der Tunnelgrabungen für den Kanal soll damit begonnen werden.
Insgesamt stehen 4,37 Mio. Euro im Vermögenshaushalt zur Verfügung. Wir investieren, wir erhalten und gestalten damit unsere kommunalen Einrichtungen. Neu entwickelt werden soll ein Gewerbegebiet im Gewann Taubenbaum bzw. Fleckenhöhe, um einem dort ansässigen Unternehmen, wichtigen Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler eine Perspektive zur Betriebserweiterung und damit Sicherung des Standorts Waldbronn zu bieten.
Nach dem intensiven Ausbau der Klein-Kinderbetreuung folgt nun eine Schulentwicklungsplanung, vor allem für die Hauptschulen.
Die kurörtliche Entwicklung soll überplant werden, nach 30 Jahren Kurort passen wir uns den heutigen Gegebenheiten an und wollen das Kursondergebiet neu ordnen und Erweiterungsflächen für kurörtliche Einrichtungen, also Wellnesseinrichtungen oder Hotels, schaffen und anbieten.
Nicht nur bei den Kindern, auch bei den Finanzen geht es langsam wieder aufwärts. Ohne Neuverschuldung konnten wir das Jahr 2007 meistern, auch 2008 und darüber hinaus wollen wir keine neuen Schulden mehr machen. Nicht aus Populismus, nein, wegen der Verantwortung unseren Kindern gegenüber. Wir müssen uns finanziell auch weiterhin nach der Decke strecken und unsere Ausgaben den Einnahmen anpassen. Das geht nur, wenn die Einnahmen, vor allem die Steuern, kontinuierlich fließen. Daher danke ich an dieser Stelle, wie bei der Haushaltsberatung, allen privaten und gewerblichen Steuerzahlern.
Unsere kommunalen Einrichtungen sind am Markt angepasst, wir haben Betriebsabläufe und damit auch die Kosten optimiert. Betrachten wir nur einmal den Eistreff, da konnten wir in den vergangenen 5 Jahren das Betriebsdefizit von ca. 290.000,- Euro auf 150.000,- Euro reduzieren, 2006 hatten wir 90.000 Besucher, 2007 waren es 96.515 Besucher und das jeweils bei 150 Betriebstagen. Und 2008 hat sich die Kurverwaltung selbst vor eine große Herausforderung gestellt: Am 2. März schließt offiziell der Eistreff, wir betreiben aber die kleine Halle weiter als Eislaufhalle und richten in der großen Halle das Kinderland „Waikila“ ein. Damit haben wir dann zum ersten Mal einen Parallelbetrieb Eistreff und Kinderland. Das wird ganz sicher attraktiv für die Jugend in der Region sein und ein besonderer Clou! Und wenn die sommerlichen Temperaturen wieder, wie im vergangenen Jahr, bereits im April herrschen, dann eröffnen wir das Freibad Anfang April und beheizen eines der Becken mit der Abwärme der Eislaufhalle. Das nenne ich Synergieeffekte! Und dann kann die Presse nicht wieder schreiben: „Die Rathäuser verschlafen den Sommer und lassen ihre Bäder zu.“ Wir gehen also voll mit dem Trend und der Klimawandel sollte für uns in Waldbronn kein Problem sein!
Finanziell gesehen haben wir durch das gute Jahresergebnis 2007 wieder ein solides Polster, das tut gut, nach all den negativen Jahren. Dennoch, und hier hebe ich mahnend den Finger, dürfen wir nicht leichtsinnig werden oder Begehrlichkeiten wecken. Die Schuldenlast der Vorjahre drückt uns noch die nächsten 25 - 30 Jahre, denn schließlich müssen Zins und Tilgung bezahlt werden. Die Rücklage konnte wieder aufgefüllt werden und die mittelfristige Finanzplanung zeigt uns, aus heutiger Sicht, eine positive Entwicklung auf. Es geht also wieder aufwärts in Waldbronn, so können wir mit großem Optimismus in das neue Jahr starten.
Oder um es mit den Worten Hoffmann von Fallersleben auszudrücken:
„Ein neues Jahr, ein neues Glück.
Wir ziehen froh hinein.
Und vorwärts, vorwärts, nie zurück,
das soll unsre Lösung sein.“
Alles Gute für 2008!
Soweit die Neujahrsansprache des Bürgermeisters. Danach übergab Werner Kronenwett, Personalratsvorsitzender bei der Gemeinde Waldbronn, im Namen aller Gemeindebediensteter die Neujahrsbrezel, die dann von den Menschen 2007, Bürgermeister Rudi Knodel und den beiden Abgeordneten des Deutschen Bundestags angeschnitten wurde.
Danach waren vor allem Gespräche und Begegnungen bei Sekt, Jubelbier der Brauerei Hoepfner und Gebäck der Bäckerei Richard Nußbaumer angesagt. Erinnerungen wurden ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft, aber auch Termine abgesprochen oder Vorhaben für 2008 geplant. Zu alledem spielte nochmals die Gruppe "Sighed4".

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