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23.12.2007 Konzert des Musikverein Reichenbach

Eindrucksvolles "Konzert zur Weihnachtszeit"

Das Blasorchester des Reichenbacher Musikvereins beeindruckte beim "Konzert der Weihnachtszeit"

Das "Konzert zur Weihnachtszeit" ist der musikalische Jahreshöhepunkt beim Musikverein "Lyra" Reichenbach. Gestaltet wurde es wie in den Vorjahren von der Bläserjugend und dem Blasorchester, beide unter der Leitung von Gernot Franz, dessen gute Arbeit mit den Musikern bei diesem Konzertabend in jedem Stück hörbar wurde. So war der Saal im Kurhaus fast bis auf den letzten Platz besetzt, als Vorsitzender Günter Geisert den Konzertabend mit Grußworten eröffnete. Unter den Zuhörern galt sein besonderer Gruß Bürgermeister Harald Ehrler, Ehrenbürger Martin Altenbach, Verbandspräsident Michael Weber, Rektor Peter Hepperle und Musikschulleiter Armin Bitterwolf, sowie einer Abordnung der befreundeten Feldmusik Rothenburg aus der Schweiz.

Geehrt wurden beim "Konzert zur Weihnachtszeit" des Musikverein "Lyra" Reichenbach (ab 2.v.li.) Gernot Franz, Norbert Liebler und Dr. Dieter Bertelmann durch Präsident Michael Weber (re.) und Vorsitzenden Günter Geisert (li.)

Langjährige aktive Musiker wurden beim "Konzert zur Weihnachtszeit" des Musikverein "Lyra" Reichenbach geehrt. Die Große Goldene Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände für 50 Jahre als aktiver Musiker konnte Verbandspräsident Michael Weber dem Reichenbacher Dirigenten Gernot Franz anheften, der gleichzeitig für 25-jährige Dirigententätigkeit die Silberne Verdienstnadel des Verbands erhielt. Franz begann seine Musikerlaufbahn 1957 beim Musikverein Linkenheim-Hochstetten als Tenorhornist. 1982 übernahm er die Leitung der Jugendkapelle beim Musikverein Pfaffenrot, das Hauptorchester des Musikverein "Lyra" Reichenbach dirigiert er seit 1999, 2001 übernahm er zusätzlich die Jugendkapelle und ist auch an der Musikschule Waldbronn als Lehrer für das "tiefe Blech" tätig.
Für 40 Jahre erhielten die aktiven Posaunisten Dr. Dieter Bertelmann und Norbert Liebler die Goldene Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände und wurden zugleich Ehrenmitglieder beim Musikverein Reichenbach.

Die Bläserjugend unter der Leitung von Gernot Franz eröffnete das "Konzert zur Weihnachtszeit"

Vor einem Umbruch steht die Bläserjugend mit ihren 24 jungen Musikern, denn einige der Älteren spielen bereits im Hauptorchester mit, neue Jugendliche kommen aus der Instrumentalausbildung nach. Für dieses Konzert aber hatte Gernot Franz mit seinen jungen Musikern ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, das den hervorragenden Ausbildungsstand und die intensive Probenarbeit belegte. Die Ouvertüre "Specto Leviosa" von Stephen Bulla mit ihren wuchtigen Paukenintermezzi war ein furioser Auftakt. Bei "Flutopia" von Michael Story hatte das Flötenregister Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen. Ihm ließen die jungen Musiker ein Medley aus dem Musical "Chicago" folgen, ehe sie für den Quincy-Jones-Titel "Soul Bossa Nova" den verdienten Applaus einheimsen konnten. "Christmix" von Suzanne Welters brachte bekannte Weihnachtslieder in rhythmisch neuem Gewand. Für den Beifall bedankte sich die Bläserjugend mit einer humorvollen Zugabe.
Das Programm des Blasorchesters war gespickt mit musikalischen Höhepunkten. Bereits die einleitende "Serenade" des Engländers Derek Bourgevois verlangte dem Orchester wegen der vertrackten Taktwechsel große rhythmische Sicherheit ab. Die Ouvertüre "Zampa" des französischen Komponisten Ferdinand Herold entpuppte sich als ein Stück mit melodisch schönen Partien und wuchtigen Steigerungen, die Gernot Franz mit dem 55 Musiker zählenden, klangschön aufspielenden Orchester eindrucksvoll auskostete.
Vom gleichen Kaliber war die "Die Hexe und die Heilige" von Steven Reineke. Die Tondichtung basiert auf einem Historienroman von Ulrike Schweikert und schildert musikalisch höchst eindrucksvoll das Schicksal zweier Zwillingsschwestern zur Zeit des 30-jährigen Kriegs. Flott ging es dann mit der Schnellpolka "Vergnügungszug" von Johann Strauß (Sohn) in die Pause.
Aber auch in den zweiten Teil hatte Gernot Franz mit seinen Musikern einige musikalisch anspruchsvolle Höhepunkte gepackt. Beeindruckend die Fantasie "Auf einem persischen Markt" von Albert W. Ketelbey, der "Morricone's Melody" folgte, der Soundtrack aus dem Film "Die Mission", bei der mit hohem Einfühlungsvermögen Jens Thimm das Trompetensolo spielte. Mit der Flötistin Annika Schwab hatte dann eine weitere noch junge Musikerin Gelegenheit, ihr hervorragendes Können unter Beweis zu stellen. "Il est cinq heures, Paris S'Éveille" von Jacques Dutronc schildert das Erwachen der Großstadt Paris. Das Programm beschlossen die Musiker mit Highlights aus dem Musical "Der König der Löwen" mit der Musik von Elton John.
Für den lang anhaltenden Beifall bedankten sich die Musiker mit zwei Zugaben: "Sweet, sweet, smile" mit Solos von Fabian Müller und Siegmund Schwab, sowie "Stille Nacht", in einer modernen Fassung von Jacob de Haan.

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