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23.11.2007 Aggressionstraining durch Boxen

Mit Aggressionen umgehen lernen

Beim Boxworkshop in der Waldbronner Albert-Schweitzer-Schule beobachtet Seminarleiter Thomas Christl aufmerksam die Kämpfe, während die übrigen Teilnehmer einen "lebenden Boxring" bilden

Um Fairness, Achtsamkeit, Mut, Angst und Kontrolle ging es bei einem Workshop in der Albert-Schweitzer-Schule Waldbronn. Ziel war, wie Seminarleiter Thomas Christl (Waldbronn) ausführte, die Selbstkompetenz des Einzelnen zu stärken. Angelegt war das Ganze als Boxworkshop, bei dem es aber nur vordergründig ums Schlagen ging. Ermöglicht hatte den Workshop auch der Förderverein der Schule durch seine finanzielle Unterstützung.
Den elf Schülerinnen und sieben Schülern, die sich zu diesem Workshop freiwillig gemeldet hatten, sollte vielmehr klar werden, dass Aggression auch eine positive Energie sein kann, die sich von Gewalttätigkeit deutlich unterscheidet. "Aggression", so Christl zu den Schülern, "ist eine Lebensenergie, wichtig ist aber, wie man mit ihr umgeht." Das kennzeichne auch den Bereich der persönlichen Verantwortung.
Lobend äußerten sich Thomas Christl und Jochen Heilemann, die gemeinsam den Workshop leiteten, über die Schülerinnen und Schüler, die äußerst engagiert mitgearbeitet haben. So wurden am ersten Tag in Gruppen Merkmale und Ursachen  von Aggression und wie man Ihr begegnen kann, zusammengestellt und auf Schautafeln festgehalten. Rassismus, Mobbing, Gewalt, aber auch Angst und Gewaltvideos wurden hier genannt. Positiv besetzt waren dagegen die Themen Selbstbewusstsein, Gefühle zeigen, auf jemanden zugehen.

Das Schaubild zeigt, was von den Schülerinnen und Schülern zum Thema "Aggression" alles erarbeitet und zusammengetragen wurde

"Ernst" wurde es dann am zweiten Tag, als es in den Boxring ging. Die Regeln waren klar von beiden Trainern aufgestellt. Den "lebenden Boxring" bildeten die übrigen Teilnehmer. Jeder Kampf wurde mit der Videokamera aufgezeichnet mit Rektor Peter Hepperle als Kameramann.
Zur Analyse der einzelnen Kämpfe erhielten die Schülerinnen und Schüler dann Besuch. Bürgermeister Harald Ehrler, Volker Grabetz vom Polizeiposten Waldbronn, Roland Bächlein, der von Seiten der CDU aus diese Veranstaltung initiiert hatte und Eva Maria Bruckschlögl, die Vorsitzende des Fördervereins betrachteten mit den Schülerinnen und Schülern die Aufzeichnung der Kämpfe und hörten interessiert den Analysen der Trainer und dem Feedback der Schüler zu.
Interessant war dabei, dass alle betonten, dass negative Aggressionen beim Kampf keine Rolle gespielt haben. Das galt gerade auch in den Paarungen, wo Freunde oder Freundinnen aufeinandertrafen, und sich im Kampf scheinbar nichts schenkten oder erst in den Kampf hineinfinden mussten.
Der Bürgermeister stellte in einem kurzen Wort das Seminar in den Kontext des Jahrs der Familie und dankte dem Rektor der Schule, der spontan zugesagt habe, das Seminar an der Albert-Schweitzer-Schule durchzuführen. "Erkenne dich selbst" sei das Motto des Seminars, so Hepperle. Es sei einmal Schule von einer anderen Seite und wird bei den Teilnehmern in der Erinnerung an die Schule haften bleiben.
Der Workshop wird nochmals im Jugendtreff Waldbronn durchgeführt. Er findet statt am Freitag, 7. Dezember von 18 – 21 Uhr und am Samstag, 8. Dezember von 9:30 – 23:00 Uhr. Die erforderliche schriftliche Anmeldung kann unter Fax-Nr. 07243-571965 oder per Email an
jugendtreff@jugendtreff.de erfolgen. Plätze sind noch frei! Weitere Informationen sind über den Jugendtreff unter Tel. 07243-66502 zu erhalten.

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