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18.11.2007 Kirchenkonzert in St. Wendelin

Kirchenchor Reichenbach-Etzenrot mit gelungenem Konzert

Zusammen mit der Solistin Ursula Benzing und einem Streichquartett gestaltete der Kirchenchor Reichenbach-Etzenrot unter der Leitung von Stefan Fritz ein Konzert mit Werken von Buxtehude, Hassler und Mendelssohn-Bartholdy

Werke der Renaissance und der Romantik standen auf dem Programm des Kirchenkonzerts, das der Kirchenchor Reichenbach-Etzenrot in der Reichenbacher Pfarrkirche durchführte. Zu Beginn des Konzerts bedanktre sich Kirchchorvorsitzender Willi Becker für den guten Besuch und begrüßte namentlich Bürgermeister Harald Ehrler und Pfarrer Josef Dorbath, den Präses des Kirchenchors.
In dem Konzert hatte der fast 50 Sängerinnen und Sänger starke Chor Gelegenheit, seine hohe Klangkultur unter Beweis zu stellen. Maßgeblichen Anteil daran hat sicher sein Dirigent Stefan Fritz, der den Kirchenchor seit 2006 leitet. Saubere Intonation und Klarheit des Klangs waren an diesem Abend die hervorstechenden Merkmale und zeugten von einer exakten Probenarbeit.
Eingeleitet wurde das Konzert durch das Präludium in fis-moll von Dietrich Buxtehude, das Patrick Fritz-Benzing, Kantor an St. Stephan Karlsruhe und mehrfacher Preisträger bei internationalen Wettbewerben, interpretierte. Mit den virtuos angelegten Läufen und Arpeggien konnte Fritz-Benzing sein virtuoses Können zeigen, aber auch die Reichenbacher Orgel in ihrer Klangvielfalt und Schönheit zur Geltung bringen.
Das Gleiche traf auch auf die Sonate in B-Dur von Felix Mendelssohn-Bartholdy zu. Nach einem lebhaften Anfang mit dem "Allegro con brio" beginnt der zweite Satz, "Andante religioso" überschrieben, mit einer choralartigen Melodie, die anschließend durch unterschiedliche Registrierungen variiert wird. Die Orgel mit dem vollen Werk erklingt dann nach dem leichtfüßigen "Allegretto" nochmals in aller Schönheit und Klangpracht beim abschließenden "Allegro maestoso e vivace".
Der Chor wurde bei seinem ersten Werk, der "Missa secunda" von Hans Leo Hassler durch ein Streichquartett in der Besetzung Eva Zacharias, Matthias Enderle (Violine), Irene Schultz-Neumann (Viola) und Leopold Frint (Violoncello) begleitet. Das viersätzige Chorwerk interpretierten die Sängerinnen und Sänger unter der sicheren, zupackenden Leitung ihres Dirigenten mit hoher Klangkultur, Präzision und ausgewogener Dynamik.
Der zweite Teil des Konzerts war dann Felix Mendelssohn-Bartholdy gewidmet, eingeleitet durch die schon erwähnte Sonate. Danach sang der Chor begleitet von der Orgel zwei Werke von Mendelssohn-Bartholdy. Die Arie mit Chor aus op. 23 gab der Sopranistin Ursula Benzing Gelegenheit, mit ihrer klaren und ausdrucksstarken Stimme zu beeindrucken. Auf das fast resignierende "Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben" des Soprans antwortete der Chor beinahe tröstend mit "Auf Gott allein will hoffen ich". Ähnlich aufgebaut ist auch die Hymne "Hör mein Bitten" nach Psalm 55 des gleichen Komponisten. Auch hier entwickelt sich ein Zwiegespräch zwischen Sopran und Chor, das im letzten Vers mit dem "O könnt ich fliegen wie Tauben dahin" gipfelt, in dem der Chor die Bitten, ausdrucksstark vorgetragen von Ursula Benzing, aufnimmt und gleichsam bestätigend wiederholt.
Langer Beifall dankte am Schluss allen Mitwirkenden , für den sie sich mit einer nicht geplanten Zugabe bedankten: Es erklang nochmals der Schlussteil des Psalms "Hör mein Bitten".

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