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11.11.2007 Märchen mit Musik der AkkoKids

Märchen mit Musik für einen guten Zweck

Die böse Hexe und Hänsel bei der Aufführung durch "Die Scheinwerfer" und die AkkoKids im Waldbronner Kurhaus

Der Trick mit den weißen Kieselsteinchen auf dem Weg funktionierte am vergangenen Sonntag im Kurhaus Waldbronn nur beim ersten Mal. In einem der bekanntesten Märchen der Brüder Grimm mussten Hänsel und Gretel auch in der modernen, überarbeiteten Theaterversion und auf der zweiten Runde durch den Wald schnell einsehen, dass Brotstückchen nicht als Wegweiser taugen.
Mit Hinweis auf das Jahr der Familie in Waldbronn hatte AccoMusica-Vorstand Thomas Lehmann zuvor über 300 große und kleine Besucher zum Märchen mit Musik willkommen geheißen.
Und diese verfolgten gespannt den Lauf der Dinge. Der gute Vater (Klaus Gebhardt) und die traurige und ziemlich besorgte Mutter (Annegret Pabst) unter der Regie von Elke Olorunmaye mussten ihre armen Kinder aus purer Not im Wald zurücklassen.
Bald jedoch zeigte das bunte, fröhlich hüpfende Lockvögelchen (Alicia Rohnacher) den herumirrenden Geschwistern mit lautem Gezwitscher den Weg zum überaus schmucken Hexenhäusle. Und während Gretel, gespielt von Theresa Schell noch überlegte, “ob man’s anfassen darf?“, war Sören Schaudel als Hänsel schnell bei der Frage: „ob man’s aufessen darf?“ angelangt. Und selbst die AkkoKids, die unter der Leitung von Uwe Müller für die passende Begleitung und Überleitung sorgten, wurden von der bösen Hexe überrascht. Caroline Göhringer überzeugte mit trefflicher Hexenstimme und bösen Plänen. Ein Glück, dass auch am Sonntagnachmittag die Gretel den Überblick behielt und die Hexe mit Schwung im Ofenrohr verschwinden ließ.
„Knusper, knusper, Knäuschen“ – zur Belohnung gab’s für Schauspieler und Akkordeonisten frische Lebkuchen, gespendet von der Bäckerei Richard Nußbaumer. Und auch das Gute hatte wieder gewonnen; nicht nur im Märchen sondern auch im richtigen Leben. Denn statt Eintritt wurde im Kurhaus für einen guten Zweck gesammelt. Lothar Reisinger, Konrektor der Schule für Körperbehinderte in Karlsbad-Langensteinbach und 2. Vorsitzender des Fördervereins der Schule konnte die Gelegenheit nutzen, für das Projekt „Therapeutisches Reiten“ zu werben.
Mit diesem Angebot wird den zum Teil mehrfach behinderten Kindern ermöglicht, eine intensive Beziehung zu einem Tier aufzubauen. Ganz wichtig: durch das Reiten und Führen des Pferdes wird zudem die individuelle Bewegungsfähigkeit der kranken Kinder gefördert.
Mit der Spendenübergabe in den nächsten Tagen werden AccoMusica und „Die Scheinwerfer“ ihren Beitrag zur Verwirklichung dieses Traums leisten.

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