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07.11.2007 Defibrillatoren übergeben

Fünf neue Defis für Waldbronn

Fünf Defibrillatoren übergab die Gemeinde jetzt in die Obhut der DRK-Ortsvereine aus Busenbach und Reichenbach. Bei der Übergabe im Rathaus waren (v.li.) Alois Anker (Reichenbach), Bürgermeister Harald Ehrler, Günther Moori und Michael Fürniß (beide Busenbach) dabei

"Das soll uns in Waldbronn nicht passieren", war der erste Gedanke, den Bürgermeister Harald Ehrler hatte, als vor einigen Monaten in den BNN über einen Notfall in der Ettlinger Stadthalle berichtet wurde. Bei einem Herzstillstand war kein Defibrillator greifbar. Zum Glück ging damals alles gut aus.
Waldbronns Bürgermeister hat danach mit den Waldbronner Rot-Kreuz-Vorsitzenden Kontakt aufgenommen. Etzenrot hatte als einziger Ortsverein bereits ein solches Gerät, kurz "Defi" genannt, das etwa ein- bis zweimal pro Woche zum Einsatz komme, wie das DRK bestätigte. Auch die DLRG besitzt einen über Spenden finanzierten Defi für Freibad und Albtherme.
Mit dem örtlichen DRK wurde ein Plan entworfen, wo überall ein leicht zu bedienender Defibrillator sein sollte. Klar war schnell, dass die beiden anderen Rot-Kreuz-Bereitschaften in Busenbach und Reichenbach ebenfalls ein solches Gerät erhalten sollen. Es ging schließlich um fünf Defis für Waldbronn.
Als feste Standorte wurden das Rathaus und das Kurhaus festgelegt. wechselnd zwischen Sommer und Winter ist ein weiteres Gerät in der Festhalle oder im Eistreff stationiert. Die DRK-Bereitschaften aus Waldbronn erklärten sich darüber hinaus bereit, nach diesen Defis zu schauen und für ihre Betriebsbereitschaft zu sorgen. Etzenrot ist für das Kurhaus zuständig, Reichenbach betreut den Rathaus-Defi und Busenbach das Gerät für Festhalle und Eistreff.
Beschafft wurden zwei Typen. Einmal ein Defibrillator, der einfach eigentlich von Jedermann zu bedienen ist. Während bei vielen Defis, so erläuterten die Rot-Kreuz-Aktiven, allein die Verabreichung des "Schocks“ im Vordergrund stehe, führe der beschaffte Defi den Helfer durch die "schrittweise Wiederbelebung“ einschließlich der Überprüfung der Vitalparameter des Patienten, der Aussendung des Notrufs 112, der Defibrillation und ordnungsgemäßen Durchführung der Reanimation. Mehr für den "professionellen" Einsatz ausgelegt sind die beiden Defibrillatoren für die Rot-Kreuz-Bereitschaften.
Die fünf Geräte wurden jetzt im Waldbronner Rathaus an die DRK-Bereitschaften übergeben. Wie Bürgermeister Harald Ehrler dabei sagte, habe die Gemeinde dabei 13.000 € in die Sicherheit ihrer Bürger und Besucher investiert. Er hoffe aber, dass die Defis möglichst wenig eingesetzt werden müssten. Der Bauhof der Gemeinde wird jetzt in Rathaus, Kurhaus, Eistreff und Festhalle die entsprechenden Standorte vorbereiten. Was in diesem Monat noch erfolgen soll, ist eine Einweisung durch die Herstellerfirma zunächst für Multiplikatoren, die dann die Handhabung der Geräte weiter vermitteln werden. An den einzelnen Gebäuden sollen auch Aufkleber auf den Defi hinweisen.

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