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03.11.2007 Konzert des Gesangvereins Busenbach

Zeitreise über 20 Jahre Matthias Hammerschmitt

Die drei Chorgruppen des Gesangvereins "Freundschaft" Busenbach gemeinsam auf der Bühne

Seinen 110. Geburtstag kann der Gesangverein "Freundschaft" Busenbach in diesem Jahr feiern. 20 Jahre davon stand Matthias Hammerschmitt als Dirigent an vorderster Front. In diese Zeit fielen die Gründung des Frauenchors und des jungen Chors "Joyful", beide von Hammerschmitt mit initiiert.
So stand das Konzert jetzt auch unter diesem Spannungsbogen. Das Programm war eine musikalische Zeitreise mit Werken aus Oper, Operette, Musical sowie klassischer und moderner Chorliteratur, die Chorgruppen des Gesangvereins "Freundschaft" seit 1987 in Konzerten zu Gehör brachten. Durch das Programm führte Michael Welker.

Männerchor der "Freundschaft" und der Schulchor der Anne-Frank-Schule bei ihrem gemeinsamen Lied

Vorsitzender Martin Vogel konnte zu dem sehr gut besuchten Konzert unter den Zuhörern besonders begrüßen: Bürgermeister Harald Ehrler, Rektor Rolf Nold, Norbert Schöpe und Inge Beutelspacher von der Sängergruppe Albtal. Vogel würdigte die Verdienste von Matthias Hammerschmitt, der 1987 eigentlich nur für den erkrankten Chorleiter Wilhelm Sauter eingesprungen war, "bis wir einen passenden Dirigenten gefunden haben". Nach der ersten Probe aber sei klar gewesen, "dass wir ihn so schnell nicht weglassen werden", so Vogel über die damalige Situation. Neben seinem Engagement in Busenbach dirigiere Hammerschmitt noch zwei weitere Chöre in der Region, sei Dozent an der Musikhochschule in Karlsruhe, musikalischer Leiter der Freilichtspiele Ötigheim und Mitbegründer eines Musikverlags.
Für den Konzertabend haben sich die Busenbacher Sänger passend verstärkt. Bei mehreren Liedbeiträgen gewann der Männerchor durch das Mitwirken des Männergesangvereins "Sängerbund" Gaggenau, Leitung Karl-Albert Geyer, noch größere Durchschlagskraft. Mit von der musikalischen Partie war auch der Schulchor der Anne-Frank-Schule Busenbach unter der Leitung von Rektor Rolf Nold. Die modernen Teile des Programms wurden von Michael deBel (Gitarre) und Siegfried Becker (Schlagzeug) wirkungsvoll begleitet.
Passend zum Abend eröffnete der Männerchor mit "Singe mein Herz" von Peter Seeger und "Trösterin Musik" von Anton Bruckner das Programm, beides Werke aus dem ersten Konzert mit Matthias Hammerschmitt im Jahre 1987. Es folgten zwei Lieder des Schulchors und ein gemeinsames Lied mit dem Männerchor, bei dem die frischen Kinderstimmen wirkungsvoll mit den dunklen Männerstimmen kontrastierten. Danach schloss der Männerchor mit dem "Nachtgesang im Walde" von Franz Schubert diesen Teil ab. Dabei überzeugte er mit seinem beseelten Piano ebenso wie mit einem kraftvollen Forte.

Matthias Hammerschmitt

Danach kam dann die Oper zu ihrem Recht. Der "Jägerchor" aus dem "Freischütz" von Carl Maria von Weber, gemeinsam mit dem Männerchor aus Gaggenau, der "Gefangenenchor" aus Verdis "Nabucco" mit dem Frauenchor und wieder mit den Gaggenauer Sängern der Pilgerchor aus Richard Wagners Oper "Tannhäuser" gelangen eindrucksvoll. Danach konnte dann der Frauenchor mit Mendelsohns "Hebe deine Augen auf" und "Drei schöne Dinge fein" des Barock-Komponisten Daniel Friderici unter der sicheren Führung von Hammerschmitt sein gestalterisches Können unter Beweis stellen.
Alle drei Chorgruppen der "Freundschaft" vereinten sich bei der Reminiszenz an die Hippie-Zeit: "Der Wassermann" und "Lasst den Sonnenschein" aus dem Musical "Hair" haben inzwischen so etwas wie Kultstatus. Mit "Joyful" und "We are the world" beschloss der Chor "Joyful" den ersten Programmteil.
Mit vier Werken von Johann Strauß ging es nach der Pause weiter, darunter der Frauenchor mit den frisch und schwungvoll vorgetragenen "Lustige Kutschfahrt" und "Zepperlpolka". Beim "Hoch- und Deutschmeister-Marsch" mit beiden Männerchören lockten die Sänger das Publikum so aus der Reserve, dass die entsprechenden Passagen spontan mitgeklatscht wurden. Der Chor "Joyful" bewies sein Können dann mit "Lemon Tree" und dem schwungvollen Folksong "Barbara Ann" der "Beach Boys" mit Georg Vogel als Solisten. Den Schlusspunkt setzten alle Chorgruppen gemeinsam mit "Rote Lippen soll man küssen" und dem unverwüstlichen "Marmorstein und Eisen bricht", mit dem sich die Sänger auch als Zugabe für den Applaus bedankten.

Frauen-, Männerchor und Chor "Joyful" unterstützt von Siegfried Becker (schlagzeug) und Michael deBel (Gitarre)

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