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14.10.2007 MAMMA MIA! in Waldbronn

"MAMMA MIA" – war das ein Event

Rasante Tanznummern, wie hier die gesamte Gruppe mit Melanie Bechtel prägten "MAMM MIA!" im Kurhaus Waldbronn

Dass ABBA und ihre Musik leben, dafür lieferte jetzt der Gesangverein "Concordia" Reichenbach mit seinem grandiosen "MAMMA MIA!"-Projekt den schlagenden Beweis. Obwohl in Stuttgart gerade aus dem Spielplan genommen, es lief dort vor fast immer ausverkauftem Haus seit 2004, füllte der Reichenbacher Gesangverein damit den Kurhaussaal so, dass eine dritte Vorstellung angesetzt werden musste, und auch die war im Nu ausverkauft.

Jenny Bechtel, Melanie Bechtel
und Ina Weber (v.li.)

Die Handlung des Musicals der ABBA-Mitglieder Björn Ulvaeus und Benny Andersson ist schnell erzählt. Donna (Gaby Bechtel) lebt mit ihrer 20-jährigen Tochter Sophie (Melanie Bechtel) auf einer kleinen griechischen Insel und betreibt dort eine Taverne. Sophie möchte Sky (Christian Müller) heiraten und träumt davon, von ihrem Vater zum Altar geführt zu werden. Im Tagebuch ihrer Mutter entdeckt sie, dass drei Kandidaten (Jürgen Fody, Martin Schwab und Roger Waible) dafür in Frage kommen. Kurzerhand lädt sie alle drei zur Hochzeit ein. Die Turbulenzen beginnen, zumal auch Donnas ehemalige Freundinnen (Angelika Müller, Michaela Ried) anreisen und Sophies Freundinnen (Jenny Bechtel, Ina Weber) ebenfalls kräftig mitmischen. Erzählt wird die charmante und humorvolle Geschichte durch 22 der größten Hits von ABBA.
Für das Musical wurde "The Voices", der junge Chor des Vereins, zu einem Projektchor erweitert, das 38-köpfige Tanzensemble feilte an den schmissigen Tänzen, die Schauspieler studierten ihre Rollen, probten und boten in der Aufführung typgenaue Porträts der Figuren. Zusammengehalten wurde alles durch Nicole Zeyer, die für Regie, assistiert von Kurt Bechtel, Choreografie und, zusammen mit Beate Allion und Annette Waible, auch für das Bühnenbild in einer wahren Mammutaufgabe verantwortlich war.

Hochzeitsszene, aber nicht Sophie (Melanie Bechtel) heiratet ihren Sky (Christian Müller), sondern Donna ihren Sam (Jürgen Fody).

Teilweise tummelten sich bis zu 200 Akteure auf der Bühne und dafür musste die Bühne des Kurhauses vergrößert werden, dafür zeichnete die Ittersbacher Schreinerei Zeyer verantwortlich. Die Lichttechnik wurde durch ganze Batterien von Scheinwerfern aufgerüstet, um die entsprechenden Stimmungen zu schaffen. Für die Frisuren und Masken sorgte der Salon Hair Artists aus Waldbronn. Eine ungeheure Aufgabe für alle Aktiven des Reichenbacher Gesangvereins, die wohl nur in einer funktionierenden Gemeinschaft zu bewältigen war.

Die Lehrerband der Musikschule und der
musikalische Leiter Joachim Langnickel

Der äußere Rahmen also stimmte, aber parallel dazu musste auch die musikalische Seite stimmen und dafür hatte der Gesangverein mit Joachim Langnickel einen "Glücksfall" parat. Bisher Leiter von Kinderchor und "The Voices", dem Vernehmen nach wird er noch in diesem Jahr die musikalische Gesamtleitung bei der "Concordia" übernehmen, legte er sich ein schlüssiges Konzept zurecht. Die Gesangsnummern der Protagonisten werden von diesen Playback gespielt, während "The Voices" im Hintergrund der Bühne die Songs zündend über die Rampe brachten. Die dafür notwendigen Arrangements der Chorsätze stammen ebenfalls aus der Feder von Joachim Langnickel.
Auch eine Begleitband war schnell gefunden. Die Musikschule Waldbronn übernahm mit der Lehrerband in der Besetzung Christian Backof (Keyboard), Karl-Heinz Dörr (E-Gitarre), Stefan Rupp (E-Bass) und Michael Siegwart (Schlagzeug) gekonnt und stilsicher die Begleitung der Songs.

Mit mehreren Zugaben bedankten sich
die Akteure für die Standing Ovations
ihres begeisterten Publikums
an allen drei Abenden

Schon durch das Opening mit den Songs "Mamma Mia", "Dank für die Lieder" und der unverwüstlichen "Dancing Queen" sprang der Funke über, zumal hier alle Chorgruppen der "Concordia" vom Frauen- und Männerchor über "The Voices" bis zum Kinderchor mit über 150 Aktiven auf der Bühne standen. Im Finale, auch hier kamen nochmals der Frauen- und der Männerchor mit zum Einsatz, erklang mit "Waterloo" einer der größten ABBA-Hits und als Zugabe hatten Sänger und Band "Super Trouper" im Gepäck, und spätestens jetzt hielt es den Letzten nicht mehr auf seinem Sitz.

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