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01.10.2007 Schülerbücherei wieder offen

Elterninitiative für Schülerbücherei

Auch die ersten kleinen Ausleiher stellten sich mit auf das Gruppenfoto, das einen Teil der engagierten Mütter mit Lehrerin Stefanie Reitzenstein (2.v.li.), sowie Rektor Peter Hepperle (re.) und Bürgermeister Harald Ehrler zeigt

Über lange Jahrzehnte gab es in der Reichenbacher Albert-Schweitzer-Schule eine gut bestückte Schülerbücherei. Verantwortlich geleitet wurde sie mit viel Engagement von Oberlehrerin Friedegund Halbgewachs. Die Bücherei war "ihr Kind" und viele Stunden über ihr Deputat hinaus arbeitete sie dort, um die Schülerbücherei auf dem neuesten Stand zu halten. Dann aber ging Friedegund Halbgewachs in den mehr als verdienten Ruhestand und die Bücherei war plötzlich verwaist.
Die Initiative ergriff dann Lehrerin Stefanie Reitzenstein zusammen mit Eltern. Die Leseerziehung sei ein Ziel, das nicht hoch genug eingeschätzt werden könne. Dazu könne die Schülerbücherei einen wesentlichen Beitrag leisten und Kinder zum Lesen ermuntern. Daran erinnerte auch Rektor Peter Hepperle bei der offiziellen Wiedereröffnung am Montag. Zunächst dankte er Friedegund Halbgewachs mit einem Blumengebinde für ihre jahrelange Arbeit in der Bücherei. Er vergaß aber auch die Väter und Mütter nicht, die sich bereit erklärt haben, in der Schülerbücherei "Dienst zu tun" und die Ausleihen zu organisieren. Dank sagte Hepperle auch dem Förderverein der Albert-Schweitzer-Schule, der die Bücherei finanziell unterstütze. Die Vorsitzende Eva Bruckschlögl war ebenfalls zur Wiedereröffnung gekommen.
Das Engagement passe hervorragend ins Jahr der Familie. Auch Bürgermeister Harald Ehrler fand es sehr positiv, dass sich Eltern und Lehrer engagierten, um über die Schülerbücherei Kinder zum Buch zu führen. Die Schülerbücherei sei eine gute Ergänzung zum Angebot der gemeindlichen Bücherei "Leseinsel".
Die Eltern sortierten zunächst die Bücher und stellten einen Bestand für die Grundschule zusammen. Er reicht, wie Sabine Berger sagte, von Märchen zum Vorlesen über Erstlesebücher, Sachbücher bis hin zu Kinderbuchklassikern wie den Werken von Erich Kästner oder Michael Ende. Insgesamt etwa 1.200 Bücher sind derzeit im Bestand und warten auf eine Ausleihe. Geplant ist für die Zukunft, den Bestand auch für die Hauptschüler zu erweitern. Dabei ist vor allem an entsprechende Sachbücher gedacht, die sich zur Vorbereitung von Prüfungen einsetzen lassen.
Zehn Eltern machen bisher in der Bücherei mit. Sie wechseln sich bei den Ausleihen ab, die jeweils von Montag bis Donnerstag während der großen Pause von 10:25-10:45 Uhr stattfinden. Erfreulich war bereits am ersten Tag der Zuspruch. Unter die Eröffnungsgäste hatten sich auch bereits zahlreiche Kinder gemischt, die Bücher ausgeliehen haben.

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