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22.09.2007 Familienwanderung im Schwarzwald

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Erlebnisreiche Familienwanderung gefiel allen

Spät am Abend formierten sich die Waldbronner Familien-Wanderer zu einem Gruppenbild am Mummelsee


Ein Veranstaltung mit hoher Wiederholungswahrscheinlichkeit war die Familienwanderung im Schwarzwald. Ziel war das Gebiet um Mummelsee, Hornisgrinde, Ruhestein und der Lotharpfad. Alle, die daran teilgenommen hatten, waren sich einig, einen interessanten Tag in wunderschöner Natur verbracht zu haben, der auch in der Endbilanz sicher zu den Höhepunkten des Familienjahres zählen dürfte.
Geboren wurde die Idee einer Familienwanderung von Bürgermeister Harald Ehrler. Für Wegstrecke und Ziele sicherte er sich die Unterstützung des passionierten Wanderers Helmut Benz, der bei der Familienwanderung selbst auch als sach- und wegekundiger Wanderführer fungierte und die Strecke zuvor bereits mit dem Bürgermeister zu Fuß erkundete.
Im Programm war dann wirklich für jeden etwas, für die kleinen und die großen Familienwanderer, denen auch dank der Unterstützung des Wettergottes ein wunderschöner, herbstlich-sommerlicher Tag beschert wurde. Dass es zu einer echten Familienwanderung wurde, lässt sich auch an der Altersspanne ablesen, die sich von unter zwei bis weit über 70 erstreckte, also alle Generationen umfasste, Kinder, Eltern, Großeltern. Vor allem viele junge Familien mit Kindern nutzten die Gelegenheit zum gemeinsamen Wandern und Erleben.

Beim Picknick auf dem Ruhestein

Bei der Fahrt nutzte der Bürgermeister die Gelegenheit, alle willkommen zu heißen. Besonders dankte er dem Wanderführer des Tages Helmut Benz, sowie dem mitwandernden Rathausteam mit Familienberaterin Isa Weinerth, Gertrud Rehfeld von seinem Sekretariat und Edmund Lauinger, zuständig für den Leitbildprozess, die ein Großteil der Organisation im Vorfeld zu bewältigen hatten. Zunächst ging es mit dem Bus über Bad Herrenalb, Käppele und Loffenau ins Murgtal. Danach vorbei an der Schwarzenbachtalsperre zur Schwarzwaldhochstraße und zum Ruhestein. Hier stieß ein Ehepaar mit seinen Kindern dazu, das mit dem Auto angereist war. Dort wartete bereits die erste Überraschung auf die Wanderer. In den Tiefen des Bus versteckt war ein Frühstück mit Brezeln, süßen Stückchen und Getränken, die gespendet waren. So gestärkt konnte dann Wolfram Hessner, Mitarbeiter im Naturschutzzentrum Ruhestein, die Waldbronner Gruppe begrüßen und das Naturschutzzentrum und seine Arbeit vorstellen. Über Entstehung und Geschichte des Schwarzwalds, über seine Fauna und Flora und über die Menschen, die dort siedelten, informierte eine Ausstellung.

Die Waldbronner mit Wolfram Hessner auf dem Lotharpfad

Danach ging es dann zum Lotharpfad auf dem Schliffkopf, über den ebenfalls Wolfram Hessner führte und es dabei verstand, viele ökologische Fragen den großen, vor allem aber auch den kleinen Teilnehmern verständlich zu machen. In dieses etwa 10 ha große Gebiet hat nach dem Sturm Lothar, der am 26. Dezember 1992 wütete, der Mensch nicht eingegriffen, nur ein Pfad wurde auf 800 m durch das Gebiet geschaffen, teilweise geht es dabei auf Holzplanken und Leitern über umgefallene Bäume oder auch unter ihnen durch. Spannend sei es zu beobachten, was hier passiert, wie sich die Natur selbst verjüngt. Dabei verstand es Hessner auch die Gründe aufzuzeigen, warum beispielsweise Fichten leichter zum Sturmopfer werden als Buchen. Auf viele Kleinigkeiten am Wegesrand machte er dabei die Waldbronner aufmerksam. Da sein Hauptgebiet die Ornithologie ist, waren seine Hinweise auf vorüberziehende Vögel immer wieder verblüffend.

Fernblick vom Lotharpfad aus über die Schwarzwaldberge zur Rheinebene

Nach diesem Erlebnis ging es zurück zum Mummelsee. Von dort starteten die Waldbronner Wanderer über die Michaelskapelle mit den Glasfenstern von Emil Wachter über einen steinigen Pfad zum Gipfel der Hornisgrinde, dem mit 1.164 m höchsten Berg des nördlichen Schwarzwalds. Dort angekommen stärkten sich alle mit einem mitgebrachten Vesper, ehe sich die Gruppe dann trennte. Die Wanderer begaben sich mit Helmut Benz auf eine 11 km lange Tour von der Hornisgrinde über Seibelseckle, Wildseeblick zum Ruhestein. Die anderen, darunter die meisten Kinder, verbrachten unter Führung von Bürgermeister Harald Ehrler noch einige Zeit auf dem Gipfelplateau, studierten die Informationen über das Hochmoor, genossen den Ausblick vom Bismarckturm und wanderten auf der Straße zurück zum Mummelsee.
Hier spaltete sich die Gruppe nochmals auf. Ein Teil fuhr auf Bitten der jungen Teilnehmer zum Mehliskopf und machte dort die Sommerrodelbahn unsicher, andere blieben am Mummelsee und ließen es bei einer Fahrt mit Tretbooten auf dem geheimnisumwitterten etwas ruhiger angehen. Abschließenden Treff war dann im "Grenzstüble" am Ruhestein, wo sich zuletzt Hüttenwirt Heini nicht lange bitten ließ, und mit seinem Akkordeon die Waldbronner unterhielt.

Beim Abschluss im "Grenzstüble" aud dem Ruhestein

Wieder zurück in Waldbronn waren alle voll des Lobes und dankten den Organisatoren um Bürgermeister Harald Ehrler und Helmut Benz für einen wunderschönen Tag, der zudem noch zahlreiche interessante Informationen bereithielt. Alle hofften darauf, dass diese Familienwanderung keine einmalige Angelegenheit bleibt und mit anderen Zielen eine Wiederholung findet. "Wir sind dann auf jeden Fall wieder dabei", so die oft gehörte Feststellung.

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