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22.08.2007 Kanalbaumaßnahme geht weiter

Mischwassersammler Reichenbach:
Bauarbeiten werden in drei Wochen fortgesetzt

Mit einer Eilentscheidung hat Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle dafür gesorgt, dass die Arbeiten am Mischwassersammler in Reichenbach weiter gehen können. Wie berichtet lässt die Gemeinde lässt Arbeiten zum Neubau eines Mischwassersammlers in der Pforzheimer Straße im Ortsteil Reichenbach ausführen. Im Interesse eines reibungslosen Ablaufs der Bauarbeiten und möglichst geringer Verkehrsbehinderung hatte sich die Gemeinde im Vorfeld für ein unterirdisches Vortriebsverfahren entschieden.

Auf harten Fels
stießen die Kanal-
bauer in Reichenbach

Bei den Vorbereitungsarbeiten für den Rohrvortrieb wurden aber härtere Gesteinsschichten angetroffen, als auf Grund eines Baugrundgutachtens zu erwarten war. Die Arbeiten konnten mit der ausgewählten Vortriebstechnik nicht ausgeführt werden und die Firma ließ die Arbeiten seit dem 20.07.2007 ruhen und informierte unverzüglich die Gemeinde.
Um den härteren Fels zu lösen, wurden Lockerungssprengungen erwogen. Das Landratsamt Karlsruhe, Untere Wasserbehörde, hat Sprengungen jedoch unter Hinweis auf mögliche negative Auswirkungen auf die Heilquellen nicht zugelassen. Danach verblieben nur noch zwei Alternativen: offene Bauweise mit einer über Monate dauernden Vollsperrung der Pforzheimer Straße oder der allerdings wesentlich teurere Einsatz einer "Vollschnittmaschine", wie sie auch im Tunnelbau verwendet wird.

Mit einer neuen Maschine werden die
Arbeiten am Mischwassersammler unter
der Pforzheimer Straße fortgesetzt

Ein solches Gerät kann in etwa drei Wochen auf der Baustelle zur Verfügung stehen. Die notwendige Umstellung der Vortriebstechnik führt allerdings zu Mehrkosten von rund 680.000,00 Euro, die gesamten Baukosten erhöhen sich dadurch von ursprünglich 1.028.229,98 € auf etwa 1.677.000 €.
Da die Vollschnittmaschine nur in einem eng begrenzten Zeitrahmen für die Gemeinde zur Verfügung steht, berief Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle kurzfristig den Gemeinderat zu einer nichtöffentlichen Sitzung ein, um über die Mehrkosten zu beraten. Auf Grund der Ferienzeit war der Gemeinderat jedoch nicht beschlussfähig. Die anwesenden Mitglieder sprachen sich in der Sitzung einstimmig für die Bereitstellung der benötigten Finanzmittel aus. "Vor diesem Hintergrund habe ich den Vertrag mit der Firma unterschrieben", so Helmut Völkle.
Ein wirksamer Gemeinderatsbeschluss kann innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit nicht herbeigeführt werden. Um dadurch drohende finanzielle Nachteile von der Gemeinde abzuwenden, Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle im Wege einer Eilentscheidung die benötigten Mittel bereitgestellt.
Die endgültige Finanzierung erfolgt dann durch die Bereitstellung der Mittel im noch zu beschließenden Nachtragshaushaltsplan.

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