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28.07.2007 Tokushima-Jugendchor in Waldbronn

TOKUSHIMA Jugendchor im Kurhaus
Ein außergewöhnliches Konzert


In farbenfrohen Kimonos und mit klackenden Sandalen zogen die 41 Mädchen und zwei Jungen des Tokushima Jugendchors nach der Pause ein. Dazu boten sie ein buntes Potpourri aus Gesang, Tanz und Spiel, das die Zuhörer zu wahren Begeisterungsstürmen hinriss

Auf seiner 8. Deutschlandreise machte der TOKUSHIMA Jugendchor nach Köln und Bamberg Station in Waldbronn. Zu Anfang des Konzerts sang der Evangelische Kirchenchor Waldbronn unter der Leitung von Detmar Tetzlaff zwei Lieder von Brahms, einfühlend vorgetragen. Gekleidet in Schwarz-Weiß, kamen die jugendlichen Sänger von der japanischen Insel Shikoku zur Bühne. Leiter und Gründer des Chores Dr. Shuho Ueda hatte seinen Jugendchor, den er 1964 gegründet hatte, fest im Griff. 41 Mädchen und 2 Jungen standen diszipliniert auf der Bühne des Kurhauses und sangen die "Hymne an die Freude“. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Harald Ehrler, der für diesen Abend die Schirmherrschaft übernommen hatte, dankte Doris Giesler aus Waldbronn allen Mitwirkenden für den Einsatz und den Familien, die die jugendlichen Gäste aufgenommen hatten.
Dann ging es weiter im klassischen ersten Teil mit einem glasklaren "Ave Maria“ von Schubert und dem moderneren a-capella-Satz von Baumgartner. Sehr geschult und mit einer Leichtigkeit sang der Chor in sauberer Intonation, und das in Deutsch und Latein. Es war einfach meisterlich. Dann zauberten die Jugendlichen unter dem großen weißen Kragen bei dem Lied ’DoReMi / Sound of Music’ deutsche und japanische Fähnchen hervor. Der Evangelische Kirchenchor sang gemeinsam mit den Japanern zwei Lieder von Brahms – in Deutsch, für die Japaner sicher ein Zungenbrecher. Das war Harmonie total.
Nach der Pause bot sich ein ganz anderes Bild. In farbenfrohen Kimonos zogen die jungen Japaner auf ihren klackenden Sandalen zu beiden Seiten der Zuschauer ein. Sie sangen und zeigten ein Potpourri japanischer Kinderlieder mit Anmut und fernöstlichem Charme; dazu jonglierten und tanzten sie. Am Flügel begleitete die Pianistin  Joshino Kawano das bunte Treiben aus Gesang, rhythmischem Tanz und Spiel. Immer wieder Beifall und Bravo-Rufe. Bei der deutschen Nationalhymne erhoben sich spontan die Zuhörer im Saal, der leider nicht ganz besetzt war. Mit stehenden Ovationen und nicht enden wollendem Applaus baten die Zuhörer um eine Zugabe. Bei deutschen Volksliedern und dem Abschlusslied "Muss i denn zum Städtele hinaus“ machte das Publikum begeistert mit. Erneut stehende Ovationen für dieses musikalische Gastgeschenk. Ein außergewöhnliches Konzert, das einen seltenen Einblick in eine fremde Musikkultur vermittelte, war zu Ende.
Der Eintritt war frei; die Spenden der Besucher in Höhe von 1.300 € gehen an die onkologische Kinderkrebsstation in Karlsruhe von der ein Vertreter des Fördervereins bei dem Konzert anwesend war.
Mit gelben Rosen dankte die Gemeinde Waldbronn dem preisgekrönten Chor für seine überwältigenden Darbietungen. Im übrigen hat dem Chor der Aufenthalt in Waldbronn und die Stimmung beim Konzert gefallen; er will in zwei Jahren wiederkommen.

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