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14.07.2007 12-Stunden-Schwimmen der DLRG

759,8 km in 12 Stunden zurückgelegt

Immer gut besucht war das Schwimmerbecken, als es darum ging, 12 Stunden lang für einen guten Zweck zu schwimmen

12 Stunden Schwimmen war die neueste Aktion der DLRG Waldbronn. Dabei ging es nicht um einen Rekord, sondern möglichst viele Schwimmer sollten möglichst viele Bahnen zurücklegen, um einen möglichst großen Betrag zu erschwimmen. Dieser Betrag sollte dann gemeinnützigen Einrichtungen zu Gute kommen. Jeder geschwommene Kilometer sollte also Geld in die Spendenkasse spülen.
Als das Vorhaben erstmals andiskutiert wurde, fanden das alle "super toll", so DLRG-Vorsitzender Friedrich Schinzel bei der Eröffnung. Je tiefer man aber in die Planung einstieg, desto mehr dämmerte es allen, was damit an Arbeit verbunden war. Ein Termin musste festgelegt werden, Sponsoren galt es zu suchen und vor allem musste die Organisation für den Tag selbst erstellt werden. Dabei gab es eine große Unbekannte: das Wetter. Aber auch der Wettergott hatte offenbar realisiert, des es hier um Hilfe geht und ein super Freibadwetter an den Himmel gezaubert.

Bei der Eröffnung (v.re.) Flora Asseyer,
Joachim Lauterbach, Friedrich Schinzel
und Ute Ludwigs

Mit im Boot war auch gleich die Kurverwaltung, die für diesen Tag das Schwimmerbecken freigab und zustimmte, dass alle Teilnehmer am "12-Stunden-Schwimmen" nach ihrer Registrierung freien Eintritt in den Waldbronner Freibadepark erhielten. Eine große Zahl weiterer Sponsoren erklärte sich bereit, die geschwommenen Kilometer zu honorieren. So konnte die DLRG letztlich vermelden, dass pro geschwommenen Kilometer, gleich von wie vielen Schwimmern, 4 € gezahlt werden.
Der Startschuss sollte um 12 Uhr fallen. Bis dahin aber hatten die Helfer der DLRG bereits über 100 Schwimmern die nummerierten, bunten Bademützen verpasst und sie in einer Liste registriert. So warteten schließlich alle schon ungeduldig darauf, ins Wasser springen zu können, um zum Spendenbetrag ihre Bahnen beizusteuern.
Rechtzeitig vor dem Anpfiff begrüßte Joachim Lauterbach für die Kurverwaltung und lobte die gute Idee der DLRG Waldbronn, die mit vielen Helfern im Freibad im Einsatz war. DLRG-Vorsitzender Friedrich Schinzel dankte vor allem den Sponsoren, die die Veranstaltung erst ermöglichten. Dank ging aber auch an die zahleichen DLRG-Helfer, für die das Event ein "gnadenloser Tag" wird. Der Vorsitzende erwähnte auch dankbar, dass die drei Waldbronner DRK-Ortsvereine für diesen Tag im "Schichtdienst" Erste Hilfe leisten.

Möglichst viele Bahnen für einen guten Zweck

Die Spenden, so der DLRG-Vorsitzende, gehen zu gleichen Teilen an den von Caritas und Diakonie getragenen Kinderhospizdienst Karlsruhe und Landkreis sowie an den Ambulanten Kinderhospizdienst Mittelbaden, der unter dem Dach des Deutschen Hospizvereins lebt.
Ute Ludwig vom ambulanten Kinderhospizdienst Mittelbaden und Flora Asseyer vom Kinderhospizdienst Karlsruhe und Landkreis dankten der DLRG, allen Schwimmern und den Sponsoren für den Einsatz. Ohne solche Spenden sei die Kinderhospizarbeit nicht zu leisten, betonten beide.

Schwimmer jeden Alters trugen
zum Ergebnis bei

Den ganzen Tag bis in die Nacht waren immer Schwimmer im Becken. Am Abend kam dann die Freiwillige Feuerwehr Etzenrot mit ihrem "Powermoon" zum Einsatz und erleuchtete die Umgebung des Schwimmerbeckens und die Band "Sighed4" spielte am Abend zur Unterhaltung, so dass zum guten Zweck noch richtige Partystimmung aufkam. Einige, die beim Start dabei waren kamen sogar abends nochmals zum Schwimmen. Nur so ist auch die Gesamtstrecke von 759,8 km möglich geworden, die die insgesamt 590 Teilnehmer erzielten. Damit ist auch klar, dass an die beiden Kinderhospizdienste über 3.000 € verteilt werden können.
Interessant sind noch einige weitere Angaben: Bernhard Stauß aus Bad Herrenalb legte alleine die Strecke von 27,1 km zurück, der zweite Platz in dieser inoffiziellen Wertung ging an Theo Becker, dicht gefolgt von Markus Kohler, beide aus Waldbronn. Der älteste Teilnehmer war mit Karl Vogel, Jahrgang 1927, ein ehemaliger Vorsitzender der Waldbronner DLRG. Jahrgang 2004 war Ina Csernalabics, die jüngste Teilnehmerin, die 100 m schwamm.

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