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13.07.2007 Zahnärzte für Indien

Zahnärzte für Indien

Dr. Dietrich Münchgesang und Lisa Gebhardt bei der Arbeit im "Dentomobil".

Die deutsche Organisation „Zahnärzte für Indien“ engagiert sich seit Jahren für Kinder in Indien, besonders dabei für Kinder in Heimen, die sonst in der Regel kaum eine zahnärztliche Versorgung haben. Mit dabei ist in diesem Jahr auch wieder der Grünwettersbacher Zahnarzt Dr. Dietrich Münchgesang und seine mitgereiste Helferin Lisa Gebhardt aus Waldbronn.
Dafür steht das "Dentomobil“, eine komplette Praxis auf Rädern, parat, das von deutschen Zahnärzte gespendet wurde. "Hier ist alles auf kleinstem Raum vorhanden. Es ist auf die Bedürfnisse abgestimmt, also perfekt“, so Gebhardt. Dass die Arbeit bei über 30 Grad in der Sonne in einem kleinen Raum aber auch auszuhalten ist, dafür sorgen Klimagerät und Ventilatoren. Das "Dentomobil“ ist zudem energietechnisch autark: "Das muss es auch sein bei unseren Einsätzen in den kleinen Dörfern, denn nicht überall finden wir Stromanschlüsse vor“, so Dr. Münchgesang: "Und von den häufigen Stromausfällen möchte ich gar nicht reden.“
Um sprachlichen Barrieren etwas aus dem Wege zu gehen, ist vom "Nursing College“ in Madurai Jinu Joseph dabei. "Das ist sehr wichtig, denn sie kann die Kinder in ihrer Muttersprache auch einmal beruhigen und ihnen auch alles erklären“, so Gebhardt. Die Kinder wollen dabei aber auch alles Mögliche über die Helfer aus Deutschland wissen. Eines weiß Ganeshan aber schon: Ballack sei ein guter Fußballer, der jetzt in England spiele. Bei Fußball kennt er sich bestens aus, aber einen Zahnarzt habe er noch nie besucht, erklärt er. Genau um dieses Thema kümmert sich die Organisation "Zahnärzte für Indien“: Zahnärzte reisen regelmäßig nach Indien und kümmern sich um die kleinen Patienten. Mit Erfolg: "Das können wir nun nach unseren vielen Einsätzen rund um Madurai feststellen“, so Münchgesang, der ein Kind nach dem anderen auf dem Stuhl im "Dentomobil“ behandelt. So langsam nähert sich die Sonne dem Horizont: Der letzte kleine Patient wurde behandelt und auch die Lehrer nutzen gleich die Gelegenheit, einmal nach dem rechten in ihrem Mund schauen zu lassen. Wenn schon mal ein Zahnarzt zu ihnen nach Satchiapuram kommt, muss man das auch ausnutzen.
Wer mehr wissen möchte über die Arbeit der „Zahnärzte für Indien“, kann Kontakt über Dr. Dietrich Münchgesang, Wiesenstraße 2 in Karlsruhe-Grünwettersbach aufnehmen, zudem finden sich Infos im Internet unter:
www.zahnaerzte-fuer-indien.de.

Lisa Gebhardt übergibt die Spenden der Kolpingsfamilie Reichenbach und von Privatleuten an Heimleiter Paulus für sein Kinderheim in Madurai

Lisa Gebhardt nutzte die Zeit ihres Aufenthalts aber auch, um eine Spende von 1.600 € an ein Kinderheim in Madurai zu übergeben. 1.000 € stammen dabei von der Kolpingsfamilie Reichenbach, 600 € kamen durch die Hilfsbereitschaft vieler privater Spender zusammen. Weitere 200 € konnte sie an den Bischof von Madurai übergeben, der den Betrag für die zahnärztliche Ausbildung in seiner Diözese verwenden wird. Auch dieser Betrag stammt aus privaten Spenden. Vor allem allen privaten Spendern Lisa Gebhardt für die Unterstützung der Hilfsprojekte in Indien.

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