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24.06.2007 Benefizfest für Knochenmarkspende

Große Geste der Mitmenschlichkeit

In Karlsbad übergab Peter Einzmann (li.) von Moonlife im Beisein der Bürgermeister Harald Ehrler und Rudi Knodel eine Spende an Anette Weiß vom Karlsbader Initiativkreis "Hilfe für Brigitte und andere"


Gleich an zwei Orten liefen Aktionen, die dazu aufriefen, dass sich Menschen als mögliche Knochenmarkspender typisieren lassen. In Karlsbad war es die Aktion "Hilfe für Brigitte und andere", in Waldbronn hatten Rosi und Karl-Heinz, die Wirtsleute vom "Milljöh", die Initiative für ihren ehemaligen Kollegen Peter ergriffen. Wurde in Karlsbad auch Blut zur Typisierung genommen, so ging es in Waldbronn vor allem darum, für die "Deutsche Knochenmarkspenderdatei" Geld zu sammeln, denn eine Typisierung kostet immerhin 50 €. Wer sich aber typisieren lassen wollte, der wurde mit einem Shuttle-Bus von Waldbronn nach Karlsbad gefahren.
Im Schulzentrum Karlsbad überreichte zu Beginn der Aktion Peter Einzmann von "Moonlife" eine Spende über 10.000 €. Sie soll zu gleichen Teilen der Karlsbader und der Waldbronner Aktion gutgeschrieben werden, deshalb waren auch die beiden Bürgermeister Harald Ehrler und Rudi Knodel anwesend. Damit übernehme Moonlife einen Teil der in Karlsbad anfallenden Laborkosten. Um Geld für solche Aktionen zu sammeln, organisiere die Band "The Moonlights", sie spielt vor allem Musik der 60er bis 80er Jahre, seit fünf Jahren ein Konzert, das in diesem Jahr am 27. Juli ab 20 Uhr im Innenhof der Majolika in Karlsruhe stattfindet. Karten dafür sind im Vorverkauf beim Reisebüro Waldbronn in der Bergstraße 32 erhältlich.
Bürgermeister Rudi Knodel dankte für die Spende und hoffte, dass die Typisierungen den Betroffenen in Karlsbad und Waldbronn, aber auch darüber hinaus helfen können. Freude und Dankbarkiet über die Spende empfand auch Anette Weiß, die Karlsbad die Aktion "Hilfe für Brigitte" mit ins Leben rief.

Viel Betrieb in Zelten und auf dem Karusell

In Waldbronn eröffnete Bürgermeister Harald Ehrler das Benefiz-Sommerfest, das von den Wirtsleuten vom "Milljöh" organisiert und von vielen Helfern unterstützt wurde. Die Eröffnung umrahmte Almut Schneider, Lehrerin an der Musikschule Waldbronn. Ehrler hob hervor, dass Spender gesucht werden, die bereit sind, sich typisieren zu lassen und dann auch zu helfen, wenn die Typisierungsmerkmale mit einem Erkrankten übereinstimmen. In Waldbronn seien Rosi und Karl-Heinz initiativ geworden und konnten neben dem Bürgermeister noch Lieselotte Lossau, Ehrenbürger Martin Altenbach und Franz Sales Becker als Schirmherren gewinnen.
Ehrler erwähnte weiter, dass Deutschland mit 600.000 Typisierung bisher gut dastehe, weltweit seien 1,2 Millionen Menschen in einer Spenderdatei erfasst. Auch Waldbronns Bürgermeister hoffte, dass unter den Typisierten Spender gefunden werden, um den Erkrankten in Karlsbad und Waldbronn zu helfen.

Eine Attraktion waren die Trial-Vorführungen der MSC-Jugend

Geboten war dann beim Benefizfest den ganzen Tag etwas. Wer wollte, konnte sich vor seinem Besuch auf dem Fest, oder auch danach, von Alexander Simon gegen einen Obolus massieren lassen, der ebenfalls dem guten Zweck zufloss. Es unterhielten die Bands "Sighed4" und "Sting Ray", ehe zum Abschluss das bekannte Wasen-Trio mit seinen Liedern für Stimmung sorgte. Neben dem Kinderkarussell konnte sich jeder im Zelt stärken oder beim Waldbronner Whisky-Club "Malt'n'more" Whisky verkosten oder gleich daneben sich mit Bier vom Lindenbräu erfrischen. Selbstverständlich gab es auch Kaffee und Kuchen von Fricke Bäck. Ihren Beitrag leistete auch eine Torwand oder der Stand des Schützenverein Waldbronn, bei beiden konnte jeder seine Treffsicherheit auf unterschiedliche Weise überprüfen.

Betrieb beim Benefizfest

Eine Attraktion war aber das Jugendtrial des MSC Reichenbach. Die junge Truppe von Patric Riedinger zeigte, wie gut sie ihre Maschinen bereits beherrschen. Slalom, Wippen, über Baumstämme, eine hochgelegte Bohle oder ein kompletter PKW, kein Hindernis war den sechs bis zwölf Jahre alten Trialfahrern des MSC zu schwierig. Kommentiert wurden die Vorführungen von Jugendleiter Roland Jäger.
Das Schönste aber war, dass der Erlös des Benefiz-Sommerfests in vollem Umfang der "DKMS" zufloss und mithilft, die Laborkosten für Typisierungen aufzubringen. Wer das Fest nicht besuchen konnte, kann seine Spende noch auf das Konto-Nr. 169179204 unter dem Stickwirt "Leben Spenden" bei der Volksbank Ettlingen (BLZ 660 912 00) überweisen.

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