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28.04.2007 Freiwillige Feuerwehr Waldbronn: JHV

Lob für Jugendarbeit der Waldbronner Wehr

Dieter Rädle (li.) gab nach 20 Jahren sein Amt als Kommandant der Abteilung Busenbach in jüngere Hände. Für seine Verdienste überreichte ihm Rudolf Dieterle das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes

Eine rückläufige Personalstärke bei der Feuerwehr ist in vielen Gemeinden festzustellen. Diese Tatsache, die ihre Schatten auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Waldbronn vorauswirft, stand im Mittelpunkt vieler Berichte bei der Jahreshauptversammlung. Die Waldbronner Wehr sei aber mit 112 Aktiven noch immer gut besetzt, so Bürgermeister Harald Ehrler beruhigend. Dazu komme, und auch das wurde hervorgehoben, dass in Waldbronn eine hervorragende Jugendarbeit betrieben wird.
Zu 70 Prozent werde der Feuerschutz bei uns durch ehrenamtliches Engagement sicher gestellt, stellte Ortskommandant Peter Weißenborn zu Beginn seines Berichts fest. Berufliche Mobilität, mangelnde Bereitschaft zum Ehrenamt und die demografische Entwicklung führten dazu, dass die Personalstärken in vielen Gemeinden bedenklich sinken. Vor allem während des Tages werde es immer schwieriger, eine einsatzfähige Löschgruppe zu stellen. Es müsse gelingen, so der Kommandant, Menschen für ein ehrenamtliches Engagement zu gewinnen. Freier Eintritt in die Schwimmbäder, wie mittwochs in Waldbronn für Feuerwehrleute praktiziert, sei ein erster Schritt zur Stärkung und Anerkennung des Ehrenamts.
Mit 156 Alarmierungen hatte die Waldbronn Wehr 42 Einsätze mehr als im Jahr zuvor. Rund 1.500 Stunden mussten die Feuerwehrangehörigen dafür leisten. Unter den 16 Brandeinsätzen waren der Brand bei Minimal und in einem Seniorenheim die größten Einsätze. 48 Hilfeleistungen und 37 sonstige Einsätze, darunter 22 Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen, ergänzen die Statistik.
Für Ausbildungsmaßnahmen, die der Kommandant detailliert aufschlüsselte, wurden 24.200 Dienststunden aufgewendet. Neu ist hier, dass erstmals die Truppmann-Ausbildung abteilungsübergreifend auf Waldbronner Ebene erfolgt.
Die Mannschaftsstärke betrug zum Jahresende 112 Aktive, darunter fünf Frauen. Damit nahm die Stärke der Waldbronner Wehr um neun Aktive ab. 39 Mitglieder umfasse die Jugendfeuerwehr im Alter von 11 - 18 Jahren, davon 4 Mädchen. In der Alterswehr seien 26 ehemalige Feuerwehrmänner. Der Kommandant schloss seinen Bericht mit einem Überblick über die Aktivitäten der Wehr in den Waldbronner Schulen und zum Zustand der Gerätehäuser, die dank der Aktivitäten vieler Feuerwehranghöriger in einem "guten bis sehr guten" Zustand gehalten würden und zu den getätigten Beschaffungen.
Schriftführer Frank Anderer berichtete über sechs Verwaltungssitzungen und gab bekannt, dass 2007 wieder eine Gruppe der Waldbronner Wehr für das Leistungsabzeichen in Bronze gemeldet wurde. Detailliert über die Aktivitäten der Jugendwehr informierte Jugendwart Georg Blöth. In den Abteilungen hat die Jugendwehr wöchentliche Proben. Dabei entfielen 150 Stunden auf Feuerwehrtechnik und 100 Stunden auf allgemeine Jugendarbeit. Bei vielen Aktivitäten seien wie beim Kurparkfest oder beim Nikolausmarkt aus allen drei Abteilungen zusammengesetzte Gruppen im Einsatz. Eine Etzenroter Gruppe erwarb das Leistungsabzeichen für die Jugendfeuerwehr. Über die Finanzlage informierte Kassenverwalter Bastian Weber.
"Die Feuerwehr geht seit Jahren einen guten Weg", stellte Bürgermeister Harald Ehrler fest. Auch während des Tages sei sie in Waldbronn noch einsatzfähig. Zudem stimme die Jugendarbeit und es könnten jedes Jahr wieder Übernahmen in die aktive Wehr erfolgen. Ehrler dankte auch dem bisherigen Busenbacher Abteilungskommandanten Dieter Rädle, der nach 20 Jahren sein Amt an Wolfgang Ochs übergeben habe. Weiter erwähnte der Bürgermeister, dass im Rahmen des Reichenbacher Feuerwehrfestes im Mai eine vom BGV gespendete Tragkraftspritze der Waldbronner Wehr übergeben wird. Gut sei auch der Fahrzeugbestand, nur in Busenbach bestehe in einigen Jahren Handlungsbedarf.
Stellvertretender Kreisbrandmeister Frank Jahraus zeigte mit Bildern besondere Einsätze der Wehren im Landkreis auf. Er warb für Ausbildungsmaßnahmen und lobte die gute Jugendarbeit der Waldbronner Wehr. Auch er ging auf die rückläufigen Zahlen der Aktiven ein und warb für die Idee, noch mehr Frauen heranzuziehen. Schmunzeln löste er mit seinem Vorschlag aus, Ehefrauen, Partnerinnen oder Freundinnen der Feuerwehrmänner ebenfalls für den aktiven Feuerwehrdienst zu gewinnen.
Unterkreisführer Heribert Seethaler überbrachte die Grüße des Unterkreises und Vorsitzender Rudolf Dieterle sprach für den Deutschen Feuerwehrverband. Für Busenbachs scheidenden Abteilungskommandanten Dieter Rädle hatte er das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber mitgebracht. Rädle sei ein engagierter Feuerwehrkommandant, dem es immer wieder gelang, "seine" Feuerwehrleute zu motivieren. Aktiv sei er auch in der Führungsgruppe Süd des Landkreises gewesen. Rädle habe sich auch dadurch ausgezeichnet, dass er in seiner 20-jährigen Kommandantentätigkeit eine Brücke zwischen Jugend, Aktiven und Alterswehr geschlagen habe.

Beförderungen bei der Feuerwehr: (v.li.) stellvertretender Kreisbrandmeister Frank Jahraus, Tobias Müller, Wolfgang Scafati, Norbert Vogel, Dieter Daum, Wolfram Jokisch, Bürgermeister Harald Ehrler und Ortskommandant Peter Weißenborn

Sechs Feuermänner konnten anschließend aus der Hand des Bürgermeisters ihre Beförderungsurkunde entgegennehmen: Zum Hauptlöschmeister wurden befördert: Dieter Daum, Wolfram Jokisch, Udo Lorenz und Norbert Vogel. Zum Oberlöschmeister wurde Wolfgang Scafati ernannt, Löschmeister wurde Tobias Müller.
Kommandant Peter Weißenborn wies abschließend noch auf Termine hin. Dabei nannte er den Aktionstag der Hilfsorganisationen gemeinsam mit Jugendtreff und Jugendtreff und Jugendgemeinderat beim Eistreff am 5. Mai und die Abnahme des Leistungsabzeichens am 15. und 16. Juni in Malsch. Am 30. Juni und 1. Juli findet in der Festhalle das Feuerwehrfest statt, mit dem die Abteilung Reichenbach ihr 75-jähriges Jubiläum feiert.

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