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14.03.2007 Sondersitzung zu Kindergartenkosten

Kosten für Kindergarten auf 550.000 € begrenzt

Nachsitzen mussten die Waldbronner Gemeinderäte in Sachen "Kindergartenneubau Reichenbach". Wie berichtet ergaben sich bei den Ausschreibungen erhebliche Kostensteigerungen gegenüber dem Kostenvoranschlag des Architekturbüros Weindel. Der Kostenanschlag nach der Ausschreibung lag bei 596.952 Euro, allein die reinen Bauwerkskosten lagen um 23& über der Vorausberechnung, das Elektrogewerk gar um fast 70%.Dies war Grund genug für die CDU-Fraktion, die Reißleine zu ziehen. Bereits im Ausschuss für Umwelt und Technik(AUT) wurde kontrovers diskutiert, ob Rohbau und Elektrotechnik überhaupt vergeben werden sollen.
Zu den Baukosten kommen, so Bürgermeister Harald Ehrler, 300.000 € Zuschuss vom Regierungspräsidium. Jetzt einigte sich der Gemeinderat in einer Sondersitzung mit 8 gegen 7 Stimmen auf eine Kostendeckelung von 550.000 Euro. Im September soll der Kindergarten bezugsfertig sein.
Verantwortlich für den beträchtlichen Kostenanstieg machte Verena Burchert vom Architekturbüro Weindel die Entwicklung der Konjunktur. Sie unterbreitete einen zweistufigen Sparvorschlag: Die Stufe 1 würde die Kosten auf 565.500 € reduzieren. Dabei wird die bestehende Fluchttreppe nicht verlegt, Reduzierungen soll es beim Ausbau und den Fensterflächen geben,. Weiteres Einsparungspotenzial listet die Stufe 2 auf. Danach soll keine Modifizierung am bestehenden Heizungssystem erfolgen. Die Kosten würden dadurch um nochmals 20.000 € sinken.
Die SPD favorisierte eindeutig die Stufe 1. "Wir sollten jetzt endlich aufhören mit dem Aber", forderte Franz Masino. Roswitha Bichler (CDU) und Prof. Dr. Kristian Kroschel (FW)  kritisierten dagegen, dass der Gemeinderat viel früher über die Kostenentwicklung hätte informiert werden müssen. Der Antrag von Kroschel, Mehrausgaben durch Einsparungen im laufenden Haushalt auszugleichen, fand jedoch keine Mehrheit. Gerhard Knobloch (Bündnis 90/Die Grünen) kritisierte, dass der AUT bereits erste Gewerke vergeben habe. Gegen diese Vergaben habe er per Email bei der Verwaltung Widerspruch eingelegt, der jedoch von der Verwaltung als "unzulässig" eingestuft wurde.

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