Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.425.793

Volltextsuche



 

05.03.2007 Jahreshauptversammlung FöSSL

Jugendschutzteams mit örtlichem Bezug gefordert

Vor der Jahreshauptversammlung des "Förderkreises Sicherer Südlicher Landkreis" besichtigten die Teilnehmer den neuen Polizeiposten Waldbronn

"Wir sind auf Zurufe angewiesen, wo wir unterstützen können", erklärte Vorsitzender Werner Raab bei der Jahreshauptversammlung des "Fördervereins Sicherer Südlicher Landkreis e.V." (FöSSL), die im neuen Polizeiposten Waldbronn stattfand. Auf diese Zurufe musste Raab nicht lange warten. Jugendschutzteams, die vor Ort aktiv werden können, wünschten sich mehrere Vertreter beteiligter Kommunen, darunter auch Ettlingens Bürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick und Waldbronns Bürgermeister Harald Ehrler.
Der Sitzung vorgeschaltet war ein Rundgang durch das ehemalige Reichenbacher Rathaus, das im vergangenen Jahr zum neuen Domizil des Polizeipostens Albtal umgebaut wurde. Stolz präsentierte Postenführer Norbert Vogel die Räumlichkeiten. Auch dabei fielen wieder viele lobende Worte für das Geschaffene und auch das Wort "vom vielleicht schönsten Polizeidienstgebäudes Baden-Württemberg" fiel wiederholt.
Zu Beginn der Versammlung listete dann der Vorsitzende die in 2006 durchgeführten Aktionen auf. Das Ziel sei dabei gewesen, Veranstaltungen in allen Gemeinden des Bereichs durchzuführen. Der FöSSL verstehe sich als Verein, der die Polizei bei ihrer Arbeit unterstützt. Das sei geschehen durch mehrere Jugendprojekte, die sich mit dem Thema "Gewalt" befassten, einen Informationsabend zum Einbruchsschutz und großflächige Tafeln zum gleichen Inhalt. In 20 Aktionsveranstaltungen wurden 1.007 Schüler der 5. und 6. Klassen über "Gefahren des fließenden Straßenverkehrs" unterrichtet, bei elf Terminen wurden 242 Fahrräder codiert.
Bei diesen Codieraktionen, so der 2. Vorsitzende Michael Wernthaler, erhalten die Fahrräder eine Individualnummer, durch die sehr schnell der tatsächliche Besitzer eines Fahrrads ermittelt werden kann. Den Kassenbericht legte Schatzmeister Hans-Peter Dufner vor.
Bei den anstehenden Neuwahlen wurden in ihren Ämtern bestätigt: 1. Vorsitzender: Werner Raab; 2. Vorsitzender: Michael Wernthaler; Schriftführer: Martin Altenbach; Schatzmeister: Hans Peter Dufner.
Die Diskussion um Jugendschutzteams stieß Waldbronns Bürgermeister Harald Ehrler an. Die Jugendschutzteams müssten mehr vor Ort sein, stellte er mit Blick auf die Situation im Waldbronner Ermlisgrund fest. Gefragt seien engagierte Personen, die im Gespräch auf die Jugendlichen einwirken könnten. Sie müssten personell so besetzt sein, dass sie "jeden Freitag vor Ort" sind. Solche Teams, so der Wunsch Ehrlers, solle der FöSSL fördern.
Der örtliche Bezug der Teams entscheide über Erfolg oder Misserfolg der Maßnahme, war die Meinung von Werner Raab. Diesen örtlichen Bezug ohne Ausschluss des Landkreises herzustellen, war der Wunsch von Dr. Erwin Vetter. Die Jugendschutzteams, zusammengesetzt mit einem Jugendlichen und einem erfahrenen Erwachsenen, müssten zuvor aber gründlich geschult werden. Die Jugend, Bürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, sei durchaus aufgeschlossen. Leider "fallen uns aber immer noch zu viele Eltern, Lehrer und Kommunalpolitiker in den Rücken", kritisierte sie.
Für ein zweigleisiges Vorgehen plädierte Michael Wernthaler. Das Landratsamt solle große Schutzteams für große Veranstaltungen bilden, genannt wurden hier "das Fest" in Karlsruhe oder der Spessarter Nachtumzug. Darunter könnten örtliche Teams in den Kommunen aktiv sein. Über diese Fragen soll jetzt das Gespräch mit den zuständigen Sachbearbeitern im Landratsamt gesucht werden.
Die Aktivitäten für 2007 stellte Werner Raab vor. Weitergeführt werden sollen die Aktionen "Achtung Auto", "Sicheres Auto" und Prävention gegen Wohnungseinbrüche. Beim Polizeiposten Albtal wird eine Fahrradstaffel gebildet, die mit der entsprechenden Kleidung ebenso vom FöSSL ausgestattet wird wie die Staffel in Ettlingen, Kostenpunkt: 2.700 €. Für die Polizei in Ettlingen wird FöSSL einen weiteren Laptop für 350 € beschaffen.
Das neue Projekt "FöSSL sagt Danke" stellte anschließend der 2. Vorsitzende Michael Wernthaler vor. Ziel sei es, Menschen auszuzeichnen, die durch besonderes Engagement und Weitsicht mitgeholfen haben, eine Straftat zu verhindern oder aufzuklären. Couragiertes bürgerschaftliches Handeln sei von immer größerer Bedeutung.
Die Vorschläge sollen von den einzelnen Polizeidienststellen kommen. Die Ehrungen im Rahmen einer kleinen Feierstunde könnten im Wechsel in Räumen der Kommunen oder der Polizei stattfinden. Die Teilnehmer an der Jahreshauptversammlung stimmten dem Projekt einstimmig zu.

[<< Übersicht]