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27.02.2007 Bernhard Wipfler 102 Jahre alt

Bernhard Wipfler feierte 102. Geburtstag
Der Jubilar lebt bei Familie der Tochter in Etzenrot

Mit einem Waldbronn-Schirm überraschte Bürgermeister Harald Ehrler den Jubilar an seinem Geburtstag

Bernhard Wipfler, Waldbronns ältester Einwohner, konnte am 27. Februar in Etzenrot seinen 102. Geburtstag feiern. Der Jubilar stammt aus Schöllbronn, wo er bis zum Jahr 1975 auch lebte. Danach zog er mit seiner Frau zu seiner Tochter nach Etzenrot, wo er heute noch lebt und von seiner Tochter und deren Familie liebevoll betreut und umsorgt wird.
Bernhard Wipfler arbeitete zunächst in der Weberei in Neurod und half tatkräftig in der Landwirtschaft der Eltern mit. Im Zweiten Weltkrieg war er zuerst in Polen, dann in Russland im Einsatz. Dort erreichte ihn auch die Nachricht, dass seine Frau an den Folgen einer Operation verstorben war.
Aus russischer Gefangenschaft konnte Bernhard Wipfler schließlich nach Schöllbronn zurückkehren. Er fand auch wieder Arbeit, zunächst in Neurod, dann in einem Gipserbetrieb in Rüppurr. Als sich ein Kollege aus diesem Betrieb in Schöllbronn selbständig machte, wechselte Wipfler in dessen Betrieb. In diese Zeit fiel auch seine zweite Hochzeit und die Geburt seiner Tochter.
Eine besondere Liebe verband und verbindet Bernhard Wipfler mit der Musik. Als Trompeter machte er lange Jahre mit Anderen zusammen Tanzmusik im Gasthaus "Sonne" in Schöllbronn, bis ihm sein Beruf und die Arbeit in der Landwirtschaft keine Zeit mehr dafür ließen. Im Musikverein Schöllbronn war er aber noch lange aktiv. Er ist hier ebenso Ehrenmitglied wie im TSV Schöllbronn, wo er als Turner begann, aber auch als Fußballer aktiv war. In jungen Jahren engagierte er sich auch als Turnwart. Seine Liebe zur Musik hat auch auf seine Enkelin abgefärbt, die im Musikverein Etzenrot Klarinette spielt. Faszinierend ist es, Bernhard Wipfler zu erleben, wenn er lebendig von früheren Zeiten erzählt, wo er viele Geschichten, teilweise noch mit den Jahreszahlen, zum Besten geben kann.
Bis ins hohe Alter arbeitete er gerne im Garten. Das bleibt ihm heute leider verwehrt, aber dafür gilt seine besondere Liebe seinen Zimmerpflanzen. Dazu informiert er sich aus der Zeitung und dem Fernsehen über das aktuelle Geschehen in Waldbronn und der Welt.
Zu seinem Ehrentag gratulieren ihm neben seiner Tochter und ihrem Mann, bei denen er wohnt, auch seine zwei Enkel und seine vier Urenkel, die ihn oft besuchen kommen. Auch Waldbronns Bürgermeister Harald Ehrler ließ es sich nicht nehmen dem ältesten Waldbronner zu seinem Ehrentag persönlich zu gratulieren.

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