Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.734.224

Volltextsuche



 

19.02.2007 Rosenmontag in Etzenrot

Hänsel und Gretel kamen zum Turm
Rosenmontagsball der Etzenroter Vereine mit großem Programm

Herzblatt: (v.li.) Moderator Marina Hucker, Gerhard Anderer und die Kandidatinnen Rosi Linder, Annette Ochs, Petra Rabold

Sieben Zwerge auf der Etzenroter Bühne

Gemeinsam geht's besser, unter diesem Motto könnte der jährliche Rosenmontagsball der Etzenroter Vereine stehen. Dass dabei Einiges geboten wird, zeigt sich an der Resonanz: das Gesellschaftshaus mit annähernd 300 Plätzen war schon Tage vorher ausverkauft und die Stimmung unter den großteils kostümierten Narren hervorragend.

Durch das mit drei Stunden angenehm kurzweilige Programm führte souverän Reinhard Müller, Vorsitzender des jubilierenden TSV und Oberfastnachter in einer Person. Er begrüßte einige Promis, darunter auch Bürgermeister Harald Ehrler, ließ ihnen den Etzenroter Jahresorden umhängen und übergab dem Schultes eine Wasserwaage, damit er in Zukunft "den Stand der Christbäume kontrollieren kann".. Für die musikalische Begleitung sorgte die Gruppe "Phönix", die auch mit Schunkelrunden der Narrenschar gehörig einheizte.

Kaffeeklatsch mit (v.li.) Christiane
Schempp, Patra Rabold und Marina Hucker

Zwei "Leihgaben" von der Reichenbacher Fastnacht rundeten das Programm ab: zur Eröffnung die "Tanzmäuse" des Musikvereins "Lyra" Reichenbach mit ihrem exakt vorgetragenen Gardetanz, später dann die Garde vom Gesangverein "Concordia" Reichenbach mit ihrem phantasievollen Showtanz und den wunderschönen Kostümen aus der Sesamstraße.
Tanz und Bewegung hatten aber auch die Etzenroter Vereine in Eigenregie auf dem Programm. So erfreuten die "Rathausdancers" von Maria Krämer mit einem Hip-Hop. In der Einstudierung von Sabrina Linder erzählten die sieben Zwerge Marina Hucker, Rosi Linder, Annette Ochs, Rebecca Ochs, Silke Ochs, Petra Rabold und Gerhard Anderer tänzerisch aus

Gerhard Anderer als Fernsehfan

ihrem Leben. Die Freiwillige Feuerwehr Etzenrot bot bei ihrem gekonnten Playback-Musikantenstadel ausreichend Gelegenheit, zu den Melodien von Heino, der Wildecker Herzbuben oder der Geschwister Hofmann eifrig mitzuklatschen. Den Schlusspunkt setzte das Männerballett des TSV Etzenrot, das in der Einstudierung von Jutta Müller mit Ausschnitten aus dem "Dschungelbuch" in den Urwald entführte und die Geschichte um Mogli, den gutmütigen Bären Ballou und den Tiger Shir Khan gekonnt erzählten. Auch bei ihnen ließ Reinhard Müller wie bei vielen vorher eine Etzenroter Rakete steigen.
Dazwischen tummelten sich Büttenreden und Sketche. Als Eisbrecher fungierten dabei Marina Hucker, Petra Rabold und Christiane Schempp mit ihrem Kaffeeklatsch, wo dem Mann statt einer teuren Kur an der Nordsee ein Hering vor den Ventilator gehängt wurde bis zum Stoßseufzer einer geplagten Ehefrau: "Oh Gott, sei meiner Seele gnädig und mach' mich wieder ledig!" Der "Fernsehfan" Gerhard Anderer zappte auf allen Kanälen und ärgerte sich über Programmüberschneidungen. Mit herrlichen Texten und passenden Kostümen zeigten Annette Ochs, Rosi Linder, Petra Rabold -urig als Zenzi aus Bayern-, Marina Hucker und Gerhard Anderer als Kandidat eine gelungene "Herzblatt"-Parodie. Dass die Etzenroter Fußballer jetzt immer bei Rot über Ampeln fahren, damit sie "wenigstens in Flensburg ein paar Punkte bekommen", vermuteten Mareike und Annika Götz als Lisbeth und Ingeborg und stellten fest, dass Männer ohne Frauen "nur trübe Tassen" wären.

Rosi Linder und Annette Ochs als Waldelfen

Durch den Saal schwebten zur passenden Musik die beiden Waldelfen Annette Ochs und Rosi Linder ein. Sie hatten sich nicht nur im Etzenroter Wald umgesehen und ihre Beobachtungen zum Teil in Kinderlieder verpackt. So kamen Hänsel und Gretel "an ein Türmchen am Waldrand" und "keiner will's gewesen sein". "Tischlein deck dich" wünschten sie sich für den nächsten Neujahrsempfang, damit es wieder Sekt zum Anstoßen gibt. Gut fanden sie, dass neun Musketiere im alten Reichenbacher Rathaus jetzt Waldbronns Bürger beschützen und spielten mit dem Hinweis, dass die "Grafschaft Ebercenrode für lange Zeit vom Reich getrennt werden sollte" auf die aktuelle Kommunalpolitik an. Mit ihrem Vortrag rückten sie manche Vorkommnisse in Waldbronn und in Etzenrot "ins rechte Licht".
Im Anschluss an das Programm spielte die Gruppe "Phönix" zum Tanz auf, eine Aufforderung, die sich die Narren nicht zweimal sagen ließen und eifrig das Tanzbein schwangen.

Das Dschungelbuch zum Leben erweckte das Männerballett des TSV Etzenrot

[<< Übersicht]