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14.02.2007 AUT tagte

Giebel nach fünf Jahren erneut schadhaft
Radiomuseum erneut im Ausschuss für Umwelt und Technik

Eingerüstet ist bereits nach knapp
fünf Jahren der Westgiebel
des Radiomuseums

2002 wurde der Westgiebel des Radiomuseums für insgesamt 79.000 € saniert. Jetzt haben sich am sanierten Giebel Putzflächen abgelöst und die Maßnahme beschäftigte erneut den Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT). Architekt Michael Huxhold versuchte, die Schäden aus bauphysikalischer Sicht zu erläutern, sie rührten offenbar von einem falschen Lehmziegel her, der damals verwendet wurde. Ein hinterlüfteter Wetterschutz aus Holz sei für diesen Giebel die beste Lösung. Deshalb schlug er vor, die Giebelfront mit einer senkrechten Holzverkleidung zu versehen. Nach den Lehmziegeln fragte auch Klaus Bechtel (SPD), und ob sich die Schäden mit neuen Steinen rückgängig machen ließen. "Die Lehmsteine haben nicht so funktioniert, wie gewünscht", räumte Huxhold ein. Deshalb seien die am Bau Beteiligten auch bereit, die Holzverkleidung auf eigene Kosten anzubringen. Die Debatte um die Lehmsteine veranlasste Gerhard Knobloch (Bündnis 90/Die Grünen)  zu dem Vorschlag, einen neutralen Fachmann zu Rate zu ziehen. Planungsfehler vermutete Prof. Dr. Kristian Kroschel (FW) und fragte nach dem seinerzeitigen Bauleiter. Dies wies nun Huxhold zurück. Weder liege ein Planungs- noch ein Überwachungsfehler vor. Wenn die Wand so problematisch sei, legte Kroschel nach, dann solle man doch einfach eine Wand hochmauern und auf das Fachwerk verzichten. Eine solch massive Wand, widersprach Huxhold, verändere das Gebäude statisch. Auch die Fundamente seien dann nicht mehr ausreichend. Deshalb habe man den Gedanken bereits 2002 verworfen, zumal diese Lösung teurer komme als das Fachwerk.
Heftige Kritik an Planer und Fachfirmen übte Manfred Hübscher (CDU). Es sei offensichtlich, dass nicht fachgerecht gearbeitet wurde, deshalb stelle er den Antrag, ein Beweissicherungsverfahren einzuleiten. Diesen Vorschlag griff auch Bürgermeister Harald Ehrler auf. Hier allerdings äußerte Kristian Kroschel Bedenken. Ein solches Verfahren könne lange dauern und am Ende bleibe die Gemeinde womöglich auf den Kosten sitzen. Unbeantwortet blieb die Frage von Roswitha Bichler (CDU), ob das Radiomuseum nach der Beweissicherung ein funktionierendes Fachwerk erhalte, oder ob dann doch eine Bretterwand montiert werde.
Mit fünf Ja- bei drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung wurde der Antrag von Manfred Hübscher angenommen. Der Bürgermeister ergänzte noch, dass die Kosten des Verfahrens zunächst die Gemeinde vorstrecken muss.

Winterdienst in Waldbronn
In diesem Jahr habe es relativ viele Anfragen und Beschwerden zum Winterdienst gegeben, eröffnete Bürgermeister Harald Ehrler  diesen Punkt. Frank Zündorf zeigte dann zunächst die rechtlichen Grundlagen auf, nach denen innerhalb geschlossener Ortschaften zuerst die gefährlichen Stellen zu räumen sind.. Für die Gehwege, bei Straßen ohne Gehweg ein 1 m breiter Streifen, seien die Anlieger in der Pflicht. Wenn durch den Winterdienst ein geräumter Gehweg wieder zugeschoben werde, seien die Anlieger erneut in der Pflicht. So sei die Rechtslage.
Der Winterdienst in Waldbronn werde mit drei eigenen und einem Fremdfahrzeug von 25 Bediensteten geleistet. Im Bauhof werden in zwei Silos 60 t Auftausalz vorgehalten. Die Einsatzpläne für den Winterdienst werden von den Leitern von Bauhof und Gärtnerei, Dieter Rädle und Herbert ochs, erstellt. Je nach Wetterdaten finde um 4 Uhr eine Kontrollfahrt statt, ab 5 Uhr seien dann die Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz. Dazu seien die Straßen in drei Dringlichkeitsstufen eingeteilt.
Der 23. und der 26. Januar habe den Räumdienst vor Probleme gestellt. Bei tiefen Temperaturen am Boden von teilweise unter -12 Grad sei das Auftausalz wirkungslos. Dennoch, so Zündorf, habe die AVG der Gemeinde mitgeteilt, dass Waldbronn die einzige Gemeinde war, in der der Busverkehr aufrecht erhalten werden konnte.
Unter dem Beifall der Gemeinderäte dankte der Bürgermeister den Einsatzkräften für ihre nicht leichte Arbeit. Für die Gemeinderäte schloss sich Manfred Hübscher (CDU)  diesem Dank mit der Feststellung an, dass der Winterdienst "ein hartes Geschäft" sei.

Bekanntgaben
Zwei Bäume müssen fallen

Für den 2. Bauabschnitt des Mischwassersammlers vom Kurhaus bis zum Brunnenplatz müssen zwei Bäume gefällt werden, wie der Leiter des Ortsbauamts, Frank Zündorf, bekannt gab. Wie bereits berichtet, wird dieser Abschnitt im unterirdischen Rohrvortrieb ausgeführt. An beiden Enden müssen aber Pressgruben mit acht auf acht Meter angelegt werden. Beim Kurhaus steht eine Platane im Weg, am Brunnenplatz ist eine Eiche. Ersatzpflanzungen seien geplant.
Kosten für den Polizeiposten
Nachdem noch zwei kleinere Gewerke abzurechnen sind, gab Planungsamtsleiter Winfried Krutzsch bekannt, dass die Kostenfeststellung bei 348.572 € liege, mit den beiden Gewerken werde man bei etwa 360.000 € landen. Dies ist eine erneute Einsparung, nachdem die Kostenberechnung bei 397.526 € lag und das Ausschreibungsergebnis 379.873 € ausmachte.
Kindergartenneubau
Sorge bereiteten die Ausschreibungen beim Kindergartenneubau, berichtete der Bürgermeister den Ausschussmitgliedern. Die geplanten Kosten könnten voraussichtlich nicht gehalten werden. Dank der guten Konjunktur kalkulierten die Unternehmen wegen der guten Auftragslage höher. Auch die zeitlichen Einschränkungen für bestimmte Bauarbeiten hätten die Angebote um bis zu 15 % verteuert. Die geplanten Vergaben am 28. Februar werden einer Kostendiskussion weichen, die Vergaben könnten dann, um den Zeitplan doch noch zu halten, im AUT getroffen werden.
Feuerwehrgerätehaus Reichenbach
Die am 27. Januar 2003 erteilte Baugenehmigung für das Feuerwehrgerätehaus in der Daimlerstraße sei seit dem 6. Februar 2007 bestandskräftig, informierte Rechtsamtsleiter Harald Irion. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg habe in letzter Instanz die Klage eines Anwohners abgewiesen. "Es gibt Auflagen", so der Bürgermeister, die die Gemeinde und die Feuerwehr erfüllen werden, die aber nicht die feuerwehrtechnische Nutzung betreffen.

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