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03.02.2007 Prunksitzung Musikverein Reichenbach

Maskenball auf Schloss Lyra
Musikverein Reichenbach eröffnete Fastnachtskampagne

Beim Prolog (v.re.) Dieter Bertelmann,
Janina Anderer und Thomas Auer

Vier kurzweilige Stunden dauerte der "Maskenball auf Schloss Lyra", mit dem der Musikverein "Lyra" Reichenbach die närrische Jahreszeit in Waldbronn einläutete. An zwei Abenden wurde der bunte Reigen aus Humor, Lokalspitzen und Show von der Narrenkapelle unter der Leitung von Gernot Franz schwungvoll begleitet. Durch das bunte Treiben führten gewohnt souverän Sitzungspräsident Manfred Hübscher und sein Stellvertreter Günter Geisert.
Mit einem Prolog in wohlgesetzten Worten begrüßte Dieter Bertelmann als Herold namentlich die Gäste, unter ihnen auch Bürgermeister Harald Ehrler und seinen Stellvertreter Helmut Völkle, ehe die elf Mädchen der "Tanzmäuse" in der Choreografie von Michaela Walther einen schmissigen Gardetanz auf die Bretter der Kurhausbühne zauberten. Die Kindergarde, Einstudierung Heike Strack und Christine Bodnar, gewann die Herzen der Zuschauer als Schlossgeister. Ein Höhepunkt war auch wieder das

Das Männerballett der "Rot-weißen-Funken"

Männerballett, das in diesem Jahr als Rot-Grüne-Funken einen Gardetanz auf die Bühne legte, der auf Wunsch des närrischen Auditoriums wiederholt werden musste. Schade nur, dass die Gardeleiterin Elke Auer, gewandet als Funkenmariechen, nicht selbst mittanzte. Mit von der Partie war auch die Jugendgarde mit einem gelungenen Showtanz, den Ina Ochs einstudiert hatte, der sie als Piraten ins Schloss spülte.

Die Sitzungskapelle unter der Leitung von Gernot Franz

Die Narren im Saal gehörig in Schwung brachten Julia Löffler, Eugen Endres und Willibald Masino mit Schunkelliedern und einer Polonaise. Auch Daniel Becker, Markus Reiser und Matthias Strack, unterstützt durch Monika Mess, hatten sich mit den "Glocken von Rom" eine umwerfend komische Nummer ausgedacht, bei der das Publikum ebenfalls eine Zugabe forderte und erhielt.
Dazwischen boten die Büttenredner der Lyra eine bunte Schau. Im Reifrock

Die "Tanzmäuse" bei ihrem Gardetanz

erzählte Monika Mess aus der "guten alten Zeit" des Rokoko, wo aber durchaus nicht alles so rosig war. Das schwere Los der Eisbrecherin in der Bütt meisterte sie gekonnt mit ihrem guten Vortrag. Auch die Männer gerieten dabei in die Kritik und bekamen kräftig die Leviten gelesen. Manfred Hübscher nahm als Nachtwächter die Dinge ins Visier, die "die dämlich Menschheit nicht nur zur Fasenacht hat vollbracht". Fündig wurde er in Bund und Kommune, forderte aber dennoch zu positivem Denken auf, zumal er auch Gutes entdecken konnte, so die Geschwindigkeitsmessungen an den Ortseingängen, "ohne gleich abzuzocken".

Die Jugendggarde bei ihrem Showtanz

Als Minnesänger fand es Torsten Rangs getreu seinem Motto viel gesünder, über einen Drachen zu singen als von ihm gefressen zu werden. Von der "Wach- und Schlossgesellschaft" kamen Klaus Auer und Willibald Masino. Arztbesuche und ihre Frauen waren schier ebenso unerschöpfliche und humorvoll aufbereitete Themen wie der Lastenausgleich bei der Gesundheitsreform. Waltraud Kieweg war in einem gelungenen Vortrag die Frau vom "Fünf-Sterne-Klo" im Schloss, bei der jeder gerne einkehrt und erleichtert wieder fortgeht.
Als "guter Geist vom Schloss" wischte Elke Auer die "Antiquitäten auf der Elferratsbank" ab. Wie viel Staub sich da angesammelt hatte, demonstrierte sie mit ihrem Lappen. Sie hatte als Gespenst aber auch Allerhand mitbekommen, was auf Schloss Lyra passiert war. Ein Höhepunkt war auch wieder Horst Weber, in diesem Jahr mit Thomas Auer als neuem Partner, beide als Blumenkübel aus der Talstraße. Was sie im Ort so alles mitbekommen hatten, präsentierten sie gekonnt, fastnachtlich frech und scheuten dabei vor keinem Thema und keinem "hohen Tier" zurück. Ob die Blumenkübel in der Talstraße, die beim Umzug von Vorteil sind, der Christbaum am Brunnenplatz -Wir gewinnen den Wettbewerb um den hässlichsten Christbaum im Albtal-, die neue Frauensauna in der Albtherme, die ausgerechnet Hexenhäusle heißt oder den Postcontainer auf dem Monmouthplatz, sie landeten fastnachtliche Volltreffer.

Die "Lyra-Fetzer" bei ihrem Einzug in den Saal

Den Schlusspunkt setzten dann die Lyra-Fetzer mit ihrem Frontman Manfred Hübscher, die zum zehnten Mal eine Lyra-Sitzung bereicherten und die das närrische Publikum nochmals von den Sitzen holten und nahtlos ins Finale des gelungenen "Maskenballs auf Schloss Lyra" überleiteten.

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