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14.01.2007 Neujahrsempfang 2007 der Gemeinde

"Das Kostbarste ist die Familie"
Jahresprojekt "Familie" soll zukunftsfähig wirken

Musikalisch wurde der Neujahrsempfang 2007 durch den Harmonika-Ring Busenbach eröffnet

Unter das Thema "Familie" stellte Waldbronns Bürgermeister Harald Ehrler nicht nur seine Rede beim Neujahrsempfang, das gesamte Jahr 2007 soll zum Jahr der Familie werden. Dazu seien eine Vielzahl von Aktivitäten und Veranstaltungen stattfinden, der Neujahrsempfang war gleichsam der Startschuss. Umrahmt wurde der Empfang durch das Orchester des Harmonika-Ring Busenbach unter der Leitung von Ute Schüßler und der Jazzband des Gymnasiums Karlsbad, Leitung: Gabriela Kneiding. Die Schülerfirma "Platypus" des Gymnasiums Karlsbad sorgte in diesem Jahr engagiert dafür, dass nach dem offiziellen Teil niemand hungern oder Durst leiden musste. Immerhin hat "Platypus" für seine Aktivitäten auch schon einen Preis des Wirtschaftsministeriums gewonnen.
Harald Ehrler sagte in seiner Neujahrsansprache:


Abschied an das alte Jahr
 (von Elise Hennek)
Das alte Jahr, was hat´s gebracht?
Für den einen etwas mehr, als er gedacht.
Er blickt mit Freude gern zurück,
für ihn war es ein Jahr im Glück.
Das alte Jahr, was hat´s gebracht?
Für den andern hat die Sonne nicht immer gelacht.
Er denkt, gottlob ist das Jahr zu Ende,
das neue Jahr bringt nun die Wende.
Vergangenheit ist nun das alte Jahr,
was das neue bringt, ist uns nicht klar.
Ob gute oder schlechte Tage,
das Leben selbst, es hält die Waage.

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, liebe Jugendliche,
sehr verehrte Gäste des heutigen Neujahrsempfangs
,
herzlich willkommen, alles Gute und viel Erfolg im neuen Jahr, das wünsche ich Ihnen allen im Namen unseres Gemeinderates und auch persönlich.
Der heutige Empfang soll als Waldbronner Bürgerempfang gesehen werden, für diejenigen, die sich im öffentlichen Leben auf vielfältige Art und Weise engagieren, sich für die Belange ihrer Mitmenschen einsetzen, ehrenamtlich besondere Verantwortung tragen und einen ständigen aktiven Beitrag für unser Gemeinwohl leisten.
Namentlich begrüße ich unseren Ehrenbürger Martin Altenbach.
Mit diesem Neujahrsempfang soll auch der Startschuss für das Waldbronner Projekt  "2007 - Jahr der Familie" gegeben werden. In den Familien liegt der Ursprung, um es mit Worten von Adolf Kolping zu sagen: "Das Erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das Letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das Kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie."
In diesem Jahr sollen zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Familie stattfinden, wir werden eine Projektgruppe mit dem Titel "Familien haben Zukunft in Waldbronn" einberufen, als Projektgruppe unter dem Dach unseres Leitbildes.  Im Rathaus wird es eine Lenkungsgruppe Familie geben, wir benennen einen Ansprechpartner, sozusagen einen Familienbeauftragten der Gemeinde. In den Einrichtungen unserer Gemeinde, also den Kindergärten, Schulen, Kirchlichen Gruppen, Seniorenarbeitskreisen, Freibad, Eistreff usw., kann es spezielle Programme und Angebote, eben für Familien, geben. Das Jahresprojekt Familie soll 2007 gemeinsam erarbeitet und umgesetzt werden um dann zukunftsfähig und nachhaltig zu wirken. Wir wollen damit das Bewusstsein für die Belange der Familien wecken und stärken, damit wird eine stärkere  Identifikation mit der Gemeinschaft erzielt und das Selbstwertgefühl gestärkt. Diese Ziele sind ehrgeizig, aber gemeinsam werden wir´s schaffen!
Durch die kürzliche Einrichtung der Kindertagesstätte für Kinder ab einem Jahr in der Villa Kinderbunt, dem in Bälde beginnenden Neubau des Kindergartens Sankt Elisabeth bei der Albert-Schweitzer-Schule, einem möglichen Seniorenprojekt mit betreutem Wohnen und Pflege am Rathausmarkt,  bekommt das Familienjahr 2007 eine ganz praktische Bedeutung.
So wie durch den nachher folgenden Vortrag mit dem Titel "Haben Familien eine Zukunft?" von Diplom-Sozialwissenschaftler Kamuran Sezer, den ich in unserer Mitte herzlich begrüßen darf.
Besonders freut es mich, dass heute die Schülerfirma Platypus, vom Gymnasium Karlsbad  die Bewirtung übernimmt, uns die Jazzband des Karlsbader Gymnasiums musikalisch unterhält, das Orchester des Harmonikarings Busenbach für den musikalischen Auftakt gesorgt hat und es von der Gemeinde viele Helfer gibt, die den heutigen Empfang vorbereitet haben und für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Ihnen allen gilt ein herzliches Dankeschön!
Jetzt darf ich zum Jahresrückblick 2006 und der Vorausschau in das Jahr 2007 kommen, dieses Mal aufgeteilt in "Waldbronner Menschen und gute Taten", "Waldbronner Jubiläen/Begegnungen" und "Waldbronner Projekte":

Waldbronner Menschen und gute Taten:

Familie Kerstin und Bernhard Becker

Familie Kerstin und Bernhard Becker, aus der Pforzheimer Straße in Reichenbach, ihnen durfte ich gleich die zweifache  Ehrenpatenschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler für die Geburt der Zwillinge Noel und Noah als 7. Kind überreichen, die Freude war groß, wie man auf dem Bild sehen kann, und dann auch noch zweifaches Kinderglück, prima!

Waldbronns ältester Einwohner

Ältester Waldbronner Einwohner ist Bernhard Wipfler, er durfte im März 2006 seinen 101. Geburtstag feiern, und wie man sehen kann, das gute rote Viertele schmeckt ihm noch...
Simon Pierro - amtierender Deutscher Meister der Zauberkunst und ebenfalls ein toller Botschafter von Waldbronn, im letzten Jahr wurde er neuer Lockvogel bei Frank Elstners Sendung im ARD "Verstehen Sie Spaß".
Simon Pierro feiert übrigens im Jahr 2007 sein 10-jähriges Bühnenjubiläum - wir gratulieren und wünschen ihm weiterhin große Erfolge!

Ein Backcontainer für Indien wurde bei Richard Nußbaumer eingerichtet

Richard Nußbaumer war Initiator eines Backcontainers für eine Schule in Indien. Der Erlös eines Hoffestes und eine  Spendenaktion erbrachten die nötigen Mittel und Sachen, damit die indischen Schüler künftig frisches Brot und Brötchen essen können. Gratulation zur Idee und Realisierung!
Hildegard Betsche war es zu verdanken, dass Weltstar Klaus Maria Brandauer im ausverkauften Kurhaus Briefe von Mozart las, der Erlös von 11.593,21 Euro für die Hospizstiftung konnte sich sehen lassen.
Der Waldbronner Jugendgemeinderat initiierte eine Sponsorenaktion für eine neue Skaterbahn bei der Festhalle, die Gemeinde, Lionshilfe und weitere Sponsoren beteiligten sich daran. Erfolgreiche Spendenaktionen gab es auch für einen neuen Brockhaus unserer Gemeindebücherei "Leseinsel" und mittlerweile für immerhin 20 Sitzbänke, die im Frühjahr auf unser Gemarkung aufgestellt werden. Die Fördervereine für die Schulen, Bücherei, Feuerwehren unterstützten unsere öffentlichen Einrichtungen und ein neuer Förderverein, für das Freibad, wurde gegründet und gleich in das Geschehen eingebunden.

Prof. Erwin A. Schinzel und Ingeborg Jörg

Inge Jörg ist Initiatorin der Spendenaktion "Eine Schinzel-Skulptur für Waldbronn", die Ausstellung im Rathaus ist zwar vorüber, die Aktion geht weiter, bis das Geld für die begehrte Bronzeskulptur des Künstlers und Waldbronner Bürgers Prof. Erwin A. Schinzel zusammen gekommen ist.

 

 

Auf ihren 90. Geburtstag freut sich im Jahr 2007 ...

Mia Leinberger,

ein Reichenbacher Kind und eine begabte Künstlerin. Sie hat uns erfreulicherweise noch im Dezember eine Spende für den neuen Kindergarten in Höhe von 5000,- Euro überwiesen; dafür sagen wir ein herzliches Dankeschön!
Danke sagen wir auch allen sonstigen Spendern und Sponsoren für die Unterstützung der Feste und Veranstaltungen der Gemeinde, den Kindergärten und Schulen, unserer Musikschule, des Jugendtreff, der kirchlichen und sozialen Projekte, vielen herzlichen DANK!

Pfarrer i.R. und Ehrenbürger Ernst Kneis, feierte bei einem Gemeindefest in Reichenbach seinen 80. Geburtstag. Es war ein sehr schönes Fest und alle freuten sich über die geistige Frische unseres immer noch sehr beliebten Pfarrers und Ehrenbürgers, der übrigens in Reilingen im Rhein-Neckar-Kreis wohnt.

 

Fritz Rau, seines Zeichens bekannter Konzertveranstalter, trug sich bei seinem Auftritt im Kulturtreff ins Goldene Buch der Gemeinde mit folgenden Worten ein: "Ich bin wieder daheim." Wir erlebten eine grandiose Vorstellung!

 

 


Waldbronner und viele Gäste von außerhalb hatten Grund zu feiern bei den zahlreichen
Jubiläen und Waldbronner Begegnungen:

100 Jahre alt wurde der Obst- und Gartenbauverein Reichenbach, der mit der gelungenen Sanierung und Einweihungsfeier des Feldkreuzes und mit seinem Festwochenende Zeichen setzte.

 

 

 

100 Jahre altes Schulhaus der Anne-Frank-Schule in Busenbach, dieses Jubiläum wurde mit tollen Veranstaltungen und Aktionen für Jung und Alt das ganze Jahr 2006 über gefeiert. Die Zahl 25 stand symbolisch über den Jubiläen der Gemeindeeinrichtungen VHS und Musikschule mit ihrem

Jutta Krämer und Armin Bitterwolf
begrüßen ihre Gäste

vielfältigen Festprogramm; für jeden Geschmack und Anspruch wurde etwas geboten. Auch der Schützenverein und der ERC konnten unter der 25. Jahreszahl feiern, ebenso wie die Waldbronner Woche mit dem Kurparkfest. Das Jahr 2006 wird auch als Jahr der Partnerschaftsbegegnungen in die Historie eingehen, mit Saint Gervais/Mont Blanc und Monmouth/Wales sind wir 20 Jahre verschwistert und wir durften mit unseren Freunden in England, Frankreich und auch bei uns am Europawochenende im Mai zünftig feiern. Durch diese vielfältigen und persönlichen

Begegnungen mit der Beteiligung der Freundeskreise, Vereine, Jugend und der Gewerbetreibenden haben wir den europäischen Gedanken der

Völkerverständigung und der Pflege der Freundschaften innerhalb Europas mit Leben erfüllt.
Unsere innerdeutsche Verbindung mit Stadtilm wurde durch ein gemeinsames Konzert  der Musikschulen und die Stadtilmer Radfahrer, die meiner Aufforderung zur Gegentour Stadtilm-Waldbronn spontan gefolgt sind, engagiert belebt.
Apropos Radfahren...nach Stadtilm im Jahr 2005 haben wir uns das ehrgeizige Ziel Saint Gervais/Mont Blanc zum Jubiläum gesetzt und nach 6 1/2 Tagen und 670 Kilometern auf unseren Velos mit 20 Teilnehmern auch erreicht.

Radler aus Stadtilm kommen an

2007 wird in der Gruppe weiter geradelt, allerdings ohne offizielles Ziel, aber 2008 ist eine Radtour in die Champagne zur Partnergemeinde Esternay vorgesehen, um das 40. Jubiläum zu feiern.

Nach mehr als 10 Jahren hat Renate Bernhardt ihr Amt als Präsidentin des Partnerschaftskomitees und Freundeskreises Saint Gervais - Waldbronn an Frau Nass abgegeben, sie war von Anfang an, also seit 1986 in der Partnerschaft, aktiv. Hierfür sagen wir "Merci beaucoup", wir wollen Ihnen, liebe Frau Bernhardt, mit einem Blumenstrauß und einer Flasche "Genepie" aus Saint Gervais danken. Und dann haben wir auch noch eine Überraschung parat.

 

 

 


Mit einem Blumengruß dankte Bürgermeister Harald Ehrler  Renate Bernhardt, die seit 1986 in der Partnerschaft mit St. Gervais aktiv war, viele Jahre davon als Vorsitzende des Freundeskreises
 

Ich sprach vorhin von der Radsportgruppe, die nach Saint Gervais geradelt ist, wir dürfen sie heute hier im Kurhaus mit einem französischen Musette-Walzer begrüßen;  gespielt vom Harmonikaring Busenbach.
Einen runden Geburtstag von 30 Jahren feierte die Albtherme, die sich nach dem Umbau und der grundlegenden Sanierung in neuem Licht und Glanz präsentiert. Immerhin ca. 2 Mio. Euro wurden in die Hand genommen und die Umkleiden, Duschen, das große Innenbecken und die Schwimmhalle samt Technik im Keller erneuert und umgestaltet.  Vergessen wollen wir nicht die Rheumaliga in Waldbronn, die seit 20 Jahren zur Albtherme dazugehört und uns ein guter Partner ist. Und auch schon zum 20. Mal wurde das Behindertensportfest des TSV Reichenbach im Stadion durchgeführt, auch das ist ein besonderes Jubiläum, welches beachtenswert ist.
Zur deutschen Meisterschaft wie 2005 hat es der Damen-Tischtennis-Mannschaft vom TV Busenbach im letzten Jahr leider nicht gereicht, aber der TVB stellt gleich 4 von 8 Spielerinnen im deutschen Nationalkader und wurde deshalb zum Bundesstützpunkt Damentischtennis und zum Regionalen Spitzensportzentrum ernannt, dazu gratulieren wir. Der Spitzensport mit der erfolgreichen und charmanten Mannschaft vom TVB ist die beste Art von Stadtmarketing für eine Kommune - wir wünschen weiterhin viel Erfolg und drücken dem derzeitigen Tabellenführer der 1.Liga die Daumen!
Unsere Einrichtungen in Waldbronn waren und sind sehr beliebt bei den Besuchern. Vor zwei Tagen durften wir den 50.000 Besucher dieser Saison im Eistreff begrüßen. Mit den diesjährigen Besucherzahlen im Eistreff dürfen wir bis jetzt zufrieden sein, denn wir haben jetzt schon 10.000 Besucher mehr als zu diesem Zeitpunkt des Vorjahres; dies entspricht einer Steigerung um ca. 13 %. Auch das Kinderland hat in der letzten Saison zugelegt, dort haben sich die Besucher von 19.000 auf 29.000 Besucher deutlich erhöht; das beweist uns, dass die Konzeption des Waikila-Kinderlandes bei den Kindern und Eltern ankommt. Die Albtherme ist nach wie vor der starke Besuchermagnet, mit ca. 222.000 Besuchern im Jahr 2006, dies ist ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 2 %. Erfreulich ist die Tatsache, dass nach der gelungenen Sanierung und Wiedereröffnung im September die Gäste in vergleichbaren Zahlen im Oktober, November und Dezember die Albtherme besucht haben. Das lässt darauf hoffen, dass wir unsere starke Marktposition erhalten bzw. noch ausbauen können.

Der Marinechor der Schwarzmeerflotte in der Event-Fabrik

Bereits zum 18. Mal hat die Jedermann-Sportgruppe den Silvesterlauf  mit großer Beteiligung durchgeführt, neu eröffnet hat die Event-Fabrik in Neurod. Dort geben sich nicht nur die Stars der Volksmusik, sondern auch andere internationale Stars der Musikbranche quasi die Türklinke in die Hand.
Das Engagement der Etzenroter Vereine zur Sanierung und jetzt auch zur Übernahme der Wiesenfesthalle für die nächsten 25 Jahre ist ebenso herausragend wie der Einsatz des MSC Reichenbach für sein neues Vereinsheim in der Busenbacher Bahnhofstraße.
Die Zahl 7777 steht für eben so viele Blutspenden in 44 Jahren durch das DRK Reichenbach, die Freiwillige Feuerwehr Waldbronn leistete 23.000 Feuerwehrmann-Dienststunden im Jahr 05, und die Gemeinde-Homepage
www.waldbronn.de konnte mit 550.860 Besuchern im letzten Jahr einen Besucherrekord verzeichnen; auch solche Zahlen sollten bekannt werden.

Tina Jankovic und Sophie Keitel
beim Bürgermeister

Zu erwähnen wäre auch noch die Jugendgemeinderatswahl im November und überhaupt die neu aufkommenden Aktivitäten der Jugendvertreter, das lässt hoffen und macht Freude. Gleich zwei junge Preisträgerinnen der Stiftung "Pro Politik" kamen aus Waldbronn, Tina Jankovic und Sophie Keitel, ihnen dürfen wir nochmals gratulieren.
In diesem Jahr feiern gleich zwei Vereine ihren 100. Geburtstag: Der TSV Etzenrot und der Obst- und Gartenbauverein Busenbach haben ein vielfältiges Programm für ihr 100 - jähriges Gründungs- Jubiläum vorbereitet.  Die Freiwillige Feuerwehr Reichenbach kann stolz sein auf ihr 75-jähriges Bestehen, was ebenfalls gefeiert wird, und wir freuen uns auch auf die Geburtstagsfeier des DRK Etzenrot zum 50. Geburtstag.

Waldbronner Projekte:

Unser Waldbronn ist eine sehr lebendige und aktive Gemeinde, das zeigt sich nicht nur im Vereins- und Gemeindeleben, auch das ehrenamtliche Engagement im freiwilligen Bereich ist sehr vielseitig und kann nicht oft genug in das Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Ich denke hierbei auch an die Projektgruppen des Leitbildes, vor allem die Umwelt- und Schulprojekte, das grüne Klassenzimmer des Schwarzwaldvereins, Bürger gegen Mobilfunkbelastung, die Börse Bürgerschaftliches Engagement, das Projekt Sorglos Wohnen im Alter und weitere.
 Diese Gruppen haben sich etabliert und wir dürfen froh sein, dass wir in Waldbronn dieses großes Potential an bürgerschaftlichem Potential nutzen können.

Die Gemeindefinanzen haben sich im Jahr 2006 besser dargestellt als zunächst befürchtet und angenommen, das Defizit konnte, dank der Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer,  von 4 auf 2 Mio € reduziert werden. Dennoch wurden wichtige Projekte durchgeführt, einige will ich exemplarisch nennen: der Umbau des alten Reichenbacher Rathauses zum Polizeiposten Albtal, Planungen des neuen Kindergartens an der Albert-Schweitzer-Schule in Reichenbach, der in Kürze begonnen wird und im September zu Beginn des neuen Kindergartenjahres wieder unter der Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde S. Wendelin in Betrieb gehen soll sowie die vorzeitige Realisierung des Außenspielgeländes für die Schulanfängergruppe.  Neu eingerichtet wurde eine kommunale Kindertagesstätte im bisherigen Kindergarten Villa Kinderbunt für die Betreuung von Kindern ab dem ersten Lebensjahr. Dann gab es   mehrere Straßen- und Gehwegsanierungen in der Bergstraße, Reichenbacher,- Nelken- und Hohbergstraße, die Ortsdurchfahrten in Busenbach und Reichenbach wurden vom Land erneuert, worüber wir sehr dankbar sind.

Im letzten Jahr habe ich Ihnen von der "unendlichen Geschichte" des Blauen Wunders von Waldbronn berichtet. Bekanntlich wurde die neue Eisenbahnbrücke ja noch im Spätjahr des vergangenen Jahres feierlich eingeweiht, dort rollen jetzt die Straßenbahnen über Reichenbach in Richtung Ittersbach. Wir freuen uns, dass damit auch die Voraussetzungen für den Umbau der Busenbacher Kreuzung und für einen neuen Reichenbacher Anschluss, in etwa auf der alten Bahntrasse, geschaffen wurde. Das Land kann damit beginnen, sobald die Tunnelsperrung, also voraussichtlich im Juli, aufgehoben wird.
Nach erneuter Vollsperrung wurde die Kanalsanierung in der Ettlinger Straße vollendet und der 1. Abschnitt der Erneuerung der Kanäle vom Kurpark bis zum Kurhaus für 1,4 Mio € abgewickelt. Jetzt folgt die Erneuerung des Kanals in der Pforzheimer Straße als unterirdische Durchpressung, um den Handel, die Anwohner und den Durchfahrtsverkehr zu schonen.

Als gelungen und optische Aufwertung bezeichne ich die Umgestaltung des Kursees samt Umrandung und Zugänge, hier haben wir das zur Verfügung stehende Geld wirklich sinnvoll eingesetzt. Die Mittel kamen für den ökologischen Ausgleich vom Neubaugebiet Neuer Heubusch in Busenbach. Wir freuen uns alle über die rasche Bebauung dieses Gebietes, worauf Waldbronn mehr als 20 Jahre warten musste. Immerhin 87 Personen haben sich 2006 durch einen Zuzug, 5 davon aus Waldbronn, im Neubaugebiet angemeldet. Dadurch steigt die Einwohnerzahl seit langem mal wieder auf über 12.200 Einwohner, genau sind es 12.208 zum 1. Januar 2007. Leider sind im vergangenen Jahr mit 79 Personen mehr Menschen gestorben, als geboren wurden, nämlich 67. Wenn wir unsere gesamte Bevölkerungsstatistik ansehen, so ist es richtig, wenn wir feststellen, dass die Menschen immer älter werden, weil sie länger leben, und weniger Kinder geboren werden. Aber - vergleichen wir die Zahl der unter 25-Jährigen von 3033 mit der Anzahl der über 65-Jährigen von 2792, Stand 1. Januar 2007, so sehen wir, dass die Jüngeren sogar überwiegen und das vermeintliche Übergewicht der Älteren nicht vorhanden ist. Unsere Struktur ist damit in etwa ausgeglichen und gesund. Natürlich haben wir in der Summe gesehen relativ viele Ältere, das ist richtig. Wahrscheinlich liegt es einfach an den guten Lebensbedingungen, an der guten Luft oder am frischen Thermalwasser....wie sagte mir einst ein rüstiger 90-er, auf die Frage, wie er es geschafft hat, im Alter so fit zu sein:" Waldbronn ist halt ein Jungbrunnen."
Und durch das "Jahr der Familie" erwarte ich weitere Anregungen und Maßnahmen, damit unsere Gemeinde auf die künftigen Entwicklungen gut vorbereitet ist.
Nun komme ich zu den Gemeindefinanzen, die  2007 erfreulicherweise wieder in einem positiven Licht erscheinen,  uns aber trotzdem wenig Spielraum für Investitionen lässt. Das Ziel, keine Neuaufnahme von Krediten bei einer positiven Zuführungsrate, haben wir erreicht. Dieses Ziel muss die kommenden Jahre weiter angepeilt und auch erreicht werden, um von unserer relativ hohen Verschuldung wieder herunter zu kommen.
Wir werden 2007 voraussichtlich knapp unter 500.000,- Euro in den neuen zweigruppigen Kindergarten und damit in unsere Zukunft investieren. Das vom Gemeinderat beschlossene Konzept zur Kinderbetreuung wird bedarfsgerecht umgesetzt und ist zukunftsweisend.
Das Dach der Turnhalle bei der Albert-Schweitzer-Schule muss für ca. 400.00,- € erneuert werden. Im Kurhaus sollen WC, die Lautsprecheranlage und die Beleuchtung erneuert werden, damit wäre dann die Kurhaussanierung erst mal abgeschlossen. Für die Erneuerung der Kanäle und die Wiederherstellung der Straßen sind ca. 1,5 Mio € vorgesehen. Wegen des schlechten Zustandes der Gemeindestraßen müssen in den Folgejahren einige Millionen hierfür eingeplant werden, ebenso in die Fortführung der Erneuerung der Kanäle und Wasserleitungen.

Wir werden uns im ersten Halbjahr sehr intensiv mit dem angedachten Seniorenprojekt beim Rathausmarkt und einer möglichen Umlegung des Gebietes Rück beschäftigen. Vom Gemeinderat wurden mehrere Fragen aufgeworfen, die erst beantwortet werden müssen, bevor hier der Startschuss gegebenen werden kann. Der Bedarf für Betreutes Wohnen und Pflegebetten ist nach der Umfrage bei allen Waldbronner Senioren zweifelsfrei gegeben, den richtigen Standort und das beste Verfahren müssen wir als Verwaltung mit dem Gemeinderat noch diskutieren. Insofern bitte ich die Eigentümer und die möglichen Investoren samt Betreiber noch um Geduld, "gut Ding will eben Weile haben..."
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
ich setze auf das zweifelsfrei vorhandene Potential in unserer Gemeinde, sowohl in geistiger Form, in sächlicher Form als auch das Monetäre. Wir in Waldbronn haben gewaltige Ressourcen, die wir ausschöpfen müssen. Auch wenn manchmal die Gemeinde schlecht geredet oder im negativen Licht in der Öffentlichkeit dargestellt wird, wir sind es nicht! Mein Rückblick und die Vorausschau beweisen das Gegenteil. Deshalb rufe ich auf, zu mehr Vertrauen in uns selbst, lassen Sie uns gemeinsam das gemeindliche Miteinander in Vereinen und gesellschaftlichen Gruppen fördern und uns alle dadurch zu Neuem motivieren.
Dafür, so meine ich, lohnt es sich, die Ärmel hoch zu krempeln.
Der heutige Startschuss zum Projektjahr "2007 - Jahr der Familien in Waldbronn" soll uns vor Augen führen, was das Wichtigste unseres Daseins ist. Das Leben miteinander in der Gemeinschaft, als Paar, als Familie, als Gruppe, Schulklasse, Verein, als Gemeinde...
Hierzu lade ich jeden herzlich ein mitzuwirken, "Gehen wir gemeinsam voran."
Im Anschluss an die Musik wünsche ich uns allen neue, eindringliche und nachhaltige Gedanken von Kamuran Sezer mit dem Titel:
"Haben Familien Zukunft?"
 Ich sage jetzt schon im voraus - JA - sie haben Zukunft und wir alle wollen diesem hohen Anspruch, dieser großen Verantwortung gerecht werden.
Wie sagte eins ein hoher Gelehrter:
"Wir sind nicht nur verantwortlich für das was wir tun, wir sind auch verantwortlich für das was wir nicht tun."
In diesem Sinne - alles Gute im Jahr 2007!"

Bürgermeister Harald Ehrler  im
Gespräch mit Kamuran Sezer (li.).

Im Anschluss ging Dipl. Sozialwissenschaftler Kamuran Sezer der Frage nach, ob Familien noch Zukunft haben, die er schlussendlich mit einem deutlichen "Ja" beantwortete. Sie sei die Keimzelle allen sozialen Lebens, und letztlich hänge auch das Schicksal des Staates vom Zustand der Familien ab. Allerdings müsse man heute Familie anders definieren als in früheren Jahren. Das Bild der "Normalfamilie" habe sich durch ein gewandeltes Rollenverständnis gewandelt, aus dem heraus sich auch weitere unterschiedliche Lebensgemeinschaften entwickelten. Aktive Familienpolitik sei aber auch mehr als Geldtransfer.
Auf Waldbronn bezogen empfahl Sezer, dass das Projektteam familienpolitische Handlungsfelder beschreiben und ermitteln solle, welche Familientypen in Waldbronn vorzufinden seien. Danach könne dann nach Lösungsmöglichkeiten gesucht und kommunale Unterstützungsnetze ins Leben gerufen werden.

Die Jazzband des Gymnasiums Karlsbad

Anschließend war nach dem Auftritt der hervorragend spielenden Jazzband des Gymnasiums Karlsbad, in der auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Musikschule Waldbronn, zum Teil auch als Solisten, mitwirkten, ausgiebig Gelegenheit zu zahlreichen Gesprächen, die dem Anlass entsprechend meist begannen mit: "Alles Gute zum Neuen Jahr!".

Zahlreiche Möglichkeiten zu Gesprächen gab es zum Ausklang des Neujahrsempfangs, an Themen mangelte es offensichtlich nicht

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