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30.12.2006 18. Waldbronner Silvesterlauf

Gute Stimmung beim Silvesterlauf
180 Läufer zwischen acht und 92 Jahren

Günter Oden und Helmut Völkle (v.re.) schickten die Läufer auf die Strecke

Ein besonderes Flair zeichnet nach Meinung vieler Teilnehmer den Waldbronner Silvesterlauf aus. So nimmt es auch nicht Wunder, dass dieser Lauf treue Fans hat. Etwa eine halbe Stunde vor Beginn trafen die Ersten in der Waldbronner Festhalle ein. Man begrüßte sich freundschaftlich, viele kannten sich von Läufen der Vorjahre, diskutierte über die Strecke, trug sich in die ausliegenden Listen ein oder nahm einen ersten Schluck Tee. In diesem Jahr zog der Silvesterlauf knapp 180 Läuferinnen und Läufer jeden Alters an.

Günter Oden (li.) gab Tipps über die
Strecke beim Eintrag der Teilnehmerinnen
und Teilnehmer in die beeitliegenden Listen

Jeder konnte dabei wählen zwischen fünf, zehn oder 20 km. Dabei geht es beim Waldbronner Lauf nicht um Sieg oder Platz, jeder Teilnehmer erbringt seine individuelle Leistung, die erreichte Zeit wird ihm beim Eintreffen zugerufen. Ausgeflaggt und markiert hatten die "Jedermänner" die drei Strecken. Dabei ging es für die 5-km-Strecke bis ins Hetzeltal, kurz nach Neurod wendeten die 10-km-Läufer, während die ganz Eisernen für die 20-km-Distanz bis zum Ortseingang von Marxzell und zurück durchhalten mussten. Die Sicherung der Strecke hatte die Freiwillige Feuerwehr Busenbach übernommen.
Den Startschuss gab in Vertretung von Bürgermeister Harald Ehrler Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle. Er begrüßte die Läuferinnen und Läufer, sagte Dank der Jedermann-Sportgruppe für die Organisation, aber auch der Freiwilligen Feuerwehr, die den Lauf sicherte. Die Besonderheit in diesem Jahr, der Starter begab sich anschließend gemeinsam mit der Walking Gruppe ebenfalls auf die Strecke.
Die meisten Läufer hatten mit 69 für die 10-km-Distanz gemeldet, 21 waren es über 5 Kilometer. Lag es an den angenehmen Temperaturen, dass überraschend Viele, nämlich 34 die 20-km-Strecke angingen. Stark waren in diesem Jahr auch die Walker vertreten, vor vier Jahren noch als neue Gruppe beim Silvesterlauf begrüßt. mit 34 Walkern über 5 und 22 über 10 km.
Ingo Boesnach war der Erste, der mit einer Zeit von 21:12 Minuten von der 5-km-Strecke zur Festhalle zurückkehrte. Anspruchsvoll, so der aktive Leichtathlet und TSV Jugendtrainer, sei die Stecke, schon wegen des Schlussanstiegs vom Kurpark hoch zur Brücke. Die ersten Walker erreichten nach 40:57 Minuten das Ziel, ihnen auf den Fersen mit einer Zeit von 42:13 Markus Rosenkranz aus Karlsruhe als erster 10-km-Läufer. Bernard Becker (Waldbronn) und Bernhard Walli (Karlsbad) kamen zeitgleich nach 1:26:47 von der 20-k,-Distanz zurück. Der jüngste Teilnehmer war mit acht Jahren Max Schwager, der 10 km walkte.

Günter Oden (re,) übergab dem ältesten Teilnehmer Albert Olbrechts, Jahrgang 1915, die Teilnehmer-Urkunde

Schien bei den zurückliegenden Läufen Karl Vogel mit seinen jetzt 79 Jahren den Titel "Ältester Teilnehmer" gepachtet zu haben, so wurde er in diesem Jahr getoppt. "So Junge haben bei uns keine Chance" kommentierte Gerhard Vogel, einer der aktiven Mitglieder der Jedermann-Sportgruppe. Das war aber nicht der Grund, warum Karl Vogel, der den Silvesterlauf ins Leben gerufen und über viele Jahre organisiert hat, in diesem Jahr nicht als Läufer antrat. "Probleme mit dem Knie", so Vogel, verhinderten seinen Start.
Der Titel als Ältester ging eindeutig an den Ettlinger Albert Olbrechts, Jahrgang 1915. Im Oktober habe er in Durlach beim Turmberglauf seinen 1.000. Volkslauf absolviert. Dabei habe er erst im Alter von 57 Jahren angefangen mit dem Laufen. Heute gehört er zum Lauftreff beim Ettlinger SV. Dort organisiert er zur Zeit einen Lauf von Ettlingen nach Sizilien. Start ist am 11. Mai, die Ankunft in Sizilien soll zehn Tage später sein. Der Gag dabei: es wird Tag und Nacht gelaufen, es muss immer mindestens ein Teilnehmer der 30-köpfigen Gruppe auf der Strecke laufen. Als er nach 48:25 von der 5-km-Strecke zurückkam,, war er zunächst etwas außer Puste: "Der Anstieg aus dem Kurpark und die Treppen zur Brücke haben mir zuletzt doch zugesetzt". Selbstredend ließ es sich Günter Oden, der Leiter der Jedermann-Sportgruppe, nicht nehmen, dem ältesten Teilnehmer die Urkunde selbst zu überreichen.

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