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17.12.2006 MV Lyra: Konzert zur Weihnachtszeit

Hoher Stellenwert für Jugendarbeit
Bläserjugend und Blasorchester beim "Konzert zur Weihnachtszeit" des Musikverein "Lyra" Reichenbach

Mit über 60 Aktiven bestritt das Blasorchester des Musikverein "Lyra" Reichenbach  das Konzert unter der Leitung von Gernot Franz

"Konzert zur Weihnachtszeit" heißt das Jahreskonzert des Musikverein "Lyra" Reichenbach. Das gut dreistündige Programm gestalteten wie auch in den Vorjahren die Bläserjugend und das Blasorchester, die beide unter der Leitung von Gernot Franz stehen. Die an diesem Abend zu Gehör gebrachten Leitungen zeugten von einer intensiven und exakten Probenarbeit.
Vorsitzender Günter Geisert hob in seiner Begrüßung auf den hohen Stellenwert ab, den die Jugendarbeit einnehme. Nur so sei es möglich, qualifizierten Nachwuchs für das Orchester zu gewinnen. Dass dies bei der Lyra schon seit Jahren so ist, lässt sich auch daran ablesen, dass das 1. Orchester mit 60 Musikern auf der Bühne saß und der Altersdurchschnitt bei 31,5 Jahren lag, wie Musikervorstand Wolfgang Ochs im Gespräch erwähnte. Von der Jungmusikern war zu erfahren, dass fünf das Bronzene und einer das Goldene Leistungsabzeichen erworben haben. Bezirksvorsitzender Jürgen Kunzmann ehrte drei Musiker mit der Ehrennadel in Bronze.
Unter den zahlreichen Zuhörern, der Saal im Kurhaus war nahezu voll besetzt, konnte der Vorsitzende besonders begrüßen Bürgermeister Harald Ehrler, Ehrenbürger Martin Altenbach, die Pfarrer Bettina Roller und Josef Dorbath, den neugewählten Vorsitzenden des Blasmusikbezirks Albtal, Jürgen Kunzmann und Rektor Peter Hepperle von der Albert-Schweitzer-Schule. Ein besonderer Willkommensgruß ging an die Abordnung der Feldmusik aus dem schweizerischen Rotheburg, mit der Reichenbacher Musikverein befreundet ist.

Aufhorchen ließ erneut die Bläserjugend beim "Konzert zur Weihnachtszeit".

Gleich mit ihrem ersten Stück "Prima Vista" gab die Bläserjugend die Richtung vor. Rhythmisch akzentuiert meisterten sie die moderne Harmonik des Stücks. Bei "Chalumeau on the Go" hatte das Klarinettenregister die Melodieführung und konnte sein Können unter Beweis stellen. Sehr schön ruhig gelang der "Abendsegen" aus der Humperdinck-Oper "Hänsel und Gretel" mit seiner kanonartigen Themenführung. Mit viel Freude und Verve kamen danach die "Highlights from Grease" daher. "Yeah - blues" hieß es ein- ums andere Mal beim "Cool Cat Shuffle". Mit einer Zugabe bedankten sich die Bläserjugend und ihr Dirigent Gernot Franz für den Beifall.
Durch das Programm des Blasorchesters führte Dr. Dieter Bertelmann. Es eröffnete mit der "Towermusic" von Jean-Francois Michel, die das Trompetenregister vorstellte, das übrige Orchester bildete den musikalischen Hintergrund. Danach folgten gleich mehrere Höhepunkte. Zunächst das dreisätzige "Concerto Grosso" für Saxofon-Quartett und Blasorchester von Hans Blank. Dabei übergaben die Saxofone die Themen an die anderen Register oder das gesamte Orchester, so entstand ein musikalisch farbiges Bild, zumal die Musiker mit ihrem sicher führenden und gestaltenden Dirigenten Gernot Franz die Charakteristik der einzelnen Sätze klar herausarbeiteten.
Mit "Estudiantina" von Emil Waldteufel hatten die Musiker einen spanisch gefärbten Konzertwalzer ins Programm genommen, der melodiös und rhythmisch sehr reizvoll war. "Erinnerungen an ein Ballerlebnis" hatte Hans Bund seine "tänzerische Skizze" genannt, bei der vor allem Martin Schwab als Solotrompeter hervortrat. Der Konzertmarsch "Mein Regiment" von Hermann Ludwig Blankenburg beschloss den ersten Teil des Konzerts.
Weiter ging es mit der "African Symphony" von Van McCoy. Das Stück atmete mit dem Rhythmus, den das Schlagwerk vorgab. Vielleicht der Höhepunkt des Abends war aber die Symphonische Suite in vier Sätzen "Arche Noah" des Belgiers Bert Appermont. Gernot Franz stellte hier mit seinen Musikern ein raffiniert instrumentiertes Werk vor, mit wunderschönen lyrischen Momenten, aber auch gewaltigen Steigerungen, bei denen es Dirigent und Musikern aber immer gelang, den Orchesterklang transparent zu halten, so dass die unterschiedlichen Themen und Stimmen zu ihrem Recht kamen.
Den Schlusspunkt setzten das Medley "The Best of Beatles" und die Filmmusik zu "Fluch der Karibik" des Deutschen Klaus Bardelt. Mit der Zugabe "Sarah Connor with Love" bedankten sich die Musiker für den Beifall und entließen mit "O du fröhliche" ihre Zuhörer in die Weihnachtstage.

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