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10.12.2006 Gesangverein Reichenbach: Theaterabend

Kein "Bad" für Reichenbach
Lieder- und Theaterabend des Gesangverein Reichenbach

Geehrt wurden beim Gesangverein "Concordia" Reichenbach  langjährige Aktive. Norbert Bauer (v.li.) singt seit 25 Jahren, Herbert Anderer und Ewald Anderer sind seit 50 Jahren aktiv und Achim Waible steht seit 25 Jahren als Vize-Chorleiter dem Verein zur Verfügung

Im Rahmen des Lieder- und Theaterabends ehrte der Gesangverein "Concordia" Reichenbach langjährige aktive Sänger. Norbert Schöpe, Vorsitzender der Sängergruppe Albtal zeichnete dabei Ewald Anderer und Herbert Anderer für 50 Jahre Singen im Chor mit der Goldenen Ehrennadel und eingravierter Zahl "50" des Deutschen Chorverbandes aus. Beide waren in vielfältigen Funktionen für die Concordia tätig. Ewald Anderer ist seit vielen Jahren Vizedirigent, Herbert Anderer war 36 Jahre Kassier des Vereins. Für 25 Jahre als aktiver Sänger erhielt Norbert Bauer die Silberne Ehrennadel des Badischen Sängerbundes. Die Reichenbacher Sänger ehrten außerdem Achim Waible, der seit 25 Jahren als Vizechorleiter bei der Concordia tätig ist.

Missstimmung im Haus von Bürgermeister Gottlieb: (v.li) Edelbert Schuster, Christina Kies, Melanie Bechtel

"Der schei'heilige Jakob" hieß das zweiaktige Lustspiel, mit dem die Theatergruppe des Gesangverein "Concordia" Reichenbach ihre Zuschauer im Kurhaus erfreute. Eingeleitet wurde der Abend durch den Kinderchor und "The Voices", beide unter der Leitung von Joachim Langnickel, sowie den Frauen- und Männerchor und den Gemischten Chor, die unter der Leitung von Edwin Knaus stehen. Vorsitzender Harry Reiser konnte unter den Gästen auch Bürgermeister Harald Ehrler, Ehrenbürger Martin Altenbach sowie Norbert Schöpe und Inge Beutelsbacher von der Sängergruppe Albtal begrüßen.

Ein verliebtes Paar:
Melanie Bechtel und Manuel Kunz

Das Stück spielt in der Amtsstube von Bürgermeister Gottfried (Edelbert Schuster) aus Reichenbach, die sich, wie früher in kleinen Gemeinden üblich, direkt neben der Wohnung des Ortsoberhaupts befindet. So nimmt es nicht Wunder, dass immer wieder seine Frau Paula (Christina Kies) wie ein Racheengel hereinschneit, oder Töchterchen Resi (Melanie Bechtel) vor Liebeskummer laut heulend durch die Stube fegt und für ihren Auftritt sogar Szenenapplaus einheimsen darf.
Amtsdiener Jakob (Gerhard Anderer) hat auch so seine Probleme. Nicht nur dass er die Ratsstube fegen muss, weil (Sparmaßnahmen!) die Putzfrau entlassen wurde, es stellt ihm auch die vermeintlich alte Jungfer Fräulein Schnittlauch (Birgit Rupp) nach, so dass er sogar finstere Miórdpläne schmiedet, und bei Grabarbeiten ist er auf seinem Grundstück auf stark riechendes Wasser gestoßen. Der Bürgermeister vermutet Heilwasser, weil es so ein kräftiges Aroma hat, und will seinen Ort zum Kurort mit Bad-Titel emporheben.
Da kommt ihm der Besuch vom Landratsamt gerade Recht. Dr. Schneider soll für dieses Prädikat sorgen und damit ja nichts schief geht, will Gottfried sein Töchterchen mit eben diesem Dr. Gerhard Schneider verkuppeln. Bald stellt sich aber heraus, dass er der wirkliche Liebhaber von Resi ist, nur wissen ihre Eltern nichts davon. Mutter Paula, vermeintlich auf der Seite der Tochter, sagt dem Doktor Schimpf und Schande und wirft ihn unter Drohungen aus dem Haus.

Das verwandelte Fräulein Schnittlauch Birgit Rupp (Mitte) mit Gerhard Anderer und Christina Kies

Dazwischen muss der Doktor noch bei einer falschen Gerichtsverhandlung mitspielen, bei der das Ehepaar Hudelmaier (erstmals dabei Julia Dürr und Siegfried Adler) geschieden werden sollen, was aber natürlich auch nicht klappt. Zum Ende aber klären sich die Fronten: Reichenbach wird nicht Bad, das Heilwasser war einfache Gülle, Resi und ihr Doktor kriegen sich, und auch Jakob hat seine Freude am verwandelten Fräulein Schnittlauch.
Einstudiert hatte den Schwank Manfried Anderer. Den Zuschauern im Kurhaussaal hat es sicht- und hörbar gut gefallen, darauf ließ auch der lang anhaltende Applaus zum Schluss schließen.

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