Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.937.240

Volltextsuche



 

26.11.2006 Episoden bei AccoMusica

Musikalisch anspruchsvolle "Episoden"
AccoMusica und Harmonika-Orchester Malsch gestalteten Konzert

Akkokids, 1. Orchester und Harmonika-Orchester Malsch beschlossen unter der Leitung von Uwe Müller das musikalisch hochstehende Konzert "Episoden" mit "Chariots of Fire" von Vangelis

Mit einem musikalisch anspruchsvollen und dennoch abwechslungsreichen Programm unter dem Motto "Episoden" boten AccoMusica, die Akkokids, die ihren zehnten Geburtstag feiern konnten, und das Harmonika-Orchester Malsch "Streiflichter faszinierenden Akkordeonmusik". Die Leitung aller drei Ensembles lag in den Händen von Uwe Müller, der dem Reichenbacher Orchester jetzt seit zehn Jahren musikalisch seinen Stempel aufdrückt und auch durchs Programm führte.
Zu Beginn begrüßte Thomas Lehmann die Zuhörer im Großes Saal des Kurhauses Waldbronn. Sein besonderer Gruß galt dabei Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle und Rektor Peter Hepperle von der Albert-Schweitzer-Schule Reichenbach, wo die AkkoKids schon öfter bei schulischen Veranstaltungen das Programm mitgestalteten.
Begonnen wurde das Konzert mit den Akkokids, dem 19-köpfigen Jugendorchester des Vereins, mit zwei dreisätzigen Suiten. "Gameboy-Spiele" von Helmut Quakernack folgte die eingängige "Pop-Collection" von Alexander Jekic. Als Zugabe spielten die Jüngsten des Vereins nochmals "Ballons", den zweiten Satz der "Gameboy-Spiele".
Das 1. Orchester von AccoMusica begann mit einem Rondo nach einer pfälzischen Volksweise von Franz Reinl. Das Thema "ich ging emool spaziere" wurde in der Komposition aus den 70er Jahren mit Episoden zwischen den einzelnen Variationen immer wieder abgewandelt bis hin zum Ende, wo im Geschwindschritt spaziert wurde. Das Orchester unter der sicheren Leitung von Uwe Müller bot diese Variationen dynamisch fein abgestuft und klar musiziert.

Das erste Orchester von AccoMusica unter der Leitung von Uwe Müller

Der "Kanon D-Dur" von Johann Pachelbel wurde ruhig und getragen mit klarer Stimmführung gespielt. Bei den dreisätzigen "Episodes" von Adolf Götz wurde ein Thema in allen drei Sätzen wieder aufgenommen und variiert. Die unterschiedliche Stimmung der Sätze "Valse d'esprit", "Lent et expressif" und "Très pressant" gelangen den Musikern hervorragend.
Nicht fehlen in den Konzerten von AccoMusica darf ein Tango von Astor Piazolla. "Escualo" hatten die Musiker in diesem Jahr ausgesucht. Die staccatoartigen Klänge des Beginns zogen sich wie ein roter Faden durch den gesamten Tango und steigerten sich musikalisch fast bis zur Atemlosigkeit. Für den lebhaften Beifall bedankten sich die Musiker mit dem Asto-Piazolla-Tango "Oblivion".
Das Harmonika-Orchester Malsch, seit einem Jahr unter der musikalischen Leitung von Uwe Müller, begann mit "Heitere Suite" von Rudolf Würthner. Eingerahmt von einem treibenden "Auftakt" und dem marschartigen "Ausklang" hatte die Suite in den beiden Mittelteilen den melodiösen Satz "Lied" und das beschwingt daherkommende "Scherzino". Hans Boll hatte "Thema und Variationen über eine finnische Volksweise" geschrieben, die in den unterschiedlichsten Abwandlungen im Stück wiederkehrte und vom Harmonika-Orchester Malsch sicher interpretiert wurde.
In die Zukunft wies der gemeinsame Auftritt von AccoMusica und Harmonika-Orchester Malsch, ist doch in dieser Besetzung die Teilnahme am "World Music Festival 2007" in Innsbruck geplant. Mit der "Micro Suite Nr. 3" von Hans Russ stellten Uwe Müller und seine Musiker auch das Selbstwahlstück für dieses Wertungsspiel vor, mit dem sie in der Oberstufe angesiedelt sind. Die dreisätzige Suite steht im einleitenden "Mini-Tango" ganz in der Tradition von Astor Piazolla. "Spiritual" ist geprägt von einem Zwiegespräch zwischen Bass und erster Stimme, gefühlvoll und musikalisch souverän gespielt Christiane Becker und Andreas Holbach. Bei der abschließenden "Brass Band Parade" zogen die Bands langsam heran, das Ganze steigerte sich zu einem gewollt chaotischen Zwischenspiel ehe die Themen der Suite in Rondoform nochmals wiederkehrten.
Ebenfalls von Hans Russ stammte die fünfsätzige Suite "Fantasy", in der die Musiker ihre Zuhörer auf eine phantastische Reise mitnahmen. Im Finale vereinten sich dann alle drei Gruppen zu Vangelis "Chariots of Fire", ein wirkungsvolles Stück Musik, das auch wegen seiner exzellenten Ausführung als Zugabe wiederholt wurde.

[<< Übersicht]