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15.11.2006 AUT vom 15.11.2006

Abgespeckter Plan wurde gebilligt
AUT beriet über den Kindergartenneubau

So wird das Erdgeschoss des neuen Kindergartens nach der Planskizze des Architekturbüros Weindel aussehen

Aufträge des Gemeinderats zum Kindergartenneubau hatte der Ausschuss für Umwelt und Technik in Waldbronn abzuarbeiten. Aus Kostengründen sollte eine Verkürzung des Baukörpers geprüft werden und die Gemeinderäte wollten wissen, wie viel Energie sich durch den Heizstrang einsparen lasse.
Planungsamtsleiter Winfried Krutzsch präzisierte zunächst die Kosten für den Heizungsstrang, der in der Planung schon immer enthalten war, zumal der bisherige Strang nicht ausreiche, um auch den geplanten Anbau zu versorgen. Hinzugekommen seien nur die Mehrkosten für die Anhängung des Blocks mit Kindergarten und Hort. Dafür seien Deckenöffnungen und Wanddurchbrüche, teilweise mit Kernbohrungen nötig. Die Energieeinsparung liege bei mindestens 1.900 € im Jahr. Damit, so Bürgermeister Harald Ehrler, amortisiere sich die Heizung bereits nach acht Jahren.
Prof. Dr. Kristian Kroschel (FW) war froh, dass für das Einsparpotenzial kein externes Gutachten notwendig wurde. Die Amortisationszeit liege sogar bei sieben Jahren, hatte er errechnet.
Franz Masino (SPD) kritisierte, der Entwurf wäre in der Gemeinderatssitzung unverändert geblieben, wenn die 15.000 € Mehrkosten dort schon richtig erläutert worden wären. Die kurze Amortisationszeit spreche für sich.
Nach dem "Ja" zum Heizungsstrang ging es um die Verkürzung des Baukörpers. Verena Burchert vom planenden Architekturbüro Weindel legte eine überarbeitete Entwurfsplanung vor, nach der der Anbau jetzt hinter der Wandscheibe mit dem bisherigen Baukörper abschließt. Die Grundfläche werde dadurch um etwa 7 m² kleiner, die Räume etwas verkürzt, Fenster könnten eingespart werden. Aus dem ursprünglich geplanten Personalraum mit 12,3 m² und dem Leiterinnenzimmer mit 13,3 m² werde jetzt ein Raum mit 18,4 m². Insgesamt reduzieren sich die Baukosten dadurch um 28.000 €.
Bürgermeister Harald Ehrler fand den abgespeckten Entwurf nicht optimal, da neben dem Wegfall des Leiterinnenzimmers auch das Lehrmittelzimmer der Schule im Untergeschoss um die reduzierte Fläche geringer ausfalle. Der AUT müsse jetzt entscheiden, ob 28.000 € eingespart werden sollen oder ob die Mehrkosten getragen werden.
Roswitha Bichler (CDU) betonte, dass nur das Leiterinnenzimmer wegfalle. An den Räumen für die Kinder werde nichts eingespart. Gegen die Verkleinerung sprach sich Gerhard Knobloch (Bündnis 90/Die Grünen) aus, während Prof. Dr. Kristian Kroschel (FW) den neuen Entwurf überzeugend fand. Mit dem geringeren Raum sei auszukommen, die Funktionalität gewährleistet.
"Keine Zustimmung für den abgespeckten Entwurf" gab es von Franz Masino (SPD). Das Büro für die Leiterin sei nötig, um Elterngespräche zu führen. Mit der knappen Mehrheit von 5 gegen 4 Stimmen wurde das neue Konzept gebilligt.
Baubeginn wird Anfang März 2007 sein, die Fertigstellung ist nach wie vor für September kommenden Jahres geplant.

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