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04.11.2006 25 Jahre ERC Waldbronn

Klares Bekenntnis zum Eistreff
ERC Waldbronn feierte 25-jähriges Jubiläum

Drei Eiswichtel übergab Renate Bernhardt (li.) als Geschenk des Freundeskreises St. Gervais an ERC und Kurverwaltung, die Bürgermeister Harald Ehrler (re.) und Carlheinz Löschner erfreut entgegennahmen. Eiswichtel helfen kleineren Kindern bei ihren ersten Schritten auf dem Eis

25 Jahre wird der ERC Waldbronn alt. Die Jubiläumsfeier brachte dem Verein für die kommenden Jahre auch die nötige Zukunftssicherheit, denn Bürgermeister Harald Ehrler legte ein klares Bekenntnis zum Eistreff ab. Geführt wird der Verein nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod seines Vorsitzenden Peter Imiola bis zur nächsten Mitgliederversammlung von Carlheinz Löschner. Umrahmt wurde der Festakt durch das Kammerorchester des St. Dominikus-Gymnasiums Karlsruhe unter der Leitung von D. Sandmann.
Carlheinz Löschner begrüßte unter den Gästen des Festakts im Foyer des Eistreff neben Bürgermeister Harald Ehrler mit Gebhard Schnurr, Michael Dannenmaier und Roland Hocker hochrangige Vertreter des Sports. Der Vorsitzende streifte dann kurz die Geschichte des ERC Waldbronn, der nach der Inbetriebnahme des Eistreff im Dezember 1980 dann im Juni 1981 gegründet wurde. Unter den derzeit 180 Mitgliedern seien sehr viele Kinder und Jugendliche, so Löschner. Die Zahl könnte bei moderateren Mitgliedsbeiträgen noch größer sein, denn derzeit seien 24 bis 48 Euro pro Monat je nach Abteilung und Leistungsgruppe fällig. Ihre Höhe werde aber von der Miete für den Eistreff bestimmt. Er aber sei die "notwendige Hülle" für den Sport des ERC und "deshalb liegt er uns auch am Herzen". Löschner wandte sich gegen ein weiteres kontinuierliches Zurückfahren der Eistreffzeiten und bot Gespräche über eine "Private Public Partnership" an.

Bürgermeister Harald Ehrler (re.) übergibt
Carlheinz Löschner die Jubiläumsgabe

Bürgermeister Harald Ehrler  betonte, dass der ERC Waldbronn trotz sechsjähriger Schließung des Eistreff 25 Jahre alt wurde, weil sich Menschen für ihren Sport engagierten. Besonders Peter Imiola sei es zu danken, der den Verein mit den Eisstockschützen auch über die Schließungszeit hinweg am Leben erhielt. Der Eissport sei aber auch eine Klammer in der Partnerschaft mit St. Gervais. Von dort waren Eisläuferinnen, Eishockeyspieler, die Partnerschaftsvorsitzende Genou Laurent und Fabrice Debonne vom Eislaufverein gekommen.
Die "Steilvorlage" Löschners nutzte Ehrler zu einem eindeutigen Bekenntnis pro Eistreff. So wie Bürgermeister Glaser von seinem Vorgänger Alfred Ohl den Eistreff übernommen hatte, so übernahm er von seinem Vorgänger Martin Altenbach den mehr als deutlichen Bürgerentscheid pro Eistreff, zu dem er nach wie vor stehe. Ehrler appellierte, den Eistreff nicht " schlecht zu reden". Wenn die Reduzierung auf 150 Betriebstage umgesetzt werde, habe der Eistreff kein höheres Defizit als Musikschule oder Jugendtreff. "Der Eistreff sollte in den Diskussionen den gleichen Stellenwert haben wie die anderen Jugendeinrichtungen", forderte der Bürgermeister. Optimal betrieben sei er finanzierbar und stehe für die kommenden Jahre auch finanziell auf gesunden Füßen. Zudem sei er in der Region Karlsruhe die einzige Eislaufhalle und somit etwas Besonderes. Das zeige sich auch der großen Zahl von Kindern, die nach der Wiedereröffnung über den ERC zum Eislaufen gefunden haben, aber auch an der Tatsache, dass Eisläufer des Karlsruher Schlíttschuhclubs bereits Trainingszeiten in Waldbronn angemietet haben. Die Schließung der Halle in Neureut bedeute für Waldbronn eine Chance auf mehr Besucher. Dem ERC dankte Bürgermeister Harald Ehrler für sein Engagement bei der offerta.

Geehrt wurde Thomas Edl (li.) mit der Ehrennadel in Bronze des Sportkreises Karlsruhe, die Michael Dannenmaier (Mitte) überbrachte, rechts ERC-Vorsitzender Carlheinz Löschner.

Michael Dannenmaier, stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Karlsruhe, war erfreut über die deutliche Garantie des Bürgermeisters für den Eistreff. Er bat darum, dass in die Prävention für mehr Bewegung Geld investiert werde. Von einem sehr lebendigen Verein, der nichts von seiner Dynamik verloren habe, sprach Roland Hocker, der zweite Vorsitzende des Eissportverbandes Baden-Württemberg. Der Verein setze erfolgreich auf die Jugend, die nach der Wiedereröffnung des Eistreff vor drei Jahren schnell wieder zum Eissport gefunden habe.

Viele, vor allem junge Besucher der Jubiläumsgala wollten auch einmal ausprobieren, wie sie mit einem Eisstock zurecht kommen

Die Ehrennadel in Bronze des Sportkreises Karlsruhe erhielt für seine langjährige engagierte Mitarbeit im Vorstand Thomas Edl, er ist seit 13 Jahren als Kassier tätig. Grüße für den Freundeskreis St. Gervais überbrachte Vorsitzende Renate Bernhardt. Gleichzeitig lud sie im Namen von Fabrice Debonne, dem Vorsitzenden des Eislaufvereins aus der Partnergemeinde, die Eistanzgruppe des ERC zu einem einwöchigen Aufenthalt nach St. Gervais ein und zusätzlich darf der ERC zwei Eisläuferinnen bestimmen die eine Woche in St. Gervais mit den dortigen Trainern intensiv trainieren können. Als Geschenk des Freundeskreises über Renate Bernhardt drei Eislaufwichtel an Kurverwaltung und ERC.

Junge Eiskunstläuferinnen aus Waldbronn und St. Gervais bevölkerten zu Beginn gemeinsam die Eisfläche

An den Festakt schloss sich ein eissportliches Demonstrationsprogramm an mit Short-Track und Eisstockschießen, Kunstlauf mit den Mannheimer "Shooting Stars", Einzelkürlauf von Eisläuferinnen aus St. Gervais und der neuen Hip-Hop on Ice Gruppe des ERC Waldbronn. Das Eishockeymatch ERC Waldbronn gegen St. Gervais endete 5:7, wobei die "Huskies" des ERC den Cracks aus St. Gervais, sie spielen immerhin in der ersten französischen Liga, ein fast ebenbürtiger Gegner waren und nach dem zweiten Drittel noch mit 5:4 in Front lagen. Strafzeiten im letzten Drittel nutzte St. Gervais um den knappen Sieg sicherzustellen.

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