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14.10.2006 Eine kleine Nachtmusik

Chorgesang und Mandolinenklänge
"Eine kleine Nachtmusik beim Gesangverein Busenbach

Chor "Joyful" des Gesangverein "Freundschaft" Busenbach und das Mandolinenorchester Bayer-Leverkusen gestalteten den zweiten Programmteil

Ein Konzert abseits der üblichen Pfade bot jetzt der Gesangverein "Freundschaft" Busenbach mit "Eine kleine Nachtmusik". Frauenchor und Chor "Joyful" gelang dabei ein geglücktes Zusammenspiel zwischen Singstimmen und Mandolinenorchester. Durch den Abend führte Ralf Welt.
Dazu hatte der Busenbacher Gesangverein das renommierte Mandolinenorchester Bayer-Leverkusen gewonnen, dessen Dirigent Detlef Tewes in Ettlingen wohnt. Welch großen "Fisch" sich der Busenbacher Gesangverein für dieses Konzert an Land gezogen hatte, ahnte im Vorfeld wohl kaum jemand der Besucher. In einer Kritik über Tewes heißt es: "Die Liste der Dirigenten mit denen der Mandolinist Detlef Tewes zusammengearbeitet hat, liest sich wie das "Who is Who" der internationalen Musikszene; Tewes gilt als weltbester Mandolinen-Virtuose." Und das stellte er bei diesem Konzert eindrucksvoll unter Beweis, als er zusammen mit Matthias Hammerschmitt am Klavier den legendären "Czardas" von Vittorio Monti interpretierte und das Publikum zu Jubelstürmen hinriss.

Der Frauenchor des Gesangverein "Freundschaft" Busenbach und das Mandolinenorchester Bayer-Leverkusen eröffneten unter der Leitung von Detlef Tewes gemeinsam das Konzert im Saal des Kurhauses

Aber auch als Dirigent überzeugte Detlef Tewes. Schon die einleitende "Kleine Nachtmusik" von Mozart kam leichtfüßig und beschwingt, dynamisch fein abgestuft daher und zeigte das Mandolinenorchester aus Leverkusen als exzellenten Klangkörper. Mit dem Busenbacher Frauenchor zusammen interpretierte Tewes mit seinem Mandolinenorchester "Memory" aus Cats und vor allem die beiden Polkas von Johann Strauß (Sohn), die "Zepperlpolka" und die "Lustige Kutschfahrt", bei denen Tewes beiden Ensembles durchaus flotte Tempi vorgab, die sie aber sicher meisterten, beim Chor auch ein Zeichen der guten Probenarbeit mit Matthias Hammerschmitt, der sich bei diesem Konzert fast "nur" auf die Rolle als Klavierbegleiter zurückzog, aber eben nur fast, denn die beiden a-capella-Stücke des Frauenchors dirigierte Hammerschmitt gewohnt souverän: "Chor der Engel" von Mendelsohn-Bartholdy und "Blühende Reben" von Theo Fischer standen hier auf dem Programm.
Zwischen den einzelnen Chorauftritten waren Pamela Hamblin, Sopran, und Stefanie Tewes, Mezzosopran, solistisch zu hören. Stefanie Tewes sang zunächst vom Mandolinenorchester begleitet drei Schubert-Lieder mit einem vollen und warmen Mezzo, danach zusammen mit Pamela Hamblin Duette von Antonin Dvorak, bei denen die beiden Stimmen wunderbar harmonierten. Am Klavier begleitete Matthias Hammerschmitt.

Stefanie Tewes (re.) und Pamela Hamblin
gestalteten Duette von Dvorak,
am Klavier begleitet von Matthias Hammerschmitt

Mit dem Chor "Joyful" vollzog das Mandolinenorchester auch den Sprung zur Popmusik. Auf "Money, Money, Money" von Abba, folgte "Over the rainbow" im Satz des Ettlingers Wolfgang Klockewitz. Der Beifall steigerte sich deutlich nach "Lemon Tree", dem Hit der Gruppe "Fools Garden" und auch "California Dreamin" von "The Mamas and the Papas" interpretierten beide Ensembles stimmig. Den Schlusspunkt setzte die schon als Klassiker der Popmusik geltende "Bohemian Rhapsody" des unvergessenen Freddy Mercury.
Klar war, dass nach diesem beeindruckenden Konzert die Akteure nicht ohne Zugabe von der Bühne kamen. Chor "Joyful" und das Mandolinenorchester Bayer-Leverkusen bedankten sich zunächst mit dem schwungvollen Folksong "Barbara Ann" der Beach Boys mit Georg Vogel als Solisten und dann noch mit "Thank you for the music" von Abba.
Abschließend wies Vorsitzender Martin Vogel noch auf den Liederabend des Männerchors der "Freundschaft" hin, der am 4. November in der Turnhalle des TV Busenbach stattfindet. Er soll, so seine Ankündigung, von der Liedauswahl her bewusst zurückführen in die Gründerjahre der Männergesangvereine.

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