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13.10.2006 Chefarzt Dr. Renner verabschiedet

"Ein guter Mann verlässt die Klinik"
Chefarzt Dr. Hans-Georg Renner nach 29 Jahren verabschiedet

Dr. Renner bei der Feier seiner Verabschiedung

"Um unsere Klinik haben Sie sich verdient gemacht", sagte Peter Rothemund, der Geschäftsführer der Ruland-Kliniken bei der Verabschiedung von Chefarzt Dr. Hans-Georg Renner in den Ruhestand. Die Feier fand in der Klinik Falkenburg in Bad Herrenalb statt. Musikalisch umrahmt wurde sie mit Werken von Bach, Brahms, Mozart und Beethoven durch Filip Saffray, Violine, und Jan Divoký, Klavier, die mit dieser Werkzusammenstellung auch den musikalischen Geschmack des scheidenden Chefarztes trafen, die klassische Musik ist eines der Hobbys von Dr. Renner.
Peter Rothemund begrüßte eingangs Vertreter aus Politik, der Kostenträger und der Ärzte, unter ihnen auch Waldbronns Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle. "Abschied ist die Geburt der Erínnerung", zitierte der Geschäftsführer Salvador Dali. Dr. Renner hinterlasse in der Klinik nach 29 Jahren deutliche Spuren. Diese lange Zeit sei aber auch ein Treuebeweis.
Der scheidende Chefarzt stamme aus einem pietistisch geprägten evangelischen Pfarrhaus und gelebtes Christentum habe ihn stets begleitet. Über das Städtische Klinikum Karlsruhe, wo er seinen Facharzt für Chirurgie erwarb, zwei Jahre Stabsarzt bei der Bundeswehr, und den Facharzt für Orthopädie kam er 1977 an die Klinik in Reichenbach. Dr. Renner zeichnete in all den Jahren aus, dass die Patienten bei ihm immer an erster Stelle standen.
Hans Ruland, Gründer und heute Aufsichtsratsvorsitzender der Ruland-Kliniken, dankte für die 29 Jahre währende Zusammenarbeit mit allem "Rauf und Runter" im Gesundheitswesen und vor allem in der Rehabilitation. Er erinnerte an die Zeit, als Dr. Renner nach Waldbronn kam, kurz nachdem er die Anerkennung zum Facharzt für Orthopädie erhalten hatte.
"Ein guter Mann verlässt ihre Klinik", sagte Dr. Karl-Erich Brinkmann, langjähriger Chefarzt der Orthopädie im Klinikum Karlsbad, zu Hans Ruland und Peter Rothemund gewandt. Unbeirrt von der gesellschaftlichen Umgebung sei Dr. Hans-Georg Renner seinen Weg gegangen. Er habe sich während seiner Tätigkeit in Waldbronn auch die Facharzttitel für Rehabilitation und für Sozialmedizin erworben. Seine Patienten hätten ihn verehrt.
Dr. Hans-Georg Renner erzählte, wie er vor 29 Jahren nach Waldbronn kam. Er erinnerte an das Aufkommen der Anschluss-Heil-Behandlung (AHB). Er verheimlichte aber auch nicht, dass Chefarzt und Geschäftsführung nicht immer einer Meinung waren. Immer aber sei eine Einigung möglich gewesen, weil beide Seiten das Wohl der Patienten im Auge hatten. Wichtig sei für ihn auch immer die Teamarbeit gewesen. Hier spendete Dr. Renner seinen Mitarbeitern ein großes Lob, sie seien hoch motiviert gewesen. Nur mit einer optimalen personellen Ausstattung und mit den notwendigen Geräten lasse sich der jetzige Stand halten, blickte der scheidende Chefarzt mahnend in die Zukunft.

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