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02.09.2006 Kurparkfest 2006

Bilder vom Feuerwerk                                             Bilder vom Festbetrieb

25. Kurparkfest lockte Besucher an
Höhepunkte waren Feuerwerk und die Angebote der Vereine

Ein Blumenlogo zum Jubiläum hatte die Gemeindegärtnerei geschaffen

Offiziell war es das 25. Kurparkfest und entsprechend wurde es auch gefeiert. Nach den Kanalbauarbeiten strahlte der Kurpark wieder in grünem Glanz. Die Buden und Stände von insgesamt 34 Waldbronner Vereinen und sechs Gastronomen säumten die Wege im Kurpark, deren Ränder wegen der feuchten Witterung der zurückliegenden Woche mit Holzspänen von Gemeindegärtnerei und Bauhof rasenschonend begehbar gemacht waren.

"Soul Shot" bei ihrem Auftritt auf der Bühne im Kurpark

Aber auch sonst war beim Jubiläumsfest Manches neu. So standen erstmals drei Bühnen im Kurpark, auf denen am Samstag ab 19 Uhr drei Bands für Unterhaltung und Stimmung sorgten. Auf der Hauptbühne heizten "Soul Shot" vor dem Feuerwerk ebenso ein, wie auf der Bühne beim See "Ganze Dosis" und gegenüber dem Stand des Musikverein "Harmonie" Etzenrot "funk-o-matic". Daneben sorgten aber auch die drei Waldbronner Musikvereine an ihren Ständen für musikalische Unterhaltung der Besucher, wobei die Busenbacher mit der "Portishead Townband" aus Bristol sich internationale Verstärkung gesichert hatten. Am Sonntag wurde der musikalische Rahmen durch die "Egerländer Kapelle" verstärkt, die zahlreiche Fans dieser Musikrichtung zur Hauptbühne lockte. Moderner ging es dann am Abend zu, als "Knutschfleck" die mittlere und jüngere Generation bediente.

Schwenksteaks auf dem Grill

Gewohnt vielseitig war auch das kulinarische Angebot an den einzelnen Ständen. Heimisch-Deftiges war ebenso zu bekommen wie ausgefallenere Spezialitäten. Über dem gesamten Kurpark schwebte eine aparte Duftmischung, die aus den Töpfen und den Grills der Stände emporstieg. Den Sanitätsdienst versahen die drei Ortsvereine des DRK gemeinsam. Erfreulich war, dass das Kurparkfest ohne größere Zwischenfälle friedlich verlief, wie auch die Polizei bestätigte.
Viele Attraktionen ließen sich noch berichten, so das Tretbootfahren bei der DLRG und der Dunktank oder das Freiluftschach auf der Anlage im Kurpark zu dem der Schachclub Waldbronn einlud. Überhaupt war für die Kinder viel geboten. Für die Kinder und ihre Eltern wurde am Sonntag ein großes Spielfest auf der Wiese bei der Bühne ausgerichtet. Der Turnverein Busenbach war mit Übungsleitern und Geräten zur Stelle, um möglichst viele und abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten bieten zu können. Die Hüpfburg war immer stark belegt, bei den Kolpingfamilien und dem Diakonieverein, wie immer gemeinsam an einem Stand, konnte mit Klötzen gebaut werden. Ein Bungee-Trampolin lockte Mutige an, gefragt waren aber auch die Kinderkarussells. Es ist im Rahmen dieses Berichts unmöglich alle Aktivitäten der beteiligten Vereine aufzuzählen, zumal sich fast alle große Mühe mit dem Angebot an ihren Ständen gemacht hatten.

Am Start zum 2. Thermenlauf im Kurpark

Vorgeschaltet war dem Kurparkfest der 2. Waldbronner Thermenlauf über zehn oder fünf Kilometer. Den Startschuss für die insgesamt fast 30 Läuferinnen und Läufer gab jeweils Bürgermeister Harald Ehrler. Dabei konnte sich jeder nicht nur die Strecke heraussuchen, auch der Stil war zwischen Laufen, Joggen und Walking mit oder ohne Stöcke frei wählbar.
Eingeleitet wurde das Kurparkfest durch drei Böllerschüsse des ebenfalls 25 Jahre alten Schützenverein Waldbronn und den Einmarsch des Musikverein "Lyra" Reichenbach. Eine große Tradition habe das Kurparkfest, so Bürgermeister Harald Ehrler, sei es doch schon von Bürgermeister Alfred Ohl ins Leben gerufen und von den Bürgermeistern Albrecht Glaser und Martin Altenbach weitergeführt worden. Ehrenbürger Martin Altenbach dankte der Bürgermeister mit dem Waldbronner Ehrenkrug für seine Verdienste um das Kurparkfest.
Sein Dank galt aber auch den Mitarbeitern der Gemeindegärtnerei und des Bauhofs, die den Kurpark hergerichtet und die Hütten zum Teil aufgestellt hatten. Die Hauptlast bei den Vorbereitungen habe Edmund Lauinger zu tragen gehabt, im Rathaus für die Vereine zuständig.
Der Kurpark habe sich verändert, nicht nur durch die Verlegung von 563 m Kanal mit einem Durchmesser von zwei Metern und der Bewegung von 13.000 m³ Erdmaterial, auch der Kurparksee wurde naturiert und sieht jetzt durch das Röhricht wesentlich grüner aus. Ehrler hob auch hervor, dass die Vereine in Eigenregie Abwässerkanäle für die einzelnen Stände verlegt haben. In 18 Tagen wurden dabei 360 m Leitung mit 35 Anschlussmöglichkeiten verlegt. Als "Bauleiter" seien Jürgen Götz vom Musikverein "Harmonie" Etzenrot und Mario Fröhlich vom Pool-Billard-Club Waldbronn besonders aktiv gewesen zusammen mit Willibald Masino, der den Bagger fuhr. Ihm überreichten später die Vereine durch Klaus Störzbach ein Dankeschön, da er an allen 18 Abenden unentgeldlich bei dieser Aktion den Bagger bediente.

Nach Torwandschießen und Fassanstich versdammelten sich alle "Promis" zum Badnerlied auf der Bühne

Im WM- und Jubiläumsjahr stieg ein WM-Torwandschießen der anwesenden Abgeordneten und Bürgermeister. Als Preis winkte ein von allen Nationalspielern signierter Ball. Alphabetisch begrüßte Ehrler die teilnehmenden Abgeordneten, Bürgermeister und Ortsvorsteher und nannte in alphabetischer Reihenfolge:

Mit strammem Schuss und in vorbildlicher Haltung versuchte Karlsbads Bürgermeister Rudi Knodel sein Glück

Bürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick (Ettlingen), Oberbürgermeister Gerhard Dietz (Rheinstetten), Ortsvorsteher Rolf Doll (Stupferich), MdB Axel E. Fischer, Bürgermeister Elmar Himmel (Malsch), Bürgermeister Rudi Knodel (Karlsbad), Bürgermeister Norbert Mai (Bad Herrenalb), Bürgermeister Wolfgang Oechsle (Remchingen), Ortsvorsteher i.R. Walter Rohrer (Grünwettersbach), Bürgermeister Raimund Schuster (Marxzell) und MdB Jörg Tauss. Eindeutiger Sieger wurde Ortsvorsteher Rolf Doll aus Stupferich mit zwei Treffern, dicht gefolgt von Walter Rohrer und MdB Jörg Tauss, die je einmal erfolgreich waren. Bei einigen anderen Schüssen gerieten die umliegenden Stände in akute Gefahr, ein Querschläger des Waldbronner Bürgermeisters gar sorgte unter den bereitstehenden Gläsern für den Fassanstich für erheblichen Flurschaden getreu dem Motto: "Scherben bringen Glück!".
Eine neue Hymne -"25. Jahre Kurparkfest - dazu laden wir euch ein"- hatte Kurt Bechtel getextet und trug sie zusammen mit Bürgermeister Harald Ehrler und Rainer Kühnel vor, ehe die Wartenden erlöst wurden und zu den Klängen des Musikverein "Lyra" Reichenbach das obligatorische Fass Freibier angezapft wurde.

Zeit zum Verweilen und Reden bot das Kurparkfest seinen zahlreichen Besuchern aus der gesamten Region

Danach begann dann der Festbetrieb und gegen Abend wurde es dann im Kurpark so richtig voll. Vor allem das Feuerwerk lockte wieder unzählige Besucher an, auf allen Wegen und Wiesen herrschte dichtes Gedränge, die Straßenränder in Reichenbach waren bis an die Ortsausgänge dicht zugeparkt. Zu bereuen brauchte sein Kommen niemand. Das Jubiläumsfeuerwerk hatte viele neue Effekte, die die Zuschauer zum Staunen brachten, so die roten Herzen, eine Art feurige Liebeserklärung an Waldbronn und sein Kurparkfest.

Beim Musikverein "Harmonie" Etzenrot" hatten die Besucher einen guten Blick auf das Spielfest

Am Sonntag fand im Kurpark das Spielfest statt, das vor allem Familien mit Kindern anlockte, während die gesetztere Generation sich von den Klängen der Egerländer verzaubern ließ. Ausgeschrieben war auch eine Kurpark-Rallye, bei der Fragen zu einzelnen Vereinen beantwortet werden mussten. Sie waren nicht schwer, allerdings musste sich jeder um die Antworten bemühen und die Stände dieser Vereine aufsuchen. Dann waren Fragen wie "Wie viele Sterne hat das Antares-Zeichen?" oder "Welches Abzeichen muss man abgelegt haben, um Wachdienst im Freibad machen zu können?"
"Schauen - informieren - kaufen - verweilen", so hätte das Motto auch beim diesjährigen verkaufsoffenen Sonntag in Reichenbach lauten können, der seit vielen Jahren parallel zum Kurparkfest stattfindet und schon fast Tradition hat. Die Fachgeschäfte im Reichenbacher Ortszentrum lassen sich dazu immer wieder eine Menge einfallen, um auch die zahlreichen Besucher des Kurparkfests zu einem Abstecher zu verleiten.
Es war wieder ein gelungenes Fest, dieses Kurparkfest 2006. Das war jedenfalls der Tenor fast aller Besucher. Der Besucherandrang an beiden Tagen belohnte Gemeinde und Vereine für die Arbeit, die in der Vorbereitung eines solchen Festes steckt.

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