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27.07.2006 Kalif Storch bei Anne-Frank-Schule

Mutabor, Mutabor, Storch komm hervor
Anne-Frank-Schule gestaltete musikalisch das Märchen vom "Kalif Storch"

Das Singspiel "Kalif Storch" stellten Schülerinnen und Schüler der Busenbacher Anne-Frank-Schule in einer gelungenen Aufführung gemeinsam mit dem Mandolinen-Orchester Ötigheim auf die Bühne

Was bringt einen jungen und wohlhabenden Kalifen dazu, sich in ein Tier verwandeln zu wollen? Langeweile, Neugier und die geheimnisvollen Einflüsterungen eines ebenso geheimnisvollen Straßenhändlers? Tatsache ist, der Kalif und sein Wesir gehen auf das Spiel ein, nehmen das Pülverchen, sprechen das Zauberwort - und schon sind sie Störche. Dumm nur, wer lacht, während er verzaubert ist, vergisst das Zauberwort. Und genau das passiert dem Kalifen und seinem Wesir.

Rektor Rolf Nold dirigierte das Ganze
in orientalischem Gewand

Soweit der erste Teil des bekannten Märchens von Wilhelm Hauff. In einer Bearbeitung des Ulmer Lehrers Werner Krämer ging es jetzt im Rahmen von "100 Jahre altes Schulhaus Busenbach" als Singspiel über die Bühne der Turnhalle des Turnvereins. Um es für die Anne-Frank-Schule aufführbar zu machen, musste Rektor Rolf Nold zuvor die Musik für Zupforchester und Blockflöten einrichten. Mit dem Mandolinen- und Gitarrenorchester Ötigheim habe die Anne-Frank-Schule eine Dauerkooperation und der "Kalif Storch" sei schon das vierte Projekt, das man gemeinsam realisiere. Mit von der Partie waren auch die Flöten-AG unter Leitung von Karolin Ehmer und der Schulchor. Sie kommentierten das Geschehen auf der Bühne musikalisch und beeindruckten unter der Leitung von Rolf Nold durch effektvolles Musizieren und frischen, temperamentvollen Gesang.

Dem Festzug durch Bagdads Straßen schauen der Kalif und sein Wesir als Störche vom Dach aus zu

Eingerahmt war das Spiel durch die beiden Sätze "Auf einem persischen Markt" von Albert Ketelbey, gespielt vom Mandolinenorchester. Auf der Bühne war dann die Theater-AG der Schule aktiv und spielte das Geschehen unter der Leitung von Konrektorin Birgit Witzenbacher mit sichtbarer Freude nach. Die insgesamt 15 Rollen des Stücks, einige davon auch Gesangssoli, waren nicht nur typgenau getroffen, sie waren auch doppelt besetzt. Jede der beiden Aufführungen hatte ihre eigene Bühnenbesetzung.
Das orientalischen Kolorit verstrahlende, farbenprächtige Bühnenbild hatten Grundschüler, die Lehrer Birgit Witzenbacher, Hans Gräser und Hausmeister Manfred Sahrbacher geschaffen. Die Kostüme stammten von den beiden Lehrkräften Waltraud Feketitsch und Brigitte Beyer-Freudenberger. Als Souffleuse fungierte mit Annett Liebe keine geringere als die Elternbeiratsvorsitzende. Die Tontechnik lag in den Händen von zwei Hauptschülern.
Ach ja, und wie endet die Geschichte? Gut, wie die meisten Märchen. Die beiden verzauberten Störche belauschen die Zauberer, erfahren so wieder das vergessene Zauberwort, die Eule wird ebenfalls vom Zauber erlöst, heiratet den Kalifen und alle feiern auf dem persischen Markt ein großes Freudenfest. Die fast orientalischen Temperaturen in der Turnhalle hinderten die Zuschauer aber nicht daran, ihre Begeisterung und Anerkennung für die gezeigten Leistungen mit lang anhaltendem Beifall auszudrücken.

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