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19.05.2006 Musikschule und Volkshochschule feierten

"Waldbronn steht voll hinter seinen Einrichtungen"
Festakt zum Jubiläum von Musik- und Volkshochschule

Begeistert aufgenommen wurden die Darbietungen der Rockband


In ein klares Bekenntnis zu Musik- und Volkshochschule mündeten die Ansprachen beim Festakt zum 25-jährigen Bestehen beider Einrichtungen in Waldbronn. 1981 wurden sowohl die kommunale Musik- als auch die eigenständige Volkshochschule ins Leben gerufen (wir berichteten bereits im letzten Amtsblatt).

Das Blockflötenquartett BAOBAB

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt im Kurhaus durch Schüler und Lehrer der Waldbronner Musikschule, in der Reihenfolge ihrer Auftritte waren dies: Annika Schwab (Querflöte) und Gerit Reichl (Klavier), das Blockflötenquartett BAOBAB mit Angelika Schenk, Beatrice Weber, Sandro Eramo und Nikolas Neumann, das Violintrio mit Kaori Ginthör, Katrin Kümmel und Toni Reichl, sowie Gerit Reichl (Klavier) und Stefan Rupp (Kontrabass), allesamt Lehrer an der Musikschule. Den gelungenen Schlusspunkt setzte die Rockband unter der Leitung von Karl-Heinz Dörr. Die Volkshochschule gab in einer kleinen Ausstellung einen informativen Einblick in die Arbeit ihrer Kreativkurse.

Jutta Krämer und Armin Bitterwolf

VHS-Leiterin Jutta Krämer und Musikschulleiter Armin Bitterwolf begrüßten unter den zahlreichen Gästen besonders Bürgermeister Harald Ehrler, Minister a.D. Klaus von Trotha, Präsident des Landesverbandes der Musikschulen und VHS-Verbandsdirektor Dr. Hermann Huba, Pfarrerin Bettina Roller, die Schulleiter der Waldbronner Schulen und vor allem alle Förderer von Musik- und Volkshochschule. Beide Einrichtungen, so Krämer und Bitterwolf, leisteten seit 25 Jahren einen wesentlichen Beitrag zum Kultur- und Bildungsangebot der Gemeinde.

Minister a.D. Klaus von Trotha
bei seiner Festansprache

Menschen hätten zu allen Zeiten ein vitales Bedürfnis nach Musik, so Klaus von Trotha. Für seine Musik werde Deutschland im Ausland hoch geschätzt und auch im Zeitalter der Massenmedien sei das Interesse an musikalischer Ausbildung ungebrochen. Ohne Musikschulen aber habe die musikalische Kultur in Deutschland keine Zukunft mehr. Die Landesregierung fördere die Musikschulen zwar "nur" mit 10%, dies sei aber in der Summe mehr als in allen anderen Flächenstaaten, immerhin 23% aller Musikschulen sind in Baden-Württemberg beheimatet, das zeige sich auch an den Erfolgen bei "Jugend musiziert".
Es gebe aber keine bessere Investition als in musische Bildung. Trotha warnte davor, bei der Kreativität der jungen Leute zu sparen und plädierte für eine stärkere Beachtung der kreativen, phantasievollen Seite der Bildung, die Konzentrationsfähigkeit ebenso fördere wie emotionale und soziale Kompetenzen. Dies könne mit Musik hervorragend vermittelt werden. Der Verbandspräsident schloss mit einem Appell an alle politisch Verantwortlichen, die bisherige Förderung auch in der Zukunft konsequent beizubehalten.

Dr. Hermann Huba, Direktor beim
Volkshochschulverband

Zur Zukunft der Volkshochschule sprach Dr. Hermann Huba. Im Internet seien haute alle Informationen abrufbar. Die Aufnahme von Information bedeute aber zunächst noch nicht "Lernen". Hier seien dann die Volkshochschulen unverzichtbar als Vermittler. Dabei dürfe Weiterbildung nicht zu einer "Qualifizierungsmaschine" verkommen. Die VHS sei vielmehr eine Bildungseinrichtung für die Allgemeinheit. Die aus der Finanzmisere der öffentlichen Hand geborene Diskussion um eine Privatisierung der Weiterbildung verenge diesen Bereich auf Besserverdienende. Bei der Diskussion, wie Bildung zu finanzieren sei, stehe oft ein verfehltes Nutzungsinteresse im Vordergrund. In Baden-Württemberg liege der Anteil der Teilnehmergebühren bei 55%, bundesweit bei 38%. Vordringlich, so Huba, sei also eine Debatte über den Umfang der Förderung und nicht über ihre Struktur.
"25 Jahre Musikschule und 25 Jahre Volkshochschule sind ein Grund zum feiern", erklärte Bürgermeister Harald Ehrler. Eine gemeinsame Feier sei es geworden, weil beide das Jahr über gut zusammen arbeiteten. Der Bürgermeister dankte dem Land für die Zuschüsse. Zugleich sei es wichtig, dass Eltern in ihre Kinder investierten.

Das Streichtrio mit (v.li.) Toni Reichl, Kaori Ginthör und Katrin Kümmel


Er  bat um Verständnis, dass Sparen meist bei den freiwilligen Einrichtungen beginne. Eine Schließung der beiden Einrichtungen sei aber kein Thema, vielmehr mussten in den zurückliegenden Jahren Einnahmen und Ausgaben optimiert werden. "Das waren harte Schritte", so der Bürgermeister.

Bürgermeister Harald Ehrler fand klare Worte
für beide Einrichtungen

"Die Waldbronner Volkshochschule hat eine Zukunft", denn sie arbeite absolut bedarfsorientiert. Lobend wies der Bürgermeister auf die Ausstellung mit Werken aus den Kreativkursen hin. Die Musikschule sei aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken, sie arbeite nicht nur erfolgreich, zu danken sei ihr auch, dass sie jederzeit bereit sei, Veranstaltungen in der Gemeinde zu umrahmen. Die Konzerte des Kammerorchesters und viele weitere Veranstaltungen seien heute fester Bestandteil der Waldbronner Veranstaltungskalenders.
"Waldbronn steht voll hinter seinen beiden Kulturträgern Volkshochschule und Musikschule", erklärte der Bürgermeister. Beide Einrichtungen tragen aber auch dazu bei, dass sich Bürgerinnen und Bürger begegnen.

 

 

 

 

 

Annika Schwab, am Klavier begleitet von Gerit Reichl, eröffnete das Programm musikalisch.

 

 

 

 

 

Gerit Reichl und Stefan Rupp

 

 

Die Rockband beschloss den Abend

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