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13.05.2006 Feuerwehr hatte Jahreshauptversammlung

Feuerwehr leistete 23.000 Dienststunden
Waldbronner Wehr hatte ihre Jahreshauptversammlung

Ehrungen bei der Freiwilligen Feuerwehr Waldbronn mit (v.li.) Kreisbrandmeister Thomas Hauck, Wolfgang Jokisch, Dieter Daum, Udo Lorenz und Kommandant Peter Weißenborn

Rückblick und Ausblick hielt die Freiwillige Feuerwehr Waldbronn bei ihrer Jahreshauptversammlung. Geehrt wurden aktive Feuerangehörige für 25- und 40-jährige Dienstzeit bei der Wehr.
Ortskommandant Peter Weißenborn ging in seinem Bericht zunächst auf die finanzielle Situation der Wehr ein. Die Haushaltslage der Feuerwehr Waldbronn habe sich 2005 nur geringfügig verschlechtert. Allerdings habe die Feuerwehr sich auch sehr flexibel und innovativ den neuen Herausforderungen gestellt und diese bis jetzt gut gemeistert. Die Sicherstellung des Brandschutzes und die Hilfeleistung für die Waldbronner Bürger könnten noch erfüllt werden.
Um erfolgreich die Aufgaben zu bewältigen, denen sich die Feuerwehrkameraden zu  stellen hätten, sei eine qualifizierte Ausbildung erforderlich. Insgesamt wurden 2005 95 Unterrichte und Übungen durchgeführt. Dafür seinen rund 190 Stunden ohne die Arbeitsstunden der Gerätewarte und die Ausbildungsstunden bei Lehrgängen auf Unterkreisebene und an der Landerfeuerwehrschule zusammengekommen, die abends oder am Samstag in der Freizeit unentgeltlich geleistet wurden. Rechne man die Dienststunden, Unterricht und Übungen, zusammen so erhalte man rund 23.000 geleistete Feuerwehrmann - Stunden. Hierin seien nicht die Stunden enthalten, die Feuerwehrkameraden bei Arbeitseinsätze zum Umbau oder Renovierungsarbeiten an Feuerwehrhäusern im vergangenen Jahr geleistet haben. Hinzu kamen dann noch die Ausbildungsmaßnahmen der Atemschutzgeräteträger. Hier, so der Kommandant, sei die Situation derzeit aber nicht zufrieden stellen, da von 60 Atemschutzgeräteträgern derzeit nur 39 diensttauglich seien. Weißenborn erwähnte weiter detailliert Lehrgänge, die besucht wurden und die Alarmübungen bei der Anne-Frank-Schule und der Ruland Klinik.
Einsätze hatte die Waldbronn Wehr 2005 insgesamt 114  zu leisten, das sei gegenüber dem Vorjahr ein Abnahme um 25 Prozent. Das heiße aber auch, dass im Durchschnitt an jedem dritten Tag des Jahres die Feuerwehr zu einem Einsatz unterwegs war. 171 Gesamteinsatzstunden fielen so an. Im Schnitt seien dabei jeweils sieben Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Bei den 17 Brandeinsätzen und Hilfeleistungen, die von der Feuerwehr Waldbronn zu leisten waren, wurde auch 2005 wieder das gesamte Spektrum von Schadensereignissen berührt. Die Mannschaftsstärke betrug zum Jahresende 121 Aktive, darunter sechs Frauen. 42 Mitglieder umfasse die Jugendfeuerwehr im Alter von 11 - 18 Jahren, davon 4 Mädchen. In der Alterswehr seien 26 ehemalige Feuerwehrmänner.
Der Kommandant schloss seinen Bericht mit einem Überblick über die Aktivitäten der Wehr in den Waldbronner Schulen und zum Zustand der Gerätehäuser, die dank der Aktivitäten vieler Feuerwehranghöriger in einem "guten bis sehr guten" zustand gehalten würden.
Bei den Grußworten bedankte sich die stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Müller für die geleistete Arbeit bei Einsätzen. Besonders betonte sie die sehr gute Jugendarbeit in der Feuerwehr.
Kreisbrandmeister Thomas Hauck betonte die hohe Qualität der geleisteten Arbeit auch in Hinblick auf immer weiter steigende Anforderungen. Eine Folge davon ist auch eine höhere Qualität in der Ausbildung. Er vergleicht die Ausbildung des Feuerwehrmannes mit einer Berufsausbildung: die Grundlagen werden auf dem Lehrgang gelegt, danach muss Praxiserfahrung und weiteres Üben in den Abteilungen stattfinden. Eine Unterstützung auch von Seiten der Gemeinden ist hierfür sehr wichtig. Er betont die weiterhin wichtige Rolle des Sports für die Feuerwehr, auch wenn das offizielle 'fit for firefighting'-Programm schon beendet ist. Sehr wichtig vor allem in Hinblick auf die angespannte Finanzsituation ist eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Verwaltungen und der Gemeinde. Anlässlich des tödlichen Unfalls eines Feuerwehrkameraden auf der Fahrt zum Gerätehaus in der Silvesternacht bat er um vernünftiges Verhalten im Straßenverkehr, verbunden mit dem Hinweis an die Kommandanten, das Verhalten zu beobachten und notfalls einzugreifen.
Wolfram Jokisch und Udo Lorenz (Busenbach) werden für 25-jährigen Dienst mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber geehrt, Dieter Daum (Busenbach) für vierzig Jahre mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold. Tobias Härtenstein und Andreas Brusel werden zum Löschmeister befördert, Christian Müller zum Oberlöschmeister, Thomas Becker zum Oberbrandmeister und Peter Weißenborn zum Hauptbrandmeister.

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