Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.735.837

Volltextsuche



 

14.04.2006 25 Jahre Karfreitagsrätschen

Rätschen erinnern an Gebet und Gottesdienst
Kolpingsfamilie Reichenbach hält alten Brauch aufrecht

Die diesjährigen Teilnehmer am Karfreitagsrätschen in Reichenbach

Seit nunmehr 25 Jahren hält die Kolpingsfamilie Reichenbach mit dem Karfreitagsrätschen ein altes Brauchtum aufrecht. Da zwischen Gründonnerstag und der Auferstehungsfeier die Angelusglocke nicht geläutet werden darf, ziehen Christen rätschend durch den Ort. Denn vom Gloria der Gründonnerstagsmesse an schweigen die Glocken. An ihre Stelle treten die Rätschen oder Knarren. Man sagt: die Glocken fliegen nach Rom um geweiht zu werden" Einem alten religiösen Brauch zufolge wird das Glockengeläut in den katholischen Kirchen durch hölzerne Instrumente (Rätschen oder Knarren) ersetzt. Damit sollen die Gläubigen an das Gebet und den Gottesdienst erinnert werden. Übrigens: Nicht nur die Glocken sollen vom Karfreitag bis zur Osternacht schweigen, auch die Orgel bleibt in vielen katholischen Kirchen stumm.
Das Karfreitagsrätschen wurde 1981 in Reichenbach von Mitgliedern des Jahrganges 1938 wieder belebt und Mitte der 90er Jahre von der Kolpingsfamilie Reichenbach übernommen und personell verstärkt. Zu diesem Zeitpunkt übernahm die Kolpingsfamilie dann auch die Organisation.
Treffpunkt am Karfreitagmorgen um 4.15 Uhr im Pfarrzentrum. Danach zieht die Gruppe, meist sind es 35 Personen, dann rätschend bis etwa um 6 Uhr durch große Teile Reichenbachs. Den Abschluss bildet ein einfaches Frühstück im Pfarrzentrum. Zwei Personen sind bei diesem Jubiläum besonders hervorzuheben wie Klaus Schwab von der Kolpingsfamilie betont. Stefan Becker, gelernter Schreiner, ist seit 25 Jahren der Rätschenbauer der Kolpingsfamilie und Ewald Anderer sorgte während all dieser Jahre dafür, dass die Gruppe bei ihren Liedern immer den richtigen Ton trifft.

Klaus Schwab ehrte mit Stefan Becker und Ewald Anderer (v.li.) zwei Männer der "ersten Stunde"

[<< Übersicht]