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03.03.2006 Freiwillige Feuerwehr Reichenbach

"Insgesamt ein ruhiges Jahr"
Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach

50 Jahre bei der Feuerwehr Reichenbach aktiv ist Friedrich Becker (2.v.li.). Die Urkunde überreichten (v.li.) Bürgermeister Harald Ehrler, Ortskommandant Peter Weißenborn und Abteilungskommandant Thorsten Huck

Rückblick hielt die Abteilung Reichenbach der Freiwilligen Feuerwehr Waldbronn bei ihrer Jahreshauptversammlung, zu der Abteilungskommandant Thorsten Huck auch Bürgermeister Harald Ehrler und Waldbronns Ortskommandant Peter Weißenborn begrüßen konnte. Die Abteilung Reichenbach verfügt derzeit über 40 aktive Feuerwehrleute, unter ihnen eine Frau, und über 17 Atemschutzträger. Das Durchschnittsalter liegt bei 29 Jahren.
Huck ging dann auf die Fortbildungsmaßnahmen ein und erwähnte die 18 regulären Übungen und mehrere Sonderübungen, die Abteilung absolvierte. Auch auf regionaler Ebene wurden zahlreiche Fortbildungsmaßnahmen besucht. Die Ausbildung soll in Zukunft auf Ortsebene noch besser koordiniert werden, dazu wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. Mit 33 Einsätzen, davon sechs Brandbekämpfungen, sei es "insgesamt ein ruhiges Jahr" gewesen. Abschließend erwähnte der Abteilungskommandant die Höhepunkte des Jahres und gab einen Ausblick auf das 75-jährige Jubiläum im kommenden Jahr, bei dem ein zweitägiger Tag der offenen Tür, ein Vereinsturnier und ein Großer Zapfenstreich in der Planung seien..
Schriftführer Marc Augenstein listete 15 Verwaltungssitzungen auf und gab einen detaillierten Überblick über die Veranstaltungen des zurückliegenden Jahres, darunter auch eine Informationsfahrt zur Messe "Interschutz" in Hannover. An Terminen für das laufende Jahr erwähnte er die Hauptversammlung der Waldbronner Wehr am 13. Mai, ein Wanderwochenende im Zugspitzgebiet vom 15. bis 18. Juni und den Tag der offenen Tür am 16. Juli. Über die Finanzlage der Abteilung informierte Kassier Achim Huck.
Die Jugendfeuerwehr habe derzeit 12 Mitglieder, so Jugendwart Andreas Brusel. Das seien sieben mehr als in vergangenen Jahr. Zurückzuführen sei das auf einen Besuch in der Albert-Schweitzer-Schule. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung kamen auch Freizeitaktivitäten nicht zu kurz. Fünf Jugendliche haben zudem die Prüfungen zur Jugendleistungsspange abgelegt.
In seinem Grußwort informierte Bürgermeister Harald Ehrler über den Sachstand "Gerätehaus", wo es Probleme mit einem Nachbarn gibt, der der Nutzungsänderung widersprochen hatte. Er zeigte die Entwicklung bis hin zu einem Urteil des Verwaltungsgerichts Karlsruhe auf, mit dem Entscheidungen von Landratsamt und Regierungspräsidium gekippt wurden, da nachbarschaftsschützende Regelungen fehlen. Die Gemeinde habe daraufhin gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Landratsamt einen Katalog von Nutzungsbeschränkungen erstellt, mit denen der Nachbar aber nicht einverstanden war. Es sei aber gelungen, da Urteil insoweit zu korrigieren, als eine Revision beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim zugelassen wurde. Nun warte man auf den Gerichtstermin. Allerdings, so der Bürgermeister, sei das Gerätehaus Reichenbach nicht in Gefahr.
Ortskommandant Peter Weißenborn hob hervor, dass alle Wehrleute wieder gesund von den Einsätzen zurückkamen. Kritisch betrachtete der die vielen Vorschriften, "die uns überrollt haben".
Anschließend erhielten Abteilungsmitglieder ihre Beförderungsurkunden zum "Oberfeuerwehrmann", bez. "Oberfeuerwehrfrau" und "Hauptfeuerwehrmann" ausgehändigt. 50 Jahre bei der Feuerwehr Reichenbach ist Friedrich Becker aktiv, der heute noch der Alterswehr angehört.

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